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A day in Hell

Rapha lädt anlässlich Paris-Roubaix zum „A day in Hell„. Gravel, Kopfsteinpflaster, gebrauchter Asphalt, leiden wie die Profis nur direkt vor der Haustür. In über 30 Städten rund um die Welt wird „A day in Hell“ zelebriert. Bei uns in Düsseldorf hat sich Rapha mit der Schicken Mütze verbrüdert. Laden, Werkstatt, Radcafe. Eine Institution in Sachen Radsport in Düsseldorf.

Schicke Mütze, (c) Kerstin Kortekamp
Die Schicke Mütze von innen (c) Kerstin Kortekamp

Ich habe relativ kurzfristig von der Aktion Wind bekommen und dachte, oh ja da musst du mit machen. Corona konform, alleine aber doch irgendwie zusammen mit allen anderen die sich am vergangenen Wochenende auch ein Tag in der Hölle gegönnt haben. Der von Rapha ausgerufene 11. April passte mir nicht, aber man munkelte ein Starten rund um das Wochenende sei in Ordnung. So dachte ich, fährst du mal am Freitag und guckst ob die Strecke frei ist.

111 Kilometer und gut 2080 Höhenmeter auf „miesen kleinen Seitenstraßen, geschotterte Wald- und Feldquerungen und mehr schlecht als recht asphaltierte Wirtschaftswegen“ (Zitat Schicke Mütze) lockten mich.

Um halb 9 ging es los, direkt vor der Haustür, in Grafenberg, wartete an der Rennbahn der erste mir gut bekannte Anstieg. Allerdings, wie sich später heraus stellte, nicht die Fahneburgstraße hoch, sondern parallel den Roländer Weg. Egal, so oder so, die ersten gut 60m bergauf, nur noch 2020 Höhenmeter!

Kurz darauf ging es auf feinstem Gerresheimer Parkett durch den Ortskern von Gerresheim und dann auch schon Richtung Neandertal recht flott raus aus Düsseldorf.

Man fährt auf bekannten Pfaden, doch zack geht es links ab und man hat nie gesehen Asphalt oder anderen „Boden“ unter den Rädern. Es geht den Dörper Weg hoch und dann wieder runter zur Stindermühle und, richtig! Wieder hoch! Mir wird so langsam klar was da heute auf mich zu kommt.

Nach 20km ging es auf das wahrscheinlich längste Stück richtige Straße. Auf zwei Spuren geht es knapp einen Kilometer die Haaner Straße in Hochdahl runter. Viel Platz und 6,5% Gefälle zaubern ein Lächeln ins Gesicht.

Nach dem Spaß geht es wieder runter von der Straße auf einen kleinen Wirtschaftsweg parallel der A46. Das südlichste Stück der Runde gehört der Kategorie, „sieht aus als wäre es flach geht aber stetig bergauf“ an.

Es geht weiter in Richtung Norden, über Wirtschaftswege, einsame Landstraßen, urige Unterführungen mitten über den Golfplatz. Das Thema ist immer gleich, „rauf und runter“. Mit dem Anlauf aus der ein oder andere spritzige Abfahrt kann man ab und an mal über den folgenden Anstieg „drüber drücken“.

Nach 50 Kilometer geht es einen kleinen Weg rechts ab, „Stumbsberg“ steht auf dem Schild am Straßenrand, eine kleine Welle tut sich auf. Ich mach schnell noch ein Video in dem ich mein Unmut über diese Bezeichnung „Stumbsberg“ mache, ist ja kein richtiger Berg…

Hinter der kleinen Welle geht es links ab und ich dachte fuck… Spaziergänger motivierten mich und riefen „naja am Rad liegt es ja nicht„. Der Stumbsberg, ist keine Welle, sondern ein Anstieg der 4. Kategorie, 1,3 Kilometer 7% im Schnitt mit Spitzen über 20% da war ich etwas übermütig.

