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NC4K – Rückreise, das eigentliche Abenteuer beginnt

Dienstag 09.08.2022

Was keiner vorher gesagt hat, das eigentliche Abenteuer beginnt erst jetzt. Die Rückreise! Radfahren können wir, man steigt aufs Rad und fährt… So einfach! Aber wie kommt man vom Nordkap zurück nach Hause?

Am Nordkap fährt am Nachmittag ein Bus, also Rad an den Bus stellen und hoffen es gibt ein Platz! Reservieren bringt nix, ist kein Platz da haste Pech! Ne Stunde vor Abfahrt ging das Gewusel los, Vorderrad raus, Rad rein und hoffen das klappt! Im Bus dann die Ansage wir müssen einmal umsteigen. Oh nee..

Wir erreichten nach knapp 4,5h Alta, von dort gehen verschiedene Flüge und Busse in größere Städte wie Tromsø oder Oslo. Vom Bus ging es zur Suche nach Kartons… Im Baumarkt würden wir fündig und auf der Suche haben wir uns noch ein paar „nicht“ Fahrradklamotten gekauft. Eine frische Unterhose ist wie ein neues Leben (oder wie hieß das Lied noch gleich).

Wir trafen die Spanier Mendez und Mendez (keine Brüder aber der gleiche Nachname), sie halfen uns beim Einkaufen und beim einpacken… richtig gut mit vielen Händen und der Erfahrung der beiden (sie hatten ihre Räder schon gepackt) ging es echt super.

Das Hotel Zimmer teilte ich mir spontan mit Feras, er war immer wieder mal mein Wegbegleiter beim NorthCape4000. So kostete das Zimmer „nur“ 95€ statt 190!

Zwischen Fahrrad einpacken und umziehen versuchte ich noch einen Flug für den nächsten Tag von Alta nach Tromsø zu bekommen und mein gebuchten Flug für Samstag ebenfalls auf morgen umzubuchen. Perfekt 7:00 Abflug! Preislich günstiger als die Busfahrt und eine Nacht in Tromsø und Mittwoch gegen 14/15 Uhr wieder in Düsseldorf bei der Familie ❤️.

21:45 etwas zu essen zu finden war da schon schwieriger aber bei „Erica“ gab es noch was leckeres! Wir stießen auf unsere Leistung an und waren uns alle einig, es war eine großartige Reise mit besonderen Herausforderungen und epischen Momenten, aber es wird ein einmalig Event bleiben!

Mittwoch 10.08.2022

Um 5 Uhr wartete das Taxi, ich schlich mich also kurz vorher wie ein One-Night Stand aus dem Hotelzimmer und ließ Feras zurück.

Es fuhren etwa 10 Taxen zum Flughafen alle mit einem Fahrrad im Gepäck. Wiegen, aufgeben, abwarten. Lange nicht mehr einfach nur gewartet. Kaffee und Brötchen und Zack ging der Flieger sich schon.

30 Minuten später in Tromsø, warten aufs Fahrrad… Es kam dann übers Gepäckband und nicht über den Sperrgepäckschalter (das arme arme Ding). In Tromsø ging das warten dann weiter… Besonders auffällig alle haben es eilig am Check-in, durch die Sicherheitskontrollen zu kommen um dann… zu warten… Ewigkeiten zu warten. Komisch.

Um 14:15 landeten wir in Düsseldorf, ne Stunde später kam dann auch mein Rad. Die Gepäckausgabe am Flughafen Düsseldorf ist das reinste Chaos über all Herren und Frauenlose Koffer. Super langsame Gepäckabfertigung… Furchtbar. Da wurde selbst mir das warten zu anstrengend.

Nach drei Wochen, endlich wieder meine Liebste in den Arm nehmen tat so gut! Spontan gleich zur Schule die Kinder abholen. Große Überraschung ❤️, wussten sie doch nichts davon, dass ich den Flug von Samstag auf Mittwoch umgebucht habe.

Nachtrag:

Das Fahrrad hat die Reise ganz gut überstanden, ein paar Erfahrungsmarkierungen und ne leicht krumme Bremsscheibe.

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NC4K – Tag 17, Sie haben ihr Ziel erreicht

Dienstag 09.08.2022

Von der Sonne geweckt oder so ähnlich. Auf jeden Fall ein herrlicher Start in den letzten Tag. Es ging früh los, 6:30 drehten sich die Pedale. Wir wollten um 11 am Nordkap sein.

