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Rapha Festive Whatever

Jedes Jahr zwischen Weihnachten und Silvester lädt die Radsportbekleidungsmarke Rapha zur #festive500 ein. Die Aufgabe, fahre 500 Kilometer in den 8 Tagen vom 24. Dezember bis 31. Dezember. Es gibt neben virtuellem Ruhm ein Aufnäher und es birgt den positiven Nebeneffekt die Festtagskalorien direkt wieder los zu werden.

2018 bin ich mit Malte und Christian 3 Tage die Mosel entlang. Bei feinstem Kackwetter haben wir gemeinsam die 500 Kilometer für die Festive gesammelt. 2019 dachten wir das geht doch auch in zwei Tagen. So ging es auf die Runde Düsseldorf – Bastonge – Düsseldorf. Eine herrliche Tour mit Malte, Christian, Stefan, Sebastian und Janosch bei kalten aber überwiegend trockenen Bedingungen. 2020 war die Gruppenausfahrt klar gestrichen, das gehört zur Reduzierung der Kontaktpersonen für mich dazu. Wer weiß was sich wer wo über Weihnachten eingefangen hat.

Festive500... Festive Whatever

Festive500… Festive Whatever? Ohne Gruppetto fehlte auch irgendwie die Lust. Zwar durfte das Rad mit zur Familie aber um es mit den Worten eines Kumpels zu sagen, „das Jahr ist aufgebraucht„. Ich sammelte 160 Kilometer in den ersten 5 Tagen, das Wetter spielt einem in die Karten und liefert beste Ausreden, fieser Wind, Regen, Schnee. Außerdem gibt es dieses Jahr eh kein echten Aufnäher, sondern nur einen virtuelles Abzeichen, dieses Jahr ist aufgebraucht!

Ein Case mit viel Platz
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Elite Tool Case ‚Takuin‘

Wohin mit dem Werkzeug, Ersatzschlauch und Luftpumpe? Trikottaschen? Satteltasche? Oder zu Hause lassen?

Ich habe alle Varianten schon ausprobiert, zu Hause lassen fühlt sich komisch an. Jede Glasscherbe könnte der Endgegner sein. Ich startete mit der klassischen Satteltasche. Sehr praktisch. Nur am Aerohobel kam es zu Konflikten mit dem Rücklicht. Im Sommer wenn die Tage länger sind aber durchaus eine Option. Ich vertraue auf die Silica Premio. Bis auf die Luftpumpe geht da alles rein. Alternativ geht auch richtig viel in die Trikottaschen. Eine Tasche fürs Handy, eine für Werkzeug, Schlauch und Luftpumpe und eine fürs Essen. Perfekt! Zum Pendeln und für die One-Bottle Strecken ist das Elite Case Tool „Takuin“ (UVP 30,95 Euro, Straßenpreis ca. 20 Euro) ideal. Zwar verliert man einen Platz für das zweite Bidon aber man gewinnt dafür eine organisierte Transport für Luftpumpe, Ersatzschlauch, Werkzeug. Selbst die Windweste und ein Gel finden noch Platz.

Elite Case Tool, geschlossen

Das Elite Case lässt mittels Reißverschluss aufklappen und man gelangt so schnell und einfach an alles. Um mehr Stauraum zu bekommen kann man den Organizer dank Klettverschluss heraus nehmen. Ich transportiere in dem Elite Case zwei 28er Continental Race Schläuche mit 60er Ventil, eine Lezyne Sport Drive HP Luftpumpe (17 cm), das Hexus X Miniwerkzeug von Topeak, eine CR2032 Batterie, ein Gel, etwas Bargeld und meine EC Karte. Je nach Wetter packe ich nur noch eine Santini Windweste dazu.

Platz findet die Flasche in den üblichen Trinkflaschenhaltern. Ich packe sie immer an die Sattelstange, so ist der Flaschenhalter am Oberrohr frei für die echte Trinkflasche. Bei meinem Bontrager Elite Flaschenhalter sitzt das Takuin mit seinen 25,5 cm Umfang / 7,4 cm Durchmesser recht eng, der Elite Cannibal XC bietet etwas mehr Platz. Eine entsprechender Nut hält das Case noch mal extra fest. Es gibt aber durchaus Flaschenhalter die für das Case zu schmal sind!