Kurz nach dem Stumbsberg erreicht man den „Sender“ in Langenhagen. Der Schnee lag noch am Straßenrand und die Sonne drückte sich durch die Wolken, herrlich. Die flotte Abfahrt konnte ich allerdings nicht genießen, ein Pritschenwagen vor mir bremste mich aus und so rollte ich die 2 Kilometer mit angezogener Bremse bergab.

An der Kreuzung kurz die Hände ausschütteln und weiter geht es, natürlich wieder hoch, die Voßnacker Straße… ich merke mir selten wo ich gerade fahre, aber diese Straße prägte sich ein. Das Segment hat schon den schönen Titel „Voßnacker Qual„.

Jeder Anstieg, hat eine Abfahrt, so auch hier, doch leider eher so die Qualität vom Segelflugplatz am Aaper Wald…viele große Schlaglöcher aber es wäre nicht „A day in Hell“ wenn hier alles glatt asphaltiert wäre und irgendwie macht das ja auch wach.

Gut gelaunt geht es immer weiter, in Dilldorf hat man nach etwas über 60 Kilometern den nördlichsten Punkt der Strecke erreicht. Die Strecke führt weiter über kleine Straßen, durch Wohnsiedlungen und Wirtschaftswege. Der Fahrer am Horizont scheint die gleiche Runde zu drehen, wir kommen uns näher und am Anstieg hinter der Zeche Herrmann ein kurzer Gruß und weiter. Auf altbekannten Pfaden der SSR dachte ich mir, an der Ruhrlandklinik „och nein, nicht „Kutschenweg“ die abgerotzte Abfahrt runter, das macht doch kein Spaß….“. Aber nein es ging weiter geradeaus, „Zum Timpen“, juhu! Meine anfängliche Freude wich jedoch relativ schnell, die Abfahrt war kaum besser.

Kurz drauf ging es mal wieder in den Wald, dieses Mal aber auch mit richtigem Waldboden, hier und da noch etwas matschig und im Verlauf immer steiler. Mit Gefühl ging es bergauf, das Hinterrad (25mm Sommerpellen drauf) drehte ein paar extra Runden aber wir erreichten gemeinsam den Gipfel. Runter ging es auf der gleichen Qualität von Boden. Die Leute am Ende der Abfahrt waren etwas schockiert als ich da aus dem Wald geballert kam. Aber gut, warum soll nur ich leiden 😀

Apropos Leiden, es ging weiter nach Isenbügel, entweder war ich schon voll durch oder es war einfach ein moderater Anstieg, fühlte sich gut an. Vielleicht lag es auch einfach daran, dass man immer näher ans Ziel kam. Zu Mindestens waren die Wege jetzt wieder vollumfänglich bekannt, man war es nur gewohnt aus der anderen Richtung zu kommen.

Mit guter Laune ging es weiter, immer weiter bis plötzlich die Straße voll mit Baufahrzeugen war. Mist, stimmt, auf dem Wittenhausweg war ja diese Baustelle… vorbei an den Autos, vorbei an der Absperrung, wird schon gut gehen. Ganz am Ende kurz vor der Hauptstraße, haben zwei Herren noch frischen Straßenbelag verteilt. Vermutlich die Strafe, wenn man zu früh auf die Runde geht? Ein Abstecher ins Feld und auch dieses Hinderniss war überwunden.

Das Gut Diepensiepen wäre beinah meiner Gewohnheit zum Opfer gefallen und ich wäre den Gollenbergsweg weitergefahren. Dumm von mir zu glauben da geht es direkt in Richtung Heimat, es ist schließlich „A day in Hell“ und die Schicke Mütze hat alle Filetstücke zusammengepackt, also extra Runde über Gut Diepensiepen.

Zurück auf der Mettmanner Straße ahnt man auch schon, da kommt bestimmt gleich der Mauer Weg… der Name ist Programm… vor allem nach 100 Kilometer und 2000 Höhenmetern in den Beinen. Ein Blick auf die Beine, auf die Kassette. Leere Gedanken. Einfach weiter. Es wird schon wieder aufhören.