Die Fjorde, bin mir nicht sicher ob ich es bereits erwähnt habe, sind einfach traumhaft. Sicherlich hilft das gute Wetter dabei diesen Eindruck zu bekommen. Aber ich kann es jedem empfehlen, musst ja nicht gleich von Italien mit dem Rad anreisen 😉

Erstes Ziel heute war Honigsvåg 50km vom Hotel entfernt. Auf der wunderschönen Route gab es den Nordkap Tunnel… 6,8km lang führt dieser unter dem Meer durch. Mit 9% Gefälle schießt man in den Tunnel um dann ab der Hälfte die 9% wieder hinauf zu klettern. Es ist ziemlich laut wenn Autos an einem vorbei fahren und 6,8km in einem Tunnel sind auch ziemlich lang. Aber es gibt kein Wind. Alles hat etwas Gutes!

Nach dem langen Tunnel folgte noch ein kurzer und Zack war man in Honigsvåg. Zur Tankstelle, der erste Kaffee des Tages eine Kleinigkeit zu essen und dann weiter.

Von Honigsvåg waren es 29 Kilometer bis zum Nordkap. Die Stecke führt eigentlich nur bergauf, zwei längere Anstiege a 6 und 3 Kilometer und ein paar „rolling hills“. Im Anstieg fuhr jeder sein Tempo. Letzter Tag, da hab ich gedacht sparst du dir den kleinsten Gang und drückst noch Mal die Beine leer! Am Ende war ich eine halbe Stunde vor meinen indischen Freunden oben.

Es war unglaublich die letzten 10 Kilometer, man hat es quasi geschafft. Um 11:36 erreichte ich als 136er das Nordkap. Lustiger Zufall, letztendlich ja völlig egal welcher Platz, ist ja kein Rennen.

Von Italien durch die Schweiz, Österreich, Deutschland, Tschechien, Schweden, Finnland und Norwegen. 3800 Kilometer mit dem Fahrrad. Ein cooles Gefühl. Bin noch ganz gerührt während ich diesen Beitrag schreibe.

Am Nordkap trifft man andere verrückte, welche vom NorthCape4000 Event, andere die einfach so unterwegs waren. Auch mein amerikanischer Freund Al erreichte das Nordkap. Man kennt sich kaum aber es ist halt trifft man ein Freund nach langer Zeit wieder. Fotos, bissl Quatschen, was essen und einfach das ganze realisieren. Ich glaub letzteres dauert noch eine Weile!

Zahlen des Tages
87 Kilometer
1453 Höhenmeter
4:07 Fahrzeit
4:40 Gesamtzeit
21,1 Km/h

Insgesamt war ich 18 Tage unterwegs (eine Tour mit 500km bin ich durch gefahren, daher sind es hier nur 17 Beiträge/Tage. Dabei hab ich 3.905,07 Kilometer zurückgelegt und 25.721 Höhenmeter überwunden. Wahnsinnig 🤣

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NC4K – Tag 16 Finland’s Fjorde

Montag 08.08.2022

Von Karasjok ging es… Richtig nach Norden! Zunächst sah die Straße noch aus wie gestern, lange geradeaus und dann ständig auf und ab. Dies änderte sich aber mit der Zeit, Kurven führten uns langsam in die Fjorde.

Bei einem Kaffeestop trafen wir auf einen Motorradfahrer aus Spanien, wir kamen ins Gespräch, er meinte zu der Leistung der Sieger des „es ist kein Rennen“-Rennen, er hätte alleine mit dem Motorrad von Spanien hier her mehr als 9 Tage gebraucht. Ein weiterer, Jeroene, hat gefragt ob er uns in „diesem Rennen“ begleitet kann. Klar! Neues Gesicht, neuen Beine.

An der Küste war die Landschaft wunderschön, einzigartige Szene durch die man da fährt. Das Wetter spielte heute auch mit. Beinah kein Regen! Mein Hinterrad hat sich wieder ein Platten eingefangen, ärgerlich hab ich doch extra die Schwalbe Durano Reifen aufgezogen da diese die super pannensicher sein sollen.

Die Tunnel die wir heute passieren sind schon Mal ein Vorgeschmack für morgen. Lang, dunkel, nass! Aber in der Gruppe sind wir mit unseren blinkenden Lichtern nicht zu übersehen.