Wer mehrere Räder fährt, kann mir dem Elite Tool Case schnell die benötigten Werkzeuge von Rad zu Rad wechseln. Tool raus, Tool rein. Wie mit einer normalen Trinkflasche. Allerdings verliert man auch genau das, ein Platz für einen Trinkflasche. Fürs Pendeln oder die kleine Sonntagsrunde kein Problem, da reicht eine Trinkflasche locker aber so eine Hitzeschlacht wie 2019 in Köln erfordert mindestens zwei Flaschen.

Vorteile
– Sachen lassen sich organisiert verstauen
– Organisationselement kann entfernt werden um mehr Platz zu erhalten
– lässt sich leicht zwischen mehreren Rädern wechseln

Nachteile
– passt nicht in jeden Trinkflaschenhalter

Der Beitrag ist nicht von Elite gesponsort oder steht mit irgendeinem Sponsoring im Zusammenhang.

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Beine Rasieren, warum?

Haare im Gesicht sind im Trend, auch im Radsport. Rick Zabel fuhr den Giro anstatt mit Vollbart dieses Jahr mit Schnurrbart, Team Kollege Matthias Brändle zog nach. Movember im Oktober 😉

Aber schaut man auf die Beine im Profi-Peloton, da findet man kaum ein Haar an den Beinen. Beine rasieren und Radsport das gehört irgendwie zusammen, aber warum?

Warum?

Beine rasieren macht schneller! Ja es ist so, man hat in Windkanaltests herausgefunden, bei einem 40 Kilometer Zeitfahren, spart man im Schnitt 50 Sekunden. Wahnsinn, das wären bei 40kmh ganze 1,4%. Natürlich kann man nun anführen, am Ende zählt jedes Detail, aber der wahre Grund für die Rasur der Beine ist es meiner Meinung nach nicht.

Ich sehe die Hauptgründe allerdings zum einen im Bereich Massagen und zum anderen beim Thema Verletzungen. Die Massage nach dem Rennen mit behaarten Beinen kann zu unangenehm „ziepen“ führen, zum anderen kann es Haarwurzelentzündungen verursachen. Kommt es zu einem Sturz, können sich Haare in der Wunde verwachsen und den Heilungsprozess negativ beeinflussen.

Das Peloton sieht aber den Hauptgrund wahrscheinlich in der Ästhetik, es sieht geiler aus. Durch die Rasur sind die Konturen der Beinmuskulatur deutlicher zu sehen und wirken besser.

Laut Velominati Regelwerk heißt es, in Regel 33, „Shave your guns

Legs are to be carefully shaved at all times. If, for some reason, your legs are to be left hairy, make sure you can dish out plenty of hurt to shaved riders, or be considered a hippie douche on your way to a Critical Mass. Whether you use a straight razor or a Bowie knife, use Baxter to keep them smooth.

https://www.velominati.com/#33

Und ich?

Beine Rasieren, nicht bei mir

Ich selbst fahr mit Wolle, meine Gründe dafür
1.) keine Lust auf die Arbeit
2.) verkrafte die 1,4% in den Jedermannrennen noch gerade so
3.) werde nach den Rennen nicht massiert
4.) plane nicht zu stürzen

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Tour de France 2020

Es ist fast September… Zeit für die Tour de France… äh was? Ja ja… Corona schüttelt den Rennklander durcheinander, Grand Tours Spätsommer, Klassiker im Herbst aber immerhin ist die lange Pause im Frühjahr / Sommer geschafft!

Heute am 29.08. startet in Nizza die 107. Tour de France, 3484 Kilometer an 21 Tagen. Start, alle Etappen und natürlich das Ziel befinden sich in Frankreich, der größte Teil davon in der südlichen Landeshälfte. Auf die Kletterer warten Alpen, Zentralmassiv, Pyrenäen, Jura und Vogesen. Neben bekannten Anstiegen ist auch viel neues dabei, 12 der 35 Etappen Orte sind zum ersten Mal dabei!