Und so war es, über den Dernbusch Weg und die Rennbahn zurück in die urbanisierte Welt. 25 km/h fühlten sich wie 35 km/h an. Der letzte Ampelsprint die Grunerstraße hoch tat noch mal richtig weh, aber nach 4:38 Stunden hörte es auf. A day in Hell, es war geschafft!

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Jonas Deichmann, Triathlon um die Welt

140 mal die Ironman Distanz, 40.000 Kilometer.
Von München nach München einmal um die Welt.

500 Kilometer Schwimmen, 20.000 Kilometer Fahrradfahren, 5.000 Kilometer Laufen

Triathlon um die Welt, Route die Jonas Deichmann geplant hat

Warm schwimmen fürs Radfahren

Los ging es am 26. September in München mit dem Fahrrad bis an die Kroatische Küste nach Karlobag. Dort startete die nächste Disziplin, das „Schwimmen“. Immer an der Küste entlang schwimm erin 59 Tagen 456 Kilometer bis nach Dubrovnik. Zurück am Trockenen, ging es auch wieder auf sein bevorzugtes Fortbewegungsmittel, das Fahrrad. Von Dubrovnik ging es in Richtung Sibirien.

Zwangspause in der Türkei

In der Türkei war plötzlich Ende, kein Visum für Russland. Zwangspause in der Türkei. Was jetzt, die Route umdrehen? Nach 4 Wochen im Süden der Türkei konnte mithilfe der Deutschen Triathlon Union (DTU), dem Deutsch-Russischen Forum und dem Russischen Olympischen Komitee ein Sportlervisum organisiert werden.

Jeder Urlaub hat ein Ende

Das Warten hat ein Ende, es weiter nach Istanbul und von dort über Bulgarien nach Rumänien. Das Wetter wurde useliger, Schnee, wie er seit 25 Jahren nicht mehr in der Türkei vorkam, eisiger Wind und Nächte mit – 9 Grad und das Winterequippment liegt in der Ukraine und wartet auf Jonas.

Kamera an

In Konstanza stoß Marcus Weinberg (ravir film) dazu und begleitete Jonas durch Moldavien und die Ukraine bis nach Charkiw und sammelt dabei Material für den Film über das Abenteur „Triathlon um die Welt“.

Nur noch 17.400 Kilometer

Das Abenteuer ist dort noch lange nicht vorbei. Von der Ukraine aus erwarten Jonas noch ca. 12.4000 Kilometer auf dem Rad, die Überfahrt von Shanghai nach San Francisco und die 5000 Kilometer zu Fuß quer durch Amerika. Immer wieder wird Marcus Weinberg dazu stoßen und Jonas mit der Kamera begleiten und auch er selbst hält das Abenteuer in Bewegtbildern fest.

Triathlon um die Welt, Live Map von Jonas Deichmanns Abenteuer

Unterstützer gesucht, lasst den Film Wirklichkeit werden!

Damit der Film über den Triathlon um die Welt realisiert werden kann, sammelt Jonas über Startnext Geld für die Umsetzung. Wenn ihr euch den Film über dieses riesige Abenteuer nicht entgehen lassen wollt, beteiligt euch über Startnext „Jonas Deichmann – Triathlon Around the World“.

Bis dahin folgt Jonas einfach jetzt schon über Instagram, Facebook, online Tagebuch bei tri-mag.de oder Live Tracker auf seinem Abenteuer.

Sonnen hinter den Wolken, hügelige Landschaft, Straße
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Strecke des Monats Februar

Neuer Monat, neue Strecke.
Dieses Mal geht es in die hügelige Nachbarschaft im Nordöstlich von Düsseldorf.

69 Kilometer, 460 Höhenmeter, der hügelige Teil liegt auf dem ersten Stück von Düsseldorf über Erkrath und Mettmann bis nach Velbert. In Velbert geht es dann auf die Niederbergbahn Trasse wahlweise im Biest Modus oder ganz entspannt zurück bis Heiligenhaus. Dort geht es runter von der Trasse durch Heiligenhaus und Ratingen zurück nach Düsseldorf.