Das Ziel war heute Repvåg, eine kleine „Halbinsel“ leicht abseits der Strecke. Viel mehr Möglichkeiten gab es nicht. So landeten wir quasi zufällig in einem kleinen Fischerdorf. Etwas in die Jahre gekommenes, uriges Hotel aber sehr schöne Lage und sehr hilfsbereite Eigentümern.

Zahlen des Tages
186 Kilometer
1213 Höhenmeter
7:55 Fahrzeit
10:13 Gesamtzeit
23,5 Km/h

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NC4K – Tag 15 Headwind Festival

Sonntag 07.08.2022

Yeaaah Regen zum Start, man soll mit dem anfangen mit dem man aufgehört hat!

Die ersten Kilometer bis zum Supermarkt nieselte es nur, aber nach gestern nicht das was man braucht. Am Supermarkt füllten wir unsere Taschen mit Essen auf. Sicher ist sicher!

Nach dem Stopp wurde der Regen mehr, auch nahm der Wind zu, leider kam er dieses Mal nicht von hinten. Fieser kalter Wind von vorne oder von der Seite und Regen. Yeaah!

Al machte den Vorschlag dass wir uns alle im Wind abwechseln, jeder 5 Minuten und dann wird gewechselt. Es „kreiselte“ sich echt gut. Die 5 Minuten im Wind waren gerade in den Abfahrten eisig. Aber gut 5 Minuten fürs Team in den Wind und 15 Minuten vom Team windgeschützt ist schon sehr fair!

In Ivalo stoppten wir zur Mittagspause, 120 Kilometer noch zu fahren, aber man stoppt besser dort wo es auch etwas zu essen gibt. Es gab heiße Schokolade und was warmes zu essen.

Ich zog mir meine Polartec Jacke an und die nicht so „Aero“ Regenhose, damit sollte ich durch den Rest des Tages kommen. Al kam nicht mehr durch den Tag und entschied sich, nach der gestrigen Fahrt durch die Hölle und dem grauenhaften Vormittag, für heute zu stoppen.

Ich hoffe er erholt sich und vielleicht treffen wir uns noch vor dem Nordkap. War ein Spaß mit ihm durch die Gegend zu fahren. Aber keine Sorgen ich bin nicht alleine, Krishna und Sasi begleiteten mich weiterhin.

Mit Al ließen wir scheinbar auch den Regen hinter uns. Es wurde immer weniger. Fast drei Stunden kein Tropfen, selbst die Straße trocknete und die Sonne war hinter den Wolken zu erahnen.

Die Straße jedoch war weniger motivierend, lange gerade Straße mit ein paar Wellen drin. Allerdings zu steil um „Mal eben“ drüber zu rollen. Aber haben wir eine Wahl? Nein!

Gegen 19:30 erreichten wir quitschend das Hotel in Karasjok. Irgendwas am Fahrrad braucht etwas Pflege nach dem vielen Regen. Es gab Abendessen am Feuer, dann eine Dusche!

Zahlen des Tages
189 Kilometer
1294 Höhenmeter
8:20 Fahrzeit
10:29 Gesamtzeit
22,7 Km/h

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NC4K – Tag 13 Rastlos durch Finland

Freitag 05.08.2022

Es ging direkt mit Begleitung los, Al und ich teilten das Zimmer und Krishna und Sashi, die indischen Fahrer trafen wir direkt vor der Wohnung.

So schön das Apartment in Oulu auch war, es gab keine Frühstück. Also erstmal einkaufen!

Die Radinfrastruktur in Oulu ist großartig, wir würden über ein schönen Radweg aus der Stadt geführt.

Leider war das Wetter weniger schön, es fing Recht früh an zu regnen. Aber haben wir eine Wahl? Nein!

Durch den Regen, über die einsamen Straßen Finnlands. Wobei die Hauptstraßen Recht voll waren und man große Teile der Tour aus Sicherheitsgründen nur hintereinander fahren konnte.

Unser erster und beinah letzter Stopp, war nach 40 Kilometer. Der erste heiße Kaffee des Tages.

Nach dem Stopp fing es wieder an zu regnen. Jacke zu und durch! Zwischenzeitlich hatten wir eine Gruppengröße 7 Fahrern, es rollte gut. Auf den großen Hauptstraßen war es schwer dem „Spray“ des Vordermans auszuweichen. Direkt hinter dem Vordermann war es kaum auszuhalten.