Neben den Favoriten Bernal, Roglic und Buchmann geht es für 173 weitere Fahrer aus 22 Teams auf 21 Etappen durch Frankreich.

• 9 Flachetappen
• 3 hügelige Etappen
• 8 Gebirgsetappen
• 1 Einzelzeitfahren (vorletzte Etappe)

Erholen können sich die Fahrer an den Ruhetagen am 07.09. und 14.09. Nach dem Zeitfahren am 19.09.wartet am 20.09. das Finale auf der Champs-Élysées auf die Profis.

Im Nacken der Tour sitzt die Corona Pandemie, harte Sicherheitsmaßnahmen sollen das schlimmste, den Abbruch der Tour verhindern. So sind alle Teams schon 10 Tage vor der Tour von „externen“ abgeschirmt, Zuschauerzahlen vor Ort stark begrenzt und regelmäßige Test an der Tagesordnung. Sollte es doch zu Corona Fällen kommen, reichen zwei Fälle innerhalb von 7 Tagen in einem Team um das gesamte Team auszuschließen!

Auch dieses Jahr gibt es leider keine Tour de France für die weiblichen Fahrer. Lediglich ein 96 Kilometer langes Rennen um Nizza wird am Rande der Tour ausgetragen. Schade das die ASO und alle Sponsoren da nicht mehr auf die Beine gestellt bekommen.

Bewegte Bilder zur Tour gibt es via Eurosport, GCN, der ARD (täglich ab ca. 16 Uhr), ONE oder auf sportschau.de.

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Mit dem Rad in den Sommerurlaub

Der Sommerurlaub stand an, Ferien auf dem Bauernhof. Ziel westliche Eifel nahe der luxemburgischen Grenze. Was liegt da näher als mit dem Rad vor zu fahren und sich von der Familie einholen zu lassen. 205 Kilometer knapp 2000 Höhenmeter klingt spaßig, auf geht es!

Mit dem Fahrrad in den Sommerurlaub in die Eifel. Die Strecke und das Profil.

Alles schläft nur einer Wattnert

Um 5:30 ging es auf bekannten Routen durch die schlafende Stadt, nach Neuss, leichter Niesel, kräftiger Gegenwind. Hochmotiviert flott durch Ramrath und vorbei an Neurath. Der frische Brötchen Duft lockte mich in Bedburg zum ersten Stopp nach knapp 40 Kilometern. Käsebrötchen und Rosinenmürbchen und erstmal raus aus der Stadt.

Alles nur für die Kohle

Kurz hinter Bedburg beginnt der Terra Nova Speedway, eine alte Abraumbandtrasse zwischen dem Tagebau Bergheim und Hambach, kurze Frühstückspause und dann auf zum Tagebau. Kurz vorm Aussichtspunkt in den Tagebau, am Ende des Speedway, roch es nach Rennen. Schwalbe Fähnchen, Rose Zelte… es wurde für das CoronaChrono Zeitfahren aufgebaut, ich fuhr bestimmt eine Top 10 Zeit aber wahr wohl zu früh. Noch keine Zeitnahme 😉

Vom Aussichtspunkt ging es weiter zum Forum Terra Nova. Hier hat man einen weiten Blick über den Tagebau. Schon ein riesiges Loch und alles nur für die Kohle. Es ging noch ein Stück am Tagebau entlang und dann weiter südlich Richtung Nörvenich.

Wind, Gegenwind, Windschatten…

Es rollte gut, knapp 60 Kilometer in der Kette, doch irgendwie kam der Wind von hinten, ich guckte auf den Wahoo… scheinbar war das Piepsen bei Abweichungen von der Route aus. 1 Kilometer in die falsche Richtung was soll es, jetzt wo der Wind wieder ins Gesicht bläst passt die Route auch wieder. 145 Kilometer to go ?