Die Strecke ist zu 100% Rennrad tauglich, das Stück über die Trasse und in Düsseldorf von Kaiserswerth nach Stockum sollte man bei Kaiserwetter zu den üblichen Spazierzeiten meiden.

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GCN+ zum halben Preis

GCN - Global Cycling Network (Logo)

Die Jungs von Global Cycling Networks (GCN) hauen noch bis zum 29.2. das GCN+ Jahresabo für €19,99 anstatt für €39,99 raus. Zum halben Preis gibt es das volle Paket Radsport (eine Auswahl):

Februar

  • 21.02. – 27.02. UAE Tour (Live & on demand)
  • 28.02. Kuurne-Bruxelles-Kuurne (Live & on demand | Highlights)

März

  • 06.03. Strade Bianche, Women/Men (Live & on demand)
  • 07.03. – 14.03. Paris Nice (Live & on demand | Highlights)
  • 10.03. – 16.03. Tirreno Adriatico (Live & on demand)
  • 20.03. Milan Sanremo (Live & on demand)
  • 27.03. Classic Loire-Atlantique (Highlights | Extended highlights)

April

  • 04.04. Tour of Flanders (Women) (Live & on demand | Highlights)
  • 11.04. Paris Roubaix (Live & on demand | Highlights | Extended highlights)
  • 21.04. Flèche Wallone Women/Men (Live & on demand | Highlights)
  • 25.04. Liège Bastogne Liège Women/Men (Live & on demand | Highlights)

Mai

  • 01.05. Eschborn-Frankfurt (Live & on demand | Highlights)
  • 08.05. – 30.05. Giro d’Italia (Live & on demand)
  • 24.05. – 28.05. Tour of Andalucia (Live & on demand | Highlights)
  • 30.05. – 06.06. Critérium du Dauphiné (Live & on demand | Highlights | Extended highlights)

Juni

  • 09.06. – 13.06. Tour of Belgium (Live & on demand | Highlights)
  • 26.06. – 18.07. Tour de France (Live & on demand | Highlights)

Juli

  • 18.07. La Course by le Tour de France (Live & on demand)
  • 31.07. Classica San Sebastian (Live & on demand | Highlights)

August

  • 05.08. – 08.08. Arctic Race of Norway (Highlights)
  • 14.08. – 05.09. La Vuelta a España (Live & on demand | Highlights)
  • 22.08. Hamburg Cyclassics (Live & on demand | Highlights)
  • 26.08. – 29.08. Tour of Germany (Live (Powered by Eurosport) | Highlights)
  • 30.08. – 05.09. BinckBanck Tour (Live & on demand | Highlights)

September

  • 05.09. – 12.09. Tour of Britain (Live & on demand | Highlights | Extended highlights)
  • 19.09. – 26.09. UCI Road World Champs (Live & on demand | Highlights)

Oktober

  • 06.10. Milan-Torino (Live & on demand)
  • 09.10. Il Lombardia (Live & on demand)
  • 10.10. Paris Tours (Live & on demand)
  • 13.10. – 17.10. UCI Track World Champs (Live & on demand)

Zur Liste mit allen Rennen

Neben den zahlreichen Rennen, bekommt ihr über GCN+ auch Dokumentationen mit Radsport Bezug, unter anderem

– Colnago „The art of bicycle design“
– Legend „Fabian Cancellara“
– The King and Beers – A gravel epic in Vermont

GCN+ lässt sich per App auf Android oder iOS Geräten, aber auch über den Browser z. B. auf dem Laptop gucken.

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UAE Tour 2021 der Zirkus kommt ins Rollen

Am kommenden Sonntag (21.02.2021) startet der Rennzirkus in den Vereinigten Arabischen Emiraten zur UAE Tour 2021. Eine Woche kämpfen die Profis aus 19 World-Tour Teams und das Pro-Team Alpecin-Fenix um den ersten Titel der UCI WorldTour 2021.

