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Münsterland Gino

Münsterland-Gino der Zug, der Zug, der Zug hat keine Bremsen

3. Oktober Münster, es ist Zeit Rad zu fahren! Nach 2018, 2019 und 2021 ging es auch 2025 an den Start beim Münsterland Giro. Das letzte Rennen der Saison selbst ohne Sturz, mehr gibt der Rennkalender nicht her.

Anfahrt

Wir trafen uns um 7 Uhr, schmissen die Räder in den Hakuna Matata Racing Bus und ab ging der Partybus nach Münster. In Münster passte der Bus wie erwartet nicht in die Tiefgarage, aber wir waren früh genug und fanden noch einen legalen Parkplatz in der Nähe. Räder ausladen und beladen und dann an der Mensa die Startnummern abholen. Mit der Startnummer ging es dann noch mal zum Bus, Starterbeutel verstauen und dann standen wir gegen 10 Uhr endlich im Startbereich Block A – Wie Attacke!

Auf dem Weg zum Startbereich gab es dann nur eine Attacke und zwar die der Dichtmilch. Irgendwas hatte ich aufgesammelt und nun verlor mein Hinterrad feinste Milch. Milch macht müde Männer munter, in diesem Sinne lass die Milch mal regeln. Im Startbereich war der Reifen dicht. Works as expected.

Auf dem Menü stand dieses Jahr der „Cup der LBS“, 120 Kilometer und nur 210 Höhenmeter für den kleinen Hunger zwischendurch. Münster klassisch immer ne schnelle Nummer, tut dann trotzdem weh.

Münsterland Giro die Strecke 2025

Abfahrt

3… 2… 1… Rennen geht los, ah doch nicht, dauert immer bis das Feld rollt. Anders als die letzten Jahre geht es mitten in Münster, am Prinzipalmarkt, los. Dank neutralisieren Start ungewöhnlich human. Dafür gab es Kopfsteinpflaster was die ein oder andere Trinkflasche schon recht früh aus dem Rennen warf.

Nach dem offiziellen Start ging es dann aber auch wie immer beim Münsterland Giro zur Sache. Um so breiter die Straßen um so wilder wurde es (altes münsterländisches Sprichwort). Es folgten diese panischen Bremswellen, schräg hinter mir ging das Intervallbremsen schief da war dann vermutlich nicht nur die Trinkflasche raus, sondern auch dessen Besitzer/Besitzerin. Hoffen wir mal ohne große Verletzung. Bei dem Stress, verliert man schnell die Übersicht, Stefan verlor ich nach vorne und Christian etwas später nach hinten.

Münsterland Gino - in wilden Feld

Ich fuhr meinen Stiefel, fand irgendwann dann auch eine passende Gruppe. Aber irgendwann hatte ich auch kein Bock mehr irgendwelche Lutscher zu kutschieren. Es wurde irgendwie zäh. Vielleicht waren es die Beine, vielleicht lag es auch an den 1,5 bar im Hinterrad. Die Gruppe war eigentlich groß genug, 15, 20 Fahrer, aber gefühlt machten nur 4-5 beim kreiseln mit.

Irgendwann holte uns Block „B“ ein und es wurde wieder wild. Aus jeder Kurve wurde raus beschleuningt, als gäbe es kein Morgen. Das zerlegte nach und nach die Gruppe. Ich dachte schon, Gino mach die Füße hoch und roll die restlichen 40 Kilometer entspannt zurück. Vielleicht kommt ne Gruppe von hinten und dann fährt man halt nur mit 30km/h zurück. Aber statt irgendeiner Gruppe kam plötzlich Christian mit Gruppe angerauscht. „Komm Gino“, rief er und machte Tempo. War mir nicht sicher ob das jetzt die Rettung oder der Untergang war. Christian sagte mir er hatte einen kleinen Crash und musste anhalten, daher war er im ersten Teil des Rennens dann plötzlich nach hinten verschwunden. Auf jeden Fall cool, dass man sich dann doch noch wieder findet. Aber gut Christian die Maschine hat das Feld einfach von hinten aufgeräumt.

Wir ballerten dann gemeinsam ein Stück weiter, ich war aber durch. Ich signalisierte Christian er soll ruhig fahren, aber er blieb. So rollten wir die letzten 20 Kilometer romantisch zu zweit. Mit der Zeit waren wir wieder 5-6 Fahrer. Deutlich weniger als in der Gruppe zuvor, aber da die Wechsel besser klappten rollte es trotzdem schneller und wir feilten doch noch was am 40er Schnitt.

In Münster kurz vorm Ziel nahmen wie zwei raus, sollen die anderen sich für Platz 588 und 587 das Schlüsselbein kaputt sprinten. Gerade beim Giro eskaliert es gerne mal auf der Zielgeraden, dieses Jahr ohne uns, das Bier im Ziel schmeckt auch so!

Nackte Zahlen:

Kilometer: 118,28
Höhenmeter: 95
Fahrzeit: 02:47:24
Geschwindigkeit (Durchschnitt): 40,8 kmh/h
Höchstgeschwindigkeit: 57,2km/h
225. Platz AK Master 1
589. Platz Gesamt

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