Im Windschatten hinter dem Traktor mit Heu Anhänger

Nach knapp 80 Kilometern überholte mich in Vettweiß ein Traktor mit einem Anhänger voll Heu… was eine Gelegenheit. Kurz reinhauen und dann etwas im Windschatten ausruhen. Nur Schade das sich unsere Wege schon nach 2 Kilometern trennten.

Willkommen in der Eifel

Kaum war der Kollege weg wurden die Straßen enger und es wurde richtig hügelig. 85 Kilometern auf der Uhr, bis hier her war ich erst 370 von „geplanten“ 1950 Hm geklettert. Aber so sollte es nicht bleiben, es ging immer wieder knackig hoch und wieder runter. Die Eifel 😉 Für die nächsten 370 Hm brauchte es dann nur noch 20 Kilometer. Zusammen gefasst kann man sagen nach halber Strecke die halbe Menge an Höhenmeter geschafft… aber der Teufel steckte im Detail.

Nach einer flotten Fahrt ins Tal machte ich nach ca. 110 Kilometern in Gmünd eine kurze Pause. 10 Uhr, 4,5 Stunden unterwegs, Zeit für neues Wasser und etwas Gebäck für die nächsten Anstiege, wer weiß wann die nächste Gelegenheit zum Auffüllen kommt.

Ich dachte mir, wenn das so weiter geht war ich zu Beginn im Flachland wohl zu spritzig unterwegs. Aber was nützt das Jammern, weiter geht es, rauf und runter immer wieder. Was soll man auch erwarten wenn die Orte so Namen tragen wie „Sch-Leiden“?

Letzte Pause

In Berk rollte es sich gerade bequem bergab, ein Bäcker…ein Bäcker? Im Kopf dauerte es was, doch dann bremsen, umdrehen und rein in die urige Backstube. Es gab nicht mehr viel. Zucker Zucker… Ach ja zwei Donats, noch neues Wasser und kurzen Status an die restliche Familie. Noch 75 Kilometer.

Windschatten geliehen

Mitten im Wald, auf einer für die Eifel relativ ruhigen Landstraße, auf der nur ab und an ein paar PS Proleten ihre Golf GTIs und Opel Corsas durchnudelten (okay es waren drei Porsche und ein Lamborghini), hörte ich dann einen Freilauf, meiner war es nicht. Ich nahm direkt raus. Auf einen Lutscher hatte ich mal überhaupt kein Bock. Aber der vermeintliche Lutscher kam neben mich grüßte freundlich und gab mir Windschatten. Leider nur 3-4 Kilometer, da bog er rechts ab und ich musste alleine weiter. Aber nette Abwechslung.

Trasse gefunden

Nach knapp 170 Kilometern ging es in Pronsfeld, trotz des Versuchs mich durch wirre Baustellenabsperrungen davon abzuhalten, auf den Enztal Radweg, dort kreuzt auch der Eifel-Ardennen-Radweg und der Prümtal-Radweg. Der Enztal-Radweg ist eine ehemalige Trasse der Westeifelbahn, die seit 1996 zum Radfahren lockt. Aber all die Trassenfreude begann erstmal mit einem moderaten Anstieg von 1,5%. Meter für Meter. Nach 10 Kilometern drehte sich das Spiel in Atzfeld und es ging moderat bergab. In Üttfeld Bahnhof führte die Trasse direkt auf eine Schaukel zu und was liegt da näher als kurz umzusatteln und eine Schaukelpause einzulegen. Die Trasse führte 12 Kilometer moderat mit 1,5% bergab, perfekt um noch mal richtig zu #ballern. Der Wahoo zeigt zwischenzeitlich 50+ an und Spaaaaß drückte die vorherigen Anstiege und den nervigen Gegenwind aus dem Sinn.

Der letzte Hügel

In Neuerburg ging es leider runter von der Trasse noch 30 Kilometer. Der Radweg führte seltsam parallel zur Straße und auch immer mal wieder auf die enge Landstraße. Tendenz bergab aber irgendwo sollte am Ende noch ein Hügel warten. Und zack da war er… zäh zog es sich 5 Kilometer die Straße hoch. Von Mettendorf bis Hommerdingen. Wahrscheinlich Kategorie lächerlich, aber ich spielte – nach dem Tag in den Beinen – mit dem Gedanken aufs kleine Blatt zu wechseln 😉
Doch wo es hoch geht, geht es auch wieder runter, die letzten Kilometer hieß es ausrollen.