Etappen

UAE Tour 2021, Karte
1. EtappeSo. 21.02.Al Ruwais Al Yash Recreational Centre – Al Mirfa177kmFlachetappe
2. EtappeMo. 22.02.Al Hudayriyat Island (Rundkurs)12kmEinzelzeitfahren
3. EtappeDi. 23.02.Strata Manufacturing – Jebel Hafeet166kmBergetappe
4. EtappeMi. 24.02.Al Marjan Island (Rundkurs)204kmFlachetappe
5. EtappeDo. 25.02.Fujairah International Marine Club – Jebel Jais170kmBergetappe
6. EtappeFr. 26.02.Deira Island – Palm Jumeirah Atlantis168kmFlachetappe
7. EtappeSa. 27.02.Yas Mall – Abu Dhabi Breakwater147kmFlachetappe
https://en.wikipedia.org/wiki/2021_UAE_Tour#Route

Fahrer

Wenn Zirkus dann richtig, alle großen Namen sind am Start. Titelverteidiger Adam Yates (Ineos), Tour de France Sieger Tadej Pogacar (UAE), Mathieu van der Pool (Aplecin), Sam Bennet (Quick Step), Pascal Ackermann (Bora), Alejandro Valverde (Movistar), Elia Viviani (Cofidis), Vincenzo Nibali (Trek) und viele weitere bekannte Gesichter.

Bewegtbilder

Eurosport und Global Cycling Network (GCN+) zeigen alle Etappen der UAE Tour 2021 über ihre kostenpflichtigen Streams. Das Jahresabo für GCN+, gibt es noch bis Ende Februar für 19,99 Euro anstatt 39,99 Euro.

Januar 2021 das Jahr beginnt
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Januar 2021, der erste Monat ist rum

Der Januar fing prächtig an, Grand Fondo am ersten Tag im Jahr und auch die folgenden zwei Ausfahrten waren knapp über 100km lang. Wird das die Regel? Weniger Ausfahrten aber dafür länger?

Nein!

Der Trend setzte sich nicht fort, es wurde immer weniger. Durch den Lockdown ging es genau einmal ins Büro, dadurch fielen jede Woche um die 200 Pendel Kilometer weg. Anstatt „jeden Tag etwas“ wurde umgestellt auf „wenn, dann etwas mehr“. Die Runden nach der Arbeit und die Ausfahrten an den Wochenenden brachten dann doch 707 Kilometer ein (Januar 2019: 725). Als Pendler guckt man eigentlich nicht auf das Wetter, aber wenn man nicht pendelt, ist es doch erstaunlich wie schwer es man sich motivieren kann um bei schlechtem Wetter eine Runde mit dem Rad zu drehen.

Aber was nützt es die Beine hängen zu lassen, wenn man pitschnass nach Hause kommt fühlt es sich doch irgendwie gut an!

Meine Streckenempfehlung für Januar

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2020 / 2021 – Was war, was wird…

Lüttich-Bastonge-Lüttich Challenge, Rad am Ring, Düsseldorf 300, Münsterland Giro, Eifel 205… und noch viele andere Ausfahrten die 2020 aufgrund der Corona Pandemie nicht stattgefunden haben.

Trotzdem konnte ich 11487 Kilometer (2019: 11707 km) in die Kurbel drehen. Die Pandemie macht erfinderisch, viele kleine Runden vor dem Homeoffice, kleine Besorgungsfahrten werden etwas ausgedehnt und so fährt man z. B. mal eben 180 Kilometer, um ein Schlüssel abzuholen, 50 Kilometer, um ein paar Frühstückseier zu holen oder liefert die Weihnachtskarten direkt selbst aus. Für den längsten Tag im Jahr habe ich mir mit Malte etwas Besonderes ausgedacht, auf dem Rennrad 540 Kilometer am Stück Düsseldorf – Amsterdam – Düsseldorf. Es war das Highlight des Jahres und dank der Begleitung bis zur Grenze auch eine der wenigen Gruppenausfahrten des Jahres.