Ich ging in die Führung, James folgte mir und ich hatte das Gefühl es rollt super gut. Allerdings verloren wir den Rest der Gruppe. Scheinbar war ich zu schnell unterwegs. Ich sah nur James hinter mir und dachte, okay die anderen sind hinter mir. Dem war leider nicht so, es gab etwas Diskussionsbedarf weil die anderen sich angehängt fühlten aber es konnte alles geklärt werden. Sicherlich war da auch etwas der Hunger und der Regen Schuld. Die letzten Tage funktionierte die Gruppe ja auch super.

150 Kilometer nach dem ersten Stopp hielten wir an einem kleinen Park. Fragten dort nach Kaffee und hatten Glück. Der Mann vor Ort machte uns Kaffee und bat uns rein. Es stellte sich heraus, es war die private Unterkunft des Mannes, kein öffentlicher Park.

Wir waren begeistert von der Gastfreundlichkeit. Kaffee, Kuchen, Saft, Joghurt alles wurde aufgetischt. Wir wussten zünden Zeitpunkt allerdings nicht, das der Mann 10€ pro Nase für deine Gastfreundlichkeit habe wollte. Komische Wende, aber egal wir hatten Kaffee und fühlten uns dort für die letzten 40 Kilometer.

Am Polarkreis angekommen, war der Checkpoint bereits geschlossen. Unklar warum man einen Ort wählt der nur von 10-16 Uhr geöffnet hat, wenn direkt nebenan ein Hotel mit einer 24h Rezeption ist.

Check-in, lecker Abendessen und dann ab ins Santa Clause Cottage. Sehr sehr touristisch hier, ähnelt ein wenig einem Center Parcs.

Zahlen des Tages
234 Kilometer
774 Höhenmeter
9:14 Fahrzeit
11:49 Gesamtzeit
25,3 Km/h

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NC4K – Tag 12, Regen ist flüssiger Sonnenschein

Donnerstag 04.08.2022

Nach einem super Frühstück ging es wieder gemeinsam los, James ist von seiner Unterkunft, ca. 10km vor unserer, zu und geradelt und zu fünft ging es los.

Die Straßen waren noch nass und es fing Recht bald wieder an zu regnen. Aber wir haben keine Wahl! 270 Kilometer wollen gefahren werden also weiter immer weiter! Der Regen ließ nach, der Regen wurde wieder stärker. Wenigstens war es nicht kalt.

Die erste Pause nach 50km war herrlich, Kaffee für alle! Ach ja Kuchen bzw. Gebäck natürlich auch.

Die Landschaft in Finnland ist wahnsinnig grün aber nicht besonders abwechslungsreich. Es wirkt als wäre man gerade eben schon Mal hier gewesen.

Es wurden weniger Verpflegungstationen, so hielten wir erst nach 100 Kilometer für das erste Mal richtig essen auffüllen. Wir füllten die Vorräte auf und unsere Bäuche.

Immerhin stellte sich der Regen ab und die Sonne kam mehr und mehr heraus. Mit dem Rückenwind wurde Nahe zu heiß. Beinlinge, Armlinge… Alles aus…

In der Gruppe gab es viel Abwechslung, sein es die Führung der Gruppe oder die Möglichkeit sich zu unterhalten. Oder man geht in den Wind und führt „alleine“ und in Ruhe. Brauchte ich ab und an auch Mal.

Zwischenzeitlich war der Verkehr grausam. Viele LKWs unterwegs, deutlich mehr Verkehr als in Schweden. Vermutlich einfach weniger Straßen, dann sammelt sich der Verkehr natürlich.

Die letzten 50 Kilometer zogen sich.. irgendwie ist das Ende immer zäh. Scheinbar besonders wenn du schon 220 Kilometer auf der Uhr hast. Das Grupetto wird leiser, jeder arbeitet für sich gegen die Kilometer. Ich deckte irgendwann die Anzeige der verbleiben Kilometer ab und versuchte einfach gleichmäßig zu pedalieren.

30 Kilometer vor Oulu war ein privat organisierter Kaffee & Kuchen Stopp. Großartig wir waren alle längst bereit für ein Kaffee. Und genossen diese Gastfreundschaft. Kaffee, Kuchen, neues Wasser. Noch ein par Fotos, kurz etwas Quatschen und motiviert ging es weiter!

Irgendwann wurde es urbaner. Ein guter Radweg führte uns nach Oulu. Um 21 Uhr erreichten wir Oulu. Direkt am Apartment war ein Italiener, wir gönnten uns Bier und Pasta zum Feierabend!