Nach 211 Kilometern, 7,5 Stunden auf dem Rad war es geschafft, das Ziel „Landgasthaus Hoffmann“ war erreicht!

Nackte Zahlen

Zahlen Eifel, Sommerurlaub 2020
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Vuelta, Giro, Tour…

Vuelta, Giro, Tour… dieses Jahr ist alles anders. Corona stoppte früh den Rennkalender, Termine wurden verschoben, noch mal verschoben abgesagt das traf nicht nur uns Normalos sondern zog sich durch bis zur Elite.

Die großen drei, Vuelta, Giro und die Tour hat die UCI zum größten Teil in Absprache mit den Veranstalter und im Rahmen der Möglichkeiten in das letzte Jahres Drittel gestopft. Anstatt Anfang Mai bis Anfang September heißt es jetzt Ende August bis Mitte November. Das wirkt sich natürlich auf den gesamten Rennklander aus und lokale Veranstaltungen wie die Deutschland Tour oder der Münsterland Giro haben keinen Platz mehr im Kalender.

Der Rennkalender
01.08. Strade Bianche
08.08. Mailand-Sanremo
05.08. – 09.08. Polen Rundfahrt
12.08. – 16.08. Critérium du Dauphiné
23.08. Nationale Strasenmeisterschaften
– 29.08. – 20.09. Tour de France (anstatt 27.06. 19.07.)
30.9. La Flèche Wallonne
– 03.10. – 25.10. Giro de Italia (anstatt 09.06. – 31.05.)
– 03.10. CyclassicsHamburg
– 04.10. Liege – Bastonge – Liege
10.10. Amstel Gold Race
– 18.10. Flandern Rundfahrt
– 20.10. – 10.11. La Vuelta (anstatt 14.08.-06.09.)
– 25.10. Paris-Roubaix
– 31.10. Lombardei-Rundfahrt

Alle Termine

Für den Radsport Fan daheim die Gelegenheit sich das Eurosport Monatsabo für 3 Monate a 6,99€ zu holen und so alle drei großen Rundfahrten im Wohnzimmer zu haben.

Für den Fan an der Strecke wird es kniffliger, kann man hinfahren? Findet die Jedermann Version statt? Wie sind die Regeln vor Ort? Möchte ich das Risiko eingehen?

Eine spannende Zeit, ich selbst wollte beim Start der Vuelta in Utrecht dabei sein, der fällt aufgrund der Pandemie und dem neuen Rennklander aus. Gleichzeitig findet angeblich die verschobene Austragung der Jedermann Version von Lüttich-Bastonge-Lüttich, bei der ich starten wollte, statt. Ich bin gespannt und werde, wenn ich nicht auf dem Rad sitze, die Rennen via Eurosport verfolgen. Allez Allez!

Fietselfstedentocht 2020 Corona Edition
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Fietselfstedentocht 2020 – Corona Edition

Am Pfingstmontag ist ganz Friesland auf dem Rad und fährt durch die Fietselfstedentocht durch die 11 friesischen Städte Bolsward, Harlingen, Franeker, Dokkum, Leeuwarden, Sneek, Ijlst, Sloten, Stavoren, Hindeloopen und Workum.

Fietselfstedentocht Route

Ursprung dieser Rundfahrt ist das 1909 zum ersten Mal ausgetragene n Natureis-Langstreckenrennen im Eisschnelllauf durch Friesland, die Elfstedentocht.

Mit 15.000 Startern verschiedenster Art von gemütlich bis flott, von jung bis alt, alleine oder im Tandem, in Spandex oder Flipflops eigentlich immer ein Garant für riesig Spaß auf dem Rad und an der Strecke.