Was 2021 wirklich kommt weiß man nicht, im Rennkalender stehen die „Reste“ aus 2020,  LBL Challenge, Eifel 205, Münsterland Giro. Rad am Ring passte nicht wieder rein, dafür habe ich mich mal wieder für Rund um Köln angemeldet, ob es stattfindet ist ungewiss, aber man muss nach vorne schauen. Was unser Gruppetto angeht gibt es erste Ideen für 2021: Everesting, Long-Distance, Gravelzeug.

Mal sehen was möglich ist, bleibt frisch! Lasst euch nicht runterziehen, macht das Beste draus! Kette rechts!

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Rapha Festive Whatever

Jedes Jahr zwischen Weihnachten und Silvester lädt die Radsportbekleidungsmarke Rapha zur #festive500 ein. Die Aufgabe, fahre 500 Kilometer in den 8 Tagen vom 24. Dezember bis 31. Dezember. Es gibt neben virtuellem Ruhm ein Aufnäher und es birgt den positiven Nebeneffekt die Festtagskalorien direkt wieder los zu werden.

2018 bin ich mit Malte und Christian 3 Tage die Mosel entlang. Bei feinstem Kackwetter haben wir gemeinsam die 500 Kilometer für die Festive gesammelt. 2019 dachten wir das geht doch auch in zwei Tagen. So ging es auf die Runde Düsseldorf – Bastonge – Düsseldorf. Eine herrliche Tour mit Malte, Christian, Stefan, Sebastian und Janosch bei kalten aber überwiegend trockenen Bedingungen. 2020 war die Gruppenausfahrt klar gestrichen, das gehört zur Reduzierung der Kontaktpersonen für mich dazu. Wer weiß was sich wer wo über Weihnachten eingefangen hat.

Festive500... Festive Whatever

Festive500… Festive Whatever? Ohne Gruppetto fehlte auch irgendwie die Lust. Zwar durfte das Rad mit zur Familie aber um es mit den Worten eines Kumpels zu sagen, „das Jahr ist aufgebraucht„. Ich sammelte 160 Kilometer in den ersten 5 Tagen, das Wetter spielt einem in die Karten und liefert beste Ausreden, fieser Wind, Regen, Schnee. Außerdem gibt es dieses Jahr eh kein echten Aufnäher, sondern nur einen virtuelles Abzeichen, dieses Jahr ist aufgebraucht!

Ein Case mit viel Platz
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Elite Tool Case ‚Takuin‘

Wohin mit dem Werkzeug, Ersatzschlauch und Luftpumpe? Trikottaschen? Satteltasche? Oder zu Hause lassen?

Ich habe alle Varianten schon ausprobiert, zu Hause lassen fühlt sich komisch an. Jede Glasscherbe könnte der Endgegner sein. Ich startete mit der klassischen Satteltasche. Sehr praktisch. Nur am Aerohobel kam es zu Konflikten mit dem Rücklicht. Im Sommer wenn die Tage länger sind aber durchaus eine Option. Ich vertraue auf die Silica Premio. Bis auf die Luftpumpe geht da alles rein. Alternativ geht auch richtig viel in die Trikottaschen. Eine Tasche fürs Handy, eine für Werkzeug, Schlauch und Luftpumpe und eine fürs Essen. Perfekt! Zum Pendeln und für die One-Bottle Strecken ist das Elite Case Tool „Takuin“ (UVP 30,95 Euro, Straßenpreis ca. 20 Euro) ideal. Zwar verliert man einen Platz für das zweite Bidon aber man gewinnt dafür eine organisierte Transport für Luftpumpe, Ersatzschlauch, Werkzeug. Selbst die Windweste und ein Gel finden noch Platz.

Elite Case Tool, geschlossen

Das Elite Case lässt mittels Reißverschluss aufklappen und man gelangt so schnell und einfach an alles. Um mehr Stauraum zu bekommen kann man den Organizer dank Klettverschluss heraus nehmen. Ich transportiere in dem Elite Case zwei 28er Continental Race Schläuche mit 60er Ventil, eine Lezyne Sport Drive HP Luftpumpe (17 cm), das Hexus X Miniwerkzeug von Topeak, eine CR2032 Batterie, ein Gel, etwas Bargeld und meine EC Karte. Je nach Wetter packe ich nur noch eine Santini Windweste dazu.