Zahlen des Tages
262 Kilometer
615 Höhenmeter
10:29Fahrzeit
12:55 Gesamtzeit
25,9 Km/h

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NC4K – Tag 11, Gruppenausfahrt

Mittwoch  03.08.2022
Wie am Vortag abgesprochen fuhr unsere Gruppe aus James, Krishna, Al und mir zusammen los.

Es wurde wild gequatscht, etwas viel für meine müden Ohren, ich reihte mich hinten ein und irgendwan ging es auch. Vielleicht war ich einfach noch müde.

Nach etwa 20 Kilometer kam das versprochenen Gravel Stück, wobei es größtenteils nur leichter Schotter war.

Es rollte gut, auch Dank Rückenwind. Diesen Wind will aber auch keiner von vorne erleben. Nach etwa 70km erreichten wir ein kleinen Imbiss, es gab Kaffee und Omlet. Das Omlet war großartig, die Mündigkeit war verschwunden und ich fühlte mich super!

Die Landschaft war sehr langweilig, da tat die Abwechslung in der Gruppe gut. Es kristallisieren sich unterschiedliche Fahrer Typen raus. Aber man kommt zurecht.

Das Wetter klarte auf, eine Temperatur Anzeige draußen sagte es einen 17 Grad, naja fühlte sich eher wie 12 an.

Das Hotel in Kustinen war super, netter Service. So wurde extra für uns noch gekocht. Okay „Pommes“ aber nach 250km isst der Radfahrer eh alles.

Zahlen des Tages
137 Kilometer
1276 Höhenmeter
5:32 Fahrzeit
9:14 Gesamtzeit
24,7 Km/h

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NC4K – Tag 9, kurz nach Stockholm

Montag 01.08.2022

Heute nur 130 Kilometer, lohnt sich ja kaum sich aufs Rad zusetzen 😉
Aber die Fähre in Stockholm will ich schließlich bekommen, daher gestern 260km und heute nur 130.

Ging gut los, Sonne war da, Wind kam am Anfang von hinten. Quasi wie von alleine!
Sogar die 30 stand für länger Zeit auf dem Tacho. Essen, trinken ab Board, vielleicht eine Null-Stop Strategie? Und in Stockholm dann entspannt was essen?

Mit Kilometer 100 wurde es dann anstrengend. Kette sprang zwei Mal ab, das Fahrradabteil sah es also ähnlich wie ich! Die Hoffnung, sind Tankstelle! Kaffee, Eis, Zimtschnecke und Cola!

Die erwartete Energie ließ lange auf sich warten. Der Weg nach Stockholm rein zog sich, links, rechts, Brücke hoch, durch den Tunnel… dann noch zwei Mal falsch abgebogen und irgendwann ist man dann doch in Stockholm!

Stempelpunkt war der Radladen Cykelcity. Schöner Laden. Nette Leute. Fragten gleich ob am Rad alles okay sei, ich erwähnte die Nummer mit der Kette und Zack hing das Rad am Montageständer. Ich suchte mir noch ein paar warme Sachen zusammen (hatte ja, an Tag 0, meine Tasche verloren/vergessen) und bin dann mit Feras (#cap195) nebenan Wraps essen gegangen. Bier auf den Tageserfolg und das Leben ein wenig genießen.

Noémie (#cap236) und Camille (#cap235) schossen am Laden vorbei wir riefen sie zurück und am Ende saßen wir alle zusammen am Tisch. Man kennt sich von der Strecke. Herrlich sich auch Mal neben dem Rad unterhalten zu können.

Mit noch ein paar anderen ging es dann über den Supermarkt zum Fähranleger. Der check-in dauerte Recht lang, dürft gefühlt erst alles andere aufs Schiff. Die Räder welch Wunder l
passten dann nirgendwo hin, als einfach auf den Boden. Wir gucken kritisch, aber es kam nur „I have no other solution“, na dann an Deck. Kabine ist perfekt für mich alleine, mit Fenster nach draußen. Es lässt sich aushalten

Ich überlegte ob ich was essen gehe oder meine Snacks aus dem Supermarkt esse. Essen gehen! Kurz, aber dann hab ich mehr essen für morgen 😉

Zahlen des Tages
137 Kilometer
1276 Höhenmeter
5:32 Fahrzeit
9:14 Gesamtzeit
24,7 Km/h

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NC4K – Tag 8, Halbzeit!