Fietselfstedentocht ohne Corona sieht es so aus
So sieht es ohne Corona aus

Eigentlich, dieses Jahr wurde die Veranstaltung aufgrund des Corona Virus abgesagt. Nun ist es aber schon Tradition das wir Pfingsten bei der Familie in Friesland sind und ich „mal kurz“ ne Runde mit dem Rad drehe und alte Tradition brechen, soll man nicht. So ging es Pfingsten mit dem Rad im Gepäck nach Friesland.

Das kleine Schwarze war zum Wellness beim Radsportladen meines Vertrauens. So kam das Winterrad zum Einsatz. Gut wenn man mehrere Räder zur Auswahl hat.

Da ich befürchtete das mehrere auf die Idee kommen die Fietselfstedentocht selbstorganisiert zu fahren, entschied ich mich Sonntag anstatt Montag zu fahren – passte auch privat besser ;-). Der Blick auf den Wind sagte Nord/Nord Ost mit 15-25kmh an, also Standard Route und die letzten 60 Kilometer Gegenwind oder verkehrt herum und die letzten 40 Kilometer Rückenwind? Bei geplanten 235 Kilometern entschied ich mich für den Rückenwind zum Abschluss.

Um 5:45 ging es los, etwas später als geplant aber dafür mit Kaffee und Frühstücksbrot von der lieben Frau. Los ging es nicht wie üblich in Bolsward, sondern in Franeker, ersparte die Anreise. Von Franeker ging es nach Harlingen und weiter nach Bolsward. Quasi auf den Spuren gern gefahrener „Hausrunden“.

Nach einer Stunde erreichte ich Bolsward, es war wie leergefegt, wie ausgestorben. Aber viele der gelben „Fietselfstedentocht“ Fahnen schmückten die Stadt und so fühlte es sich wenigstens etwas nach richtiger Fietselfstedentocht an.

Ich ließ Bolsward zügig hinter mir, wie zuvor kein Stempeln, kein Anstellen. Es ging weiter nach Süden über Workum bis nach Hindeloopen ans Ijsselmeer. Immer mal wieder kamen mir Grüppchen entgegen, mal 6, mal 10 aber auch ein zwei größere. Vielleicht die gleiche Idee wie ich gehabt? Ich folgte weiter einsam der Route, verkehrt herum wollte wohl keiner fahren. Einsam aber gut gelaunt ging es durch die schöne Landschaft, ich hatte das Gefühl man nimmt mehr wahr als wenn man „normal“ auf Fietselfstedentocht geht. In Oudemirdum drehte ich dem Ijsselmeer wieder den Rücken zu und es wurde waldig. Ich passierte das Waldgebiet „Starnumanbossen“ und gleizeitig mit 4m über Normalnull, den höchsten Punkt der Tour.

Nach kurzer Pause in Sloten ging es über Ijst und Sneek zurück nach Bolsward. Hier ist quasi die Mitte der wie eine Acht gezeichnete Route. Start, Halbzeit und Ziel sind normalerweise in Bolsward. Für mich war in Bolsward der Jumbo Supermarkt. 12 Minuten zu früh um 9:48 stand ich vor der Tür. Zwangspause bis der Supermarkt öffnete, dann schnell im mir unbekannten und somit völlig unübersichtlichen Jumbo alle Gänge dreimal nach was essbarem abgrasen zur Kasse und raus. 200g Erdnüsse, Wasser, Cola, Stropwaffeln und Smoothie einverleiben, den Rest verstauen und zack 10:32 Uhr also hopp hopp weiter geht’s es warten noch 114 von 235 Kilometern.

Mittlerweile saßen im Zentrum von Bolsward hier und da ein paar Fahrer, aßen was oder machten eine Pause. Von Bolsward ging es in nördlicher Richtung auf nach Leeuwarden. Wie vermutet kam nun der Teil mit dem Gegenwind. Irgendwie fahre ich das Stück Bolsward – Leeuwarden immer mit Gegenwind. Mein Schwiegervater verriet mir nach der Tour, man nennt diesen Abschnitt wohl liebevoll „Hölle des Nordens„. Aber vielleicht sind es auch die Beine nicht der Wind die mich fluchen lassen.