Platz findet die Flasche in den üblichen Trinkflaschenhaltern. Ich packe sie immer an die Sattelstange, so ist der Flaschenhalter am Oberrohr frei für die echte Trinkflasche. Bei meinem Bontrager Elite Flaschenhalter sitzt das Takuin mit seinen 25,5 cm Umfang / 7,4 cm Durchmesser recht eng, der Elite Cannibal XC bietet etwas mehr Platz. Eine entsprechender Nut hält das Case noch mal extra fest. Es gibt aber durchaus Flaschenhalter die für das Case zu schmal sind!

Wer mehrere Räder fährt, kann mir dem Elite Tool Case schnell die benötigten Werkzeuge von Rad zu Rad wechseln. Tool raus, Tool rein. Wie mit einer normalen Trinkflasche. Allerdings verliert man auch genau das, ein Platz für einen Trinkflasche. Fürs Pendeln oder die kleine Sonntagsrunde kein Problem, da reicht eine Trinkflasche locker aber so eine Hitzeschlacht wie 2019 in Köln erfordert mindestens zwei Flaschen.

Vorteile
– Sachen lassen sich organisiert verstauen
– Organisationselement kann entfernt werden um mehr Platz zu erhalten
– lässt sich leicht zwischen mehreren Rädern wechseln

Nachteile
– passt nicht in jeden Trinkflaschenhalter

Der Beitrag ist nicht von Elite gesponsort oder steht mit irgendeinem Sponsoring im Zusammenhang.

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Beine Rasieren, warum?

Haare im Gesicht sind im Trend, auch im Radsport. Rick Zabel fuhr den Giro anstatt mit Vollbart dieses Jahr mit Schnurrbart, Team Kollege Matthias Brändle zog nach. Movember im Oktober 😉

Aber schaut man auf die Beine im Profi-Peloton, da findet man kaum ein Haar an den Beinen. Beine rasieren und Radsport das gehört irgendwie zusammen, aber warum?

Warum?

Beine rasieren macht schneller! Ja es ist so, man hat in Windkanaltests herausgefunden, bei einem 40 Kilometer Zeitfahren, spart man im Schnitt 50 Sekunden. Wahnsinn, das wären bei 40kmh ganze 1,4%. Natürlich kann man nun anführen, am Ende zählt jedes Detail, aber der wahre Grund für die Rasur der Beine ist es meiner Meinung nach nicht.

Ich sehe die Hauptgründe allerdings zum einen im Bereich Massagen und zum anderen beim Thema Verletzungen. Die Massage nach dem Rennen mit behaarten Beinen kann zu unangenehm „ziepen“ führen, zum anderen kann es Haarwurzelentzündungen verursachen. Kommt es zu einem Sturz, können sich Haare in der Wunde verwachsen und den Heilungsprozess negativ beeinflussen.

Das Peloton sieht aber den Hauptgrund wahrscheinlich in der Ästhetik, es sieht geiler aus. Durch die Rasur sind die Konturen der Beinmuskulatur deutlicher zu sehen und wirken besser.

Laut Velominati Regelwerk heißt es, in Regel 33, „Shave your guns

Legs are to be carefully shaved at all times. If, for some reason, your legs are to be left hairy, make sure you can dish out plenty of hurt to shaved riders, or be considered a hippie douche on your way to a Critical Mass. Whether you use a straight razor or a Bowie knife, use Baxter to keep them smooth.

https://www.velominati.com/#33

Und ich?

Beine Rasieren, nicht bei mir

Ich selbst fahr mit Wolle, meine Gründe dafür
1.) keine Lust auf die Arbeit
2.) verkrafte die 1,4% in den Jedermannrennen noch gerade so
3.) werde nach den Rennen nicht massiert
4.) plane nicht zu stürzen