Sonntag 31.07.2022

Frühstück erst um 8 Uhr? Perfekt mich Mal führt auf die Straße zu bekommen. Brote hatte ich mir ja am Vorabend geschmiert und die Vorräte ebenfalls aufgefüllt. Also 8 Uhr „Time to Abfahrt“

Frühstück gab es auf dem Rad, Knäckebrot, Brot mit Schmierkäse und Schinken, Nüsse es war alles da. Nur kein Kaffee aber egal erstmal etwas radeln.

Unterwegs traf ich mein Windschatten Franzosen wieder, wir quatschten kurz und führen eine Weile zusammen weiter. Sammelten noch Feras (#cap195) ein und trennten uns dann nach und nach wieder. Aber es tut gut Mal überhaupt jemanden zu treffen. So quatscht man auch Mal eben ne halbe Stunde oder Stunde beim fahren und zack purzeln die Kilometer

Ich traf dann noch auf Noémie (#cap236) und ihre Freundin Camille (#cap235) die beiden Französinen kämpften auch. Alle mit dem Ziel möglichst bald in Stockholm zu sein.

Es rollte sich besser als gedacht. Die Wellen bin ich ganz ruhig im kleinen Gang gefahren, ein wenig Rückenwind half mit. Die Landschaft glich der gestern. Schön aber wenig los.

Am Nachmittag türmten sich wieder dunkel Wolken auf, es wurde windiger das Regenradar sagt es bleibt trocken also kurze Pause und eine Pizza essen bevor es auf die letzten 60 Kilometer geht.

Aus Nörrköping raus, war deutlich mehr Verkehr und auch die Straßen ausnahmsweise Mal schlechter. Aber ich war ja gestärkt und motiviert bald das Hotel zu erreichen. Ein paar Höhenmeter lagen noch auf der Straße aber umso mehr war das Bier im Hotel dann verdient!

Zahlen des Tages
259 Kilometer
1701 Höhenmeter
10:45 Fahrzeit
12:34 Gesamtzeit
24,0 Km/h

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NC4K – Tag 7, schmeiß weg den Scheiß

Samstag 30.07.2022

Bilder folgen noch

Es war so bequem, oh je also dieses frühe Aufstehen fällt mir schwer, dann noch so ein gutes Frühstück. Heute hing es erst um 9 Uhr los.

Es ging nach Ålmhult, IKEAs zu Hause, hier wurde 1958 der erste IKEA eröffnet. Heute findet man hier unter anderem ein IKEA Museum und ein schickes IKEA Hotel.

Im Ort machte ich kurz Pause, etwas Pflege für die Kette und eine Banane für mich.

Es rollte sich anschließend viel besser… Bestimmt! Landschaftlich quasi wie gestern. Felder, Wälder, Seen und auf und ab.

Am Supermarkt machte ich halt, Eis, Zimtschnecke, das übliche halt 😉 als ich los wollte fehlte der Fahrradschlüssel.. Mist… Ich ging zurück in den Läden, suchte alles ab. Der Boden war leider schwarz-weiß gefleckt sprich nicht ideal um einen schwarzen Schlüssel zu finden. Eigentlich war ich mir sicher ihn mit rausgenommen zu haben..ich guckte draußen. Und dann kam mir die Idee… Vielleicht im Müll? Und so war es… Gott sei Dank!
Während der Suche sprach ich mit einem Mann, erklärte was ich mit dem Rad vor hab und er wunderte sich und frug warum ich nicht den Bus nehmen. Herrliche Idee.

Landschaftlich war es wunderschön aber es war keine Menschenseele weit und breit. Auch habe ich den ganzen Tag keine anderen Fahrer*innen des Northcape4000 getroffen. Bin ich richtig?

Etwas gelangweilt, gönnte ich mir dann Musik und rollte immer weiter. Parallel versuchte ich mit Clara eine Unterkunft zu finden aber die sind zum einen rar oder ausgebucht. Auch ist es so auf dem Rad remote nicht so einfach zu gucken, man will ja auch nicht ständig Pause machen und dann am Ende „zu spät“ fürs Hotel zu sein.
Es klappte aber mit einem Zimmer in Eskjö. 2km vom Centrum entfernt. Mit Bad aufm Flur und Gemeinschaftsküche! Perfekt also los zum Supermarkt, paar Nudeln und Pesto holen und fertig ist das Abendessen.