Jammern nützt nix sind ja nur knapp 80km bis zum Rückenwind. Was mir bei der üblichen Fietselfstedentocht mit den anderen 15.000 Leuten nie aufgefallen ist, die Routen Führung nach Leeuwarden ist recht verknotet. Hätte man einfacher haben können. Nach 160 Kilometern war Leeuwarden trotzdem erreicht. Ne Banane on the bike und weiter den Kopf in den Wind. Was ich auf dem Rad nicht wusste nur es waren nur noch 24 Kilometer im Wind. Nach 184 Kilometern von 235 war ich in Dokkum.

Die große Freude den Dreckswind hinter mir gelassen zu haben und Gewissheit der 30er Schnitt ist sicher, beflügelt mich und als ab Holwerd der Wind dann auch von hinten schob konnte ich noch mal letzte Reserven ins Pedal drücken. So flog ich die letzten 40 Kilometer mit einem 36er Schnitt nach Hause.

Fietselfstedentocht geschafft!

Nach 7:40 Fahrzeit war meine 4. Fietselfstedentocht im Sack. Mit Pause war ich 8:44 unterwegs. Keine Stempelkaart, kein einziger Stempel, keine Medaille aber mich erwartete leckerer Kochen. Perfekt!

Fietselfstedentocht der Kuchen danach

Was war das ein Tag. Froh mich entschlossen zu haben die Fietselfstedentocht selbstorganisiert zu fahren und schon etwas stolz das Ding auf dem Winterrad, alleine mit nem Schnitt von 30,8kmh in den Asphalt gebrannt zu haben. Was wäre nur mit dem kleinen schwarzen möglich gewesen 😉

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La Doyenne

La Doyenne, die Älteste, erstmal nur verschoben

Heute wären wir La Doyenne „die Älteste“ gefahren. Allgemein auch bekannt als Lüttich-Bastonge-Lüttich. 1892 starte zum ersten Mal das Rennen durch die wallonischen Ardennen. Mittlerweile ist der Radklassiker das Älteste ausgetragene Eintagesrennen, daher der Name „la Doyenne“ französisch, „die Älteste“.

Ein Saison Highlight auf das mit Ehrfurcht geschaut wurde. 266 Kilometer Ardennen. Und wer schon mal in den Ardennen war, ahnt was da auf einen zu kommt. Kurze knackig Anstiege. Quasi unsere „Sunday Sunrise Ride“ Ausfahrt in böse.

Aber ein Monument des Radsport, belgische Luft, Radsport pur. So was muss man mal gefahren sein auch wenn es weh tut.

Heute wurde es nix. Das Corona-Virus hat nicht nur den Radsport sondern die ganze Welt im Griff. Wenn es gut läuft hat man nur die Kinder daheim und muss mit ihnen das Home Office auf die Reihe bekommen, für einige läuft es aber ohne Beatmungsgerät nicht mehr.

Wir blicken vorsichtig nach vorne, der Veranstalter von Lüttich-Bastonge-Lüttich hat „la Doyenne“ erstmal abgesagt und ist zusammen mit der UCI auf der Suche nach einem neuen Termin. Das trifft neben dem Jedermann Rennen natürlich auch das WorldTour Rennen. Man selbst zweifelt zwar daran das dieses Jahr noch irgendein Event auf der Straße ausgetragen wird aber wer weiß was schon was in 3 Monaten ist, wenn man nicht mal 14 Tage vorhersagen kann.

Wer „La Doyenne“ Corona freundlich fahren möchte, kann sich auf keepmoving.eu registerien und alleine Kilometer sammeln und mit der Lüttich-Bastonge-Lüttich Community teilen. Quasi ein Social Distance Lüttich-Bastonge-Lüttich Ride.

Bleibt gesund, steigt aufs Rad. Macht das beste draus!

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Corona

Den Radsport erwischt das Corona Virus bei der UAE Tour, welche darauf hin am 27. Februar nach der 5. Etappe abgebrochen wurde. Hintergrund waren zwei  mit dem Corona Virus infizierte Teammitglieder welche bei regulären Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus unter Verdacht gerieten. Alle Teams wurden daher unter Quarantäne gestellt, getestet und die Verdachtsälle bestätigt.

Das ist nun 21 Tage her, nun wütet das Virus durch Europa, Italien, Spanien, Österreich und auch Deutschland riegeln immer mehr ab. Keine Schule, kein Kindergarten, kein Theater, kein Kino, Ausgabgssperren und auch alle kommenden Veranstaltungen, so auch die mit Radsport Bezug werden abgebrochen, abgesagt oder verschoben, so traf es u.a. die folgenden Highlights des Frühjahrs:

  • Paris – Nizza (abgebrochen)
  • Tour of Oman
  • Strade Bianche
  • Mailand – San Remo
  • Fleche Wallone
  • BinckBank Classic
  • Liege-Bastogne-Liege (verschoben)
  • Mallorca 312 (verschoben)
  • Giro de Italia (verschoben)

Hier vor der Haustür traf es neben mehreren RTFs auch die Cyclingworld Düsseldorf. Ein herber Schlag für die Veranstalter die vermutlich auf den Kosten sitzen bleiben und nun um ihre Existenz kämpfen und Spenden sammeln.

Absagen welche auch meine Highlights des Jahres aus dem Kalender fallen lassen. Dazu fällt durch die Anordnung des Homeoffice das Pendeln gänzlich weg. Der Alltag ist anders, ein komisches Gefühl eine unbekannte, nie dagewesene Zeit. Aber alles dient der Verlangsamung der Verbreitung des Virus und das ist aktuell der einzige Weg.

Bei der Flucht auf die Runde Rennrad nach dem Tag im Homeoffice mit Kids fragt man sich wie lange geht das noch? Warum treffen sich Leute noch zum Grillen in den Parks? Wann kommt der „Lockdown“ wie in Spanien oder Italien? Wie lange bestimmt Corona unseren Alltag?

Haltet Abstand! Fahrt Rad! Bleibt gesund!

Eifel 205
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Mallorca 312 auf Deutsch: Eifel 205

Einmal im Jahr lockt „Mallorca 312“ tausende Radsportler zur Platja de Muro nach Mallorca. Auf drei Routen (167km, 255km oder 312km) kann man am 25. April die Insel unter die Reifen nehmen. Dieses Jahr sind alle freien Plätze vergeben, lediglich über eine Gesamtpaket aus Hotel und Startplatz kommt man noch an eine Startnummer (ab 399€).

Für alle die sich die Kosten für Starterpaket und Flug sparen oder die eigene Maschine nicht im Flugzeug transportieren möchten gibt es dieses Jahr zum ersten Mal eine deutsche Version von Mallorca 312: Eifel 205!

Eifel 205, 22 August 2020

Der Veranstalter von Mallorca 312, kopiert mit der „Milestone Series“ das erfolgreiche Jedermannrennen von der spanischen Sonneninsel dieses Jahr nach Schweden (Bastad 198) und auch zu uns nach Deutschland. Am 22. August 2020 startet in Prüm das erste Mal „Eifel 205“ auf drei Routen mit Längen von 98, 188 oder 205 Kilometern geht es auf gesperrten Straßen durch die Eifel. Kein Stilfser Joch, aber ein munteres auf und ab. Wer die Eifel kennt, der weiß wie tückisch 2990 Höhenmeter werden können, aber keine Sorge, man kann sich auf der Strecke spontan entscheiden welche Distanz man fahren möchte.

Ich werde mit meinen Jungs zum Spektakel in der „Nachbarschaft“ antreten. Wenn ihr auch Bock habt, lohnt es sich schnell zu sein. Bis zum 8. März kostet die Anmeldung noch 99,90 Euro, die nächste Stufe kostet 109,90 Euro und ab 11. Mai 115 Euro.

Für das Startgeld bekommt ihr Milestones Series Radtrikot (nur bei Anmeldung bis zum 19 Juli), Verpflegung an der Strecke, gesperrte Straßen, technischer Service an den Verpflegungsstationen, Zeitmessung, Besenwagen, Finisher Medaille, Pasta Party, Massage und Physio.

Ach ja Laktat ist auch dabei 😉