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NC4K – Tag 6, Teil 2, Hej Svergie!

Freitag 29.07.2022

Nach der Tour nach Rostock ging es mit der Fähre weiter nach Schweden, die Fähre war voll. Ich gönnte mit erstmal ein umfangreiches Frühstück und lud dabei die Technik auf. Als ich auf meinen reservierten Schlafsitze wollte, war dieser belegt und ich musste ihn erstmal frei diskutieren. So unendlich bequem war er ja nicht aber immerhin hab ich wohl eine Zeit geschlafen.

Mit Nicole (#143) und Bea (#cap38) rollte ich von Schiff, hinterm Hafen fuhr jeder seinen Weg. Paar Klamotten ausziehen, draußen war es deutlich wärmer als auf dem Schiff. Taschen zuruecht packen oder einfach weiterfahren. Dies und das ausziehen weil es draußen deutlich wärmer war als an Board.

Alleine war ich aber nur kurz, ich hatte Nicole Recht schnell eingeholt. Wir rollten die ersten 30 Kilometer zusammen. Dann stoppten wir ab einem Radladen um Luft aufzufüllen. Ich traf Feras wieder, wir hatten am Hafen in Rostock bissl gequatscht. Er ließ seine Schaltung einstellen.

Nicole und ich fuhren noch ein Stück zusammen und trennten uns dann wieder. Nach meinen Stopp am Supermarkt nach etwa 100km überholte mich Nicole wieder, ich aß noch was und traf sowohl sie erneut, als auch Feras. Hatte was von Katz und Maus 😉

Die Landschaftlich ist hier in Schweden wunderschön, aber man muss gut ausgerüstet sein, ich hatte fast 100 Kilometer ohne richtige Ortschaft in der man etwas einkaufen hätte können. Dafür hab es kaum Verkehr und trotzdem gute Straßen.

In der Dämmerung kommen dann auch die Tiere raus, es knistert und knarzt, ein Igel, ein Fuchs ein paar Rehe. Manchmal sogar Recht unerschrocken, abwartend was da wohl an gerollt kommt.

Gestoppt wurde in Osby, bevor es uns Hotel ginf noch schnell was einkaufen und dann Füße hoch! Feierabend!

Zahlen des Tages
169 Kilometer
791 Höhenmeter
6:59 Fahrzeit
8:01 Gesamtzeit
24,1 Km/h

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NC4K | Tag 6, Teil 1, Frühsport

Freitag 29.07.2022

2:15 der Wecker klingelt… Warme Sachen anziehen und ab aufs Rad. Draußen ist es richtig kalt. Wie wird das bloß in Schweden. Krass. Na hab ja noch ein Trikot und ne Regenjacken übrig, sonst muss ich mir wohl noch was gönnen 😉

Nachts ist es zwar kälter, aber die Straßen sind leer. Auf den 65 Kilometer zum Rostocker Hafen haben mich nur 10 Autos überholt (und nein ich war nicht zu schnell)!

5:15 Uhr hab ich den Hafen erreicht, ein paar haben hier übernachtet, wäre auch ne Idee gewesen. Durchfahren entweder Schiff bekommen oder schlafen und am nächsten Tag ein Schiff nehmen. Aber Schiffe sind wohl teilweiser ausgebucht, keine Ahnung ob das auch Fahrradfahrer betrifft oder nur Autos.

Um 6:45 ging es dann zum Schiff, ich hab noch zwei Fahrerinnen getroffen und wir haben zusammen die Räder festgemacht.

An Board gab es erstmal Frühstück und Kaffee! Da mein Handy die Nacht nicht richtig geladen hat, musste ich bis 10 Uhr an der Steckdose verweilen und dann meinen reserviert Liegestuhl wieder frei diskutieren bevor es endlich etwas Schlaf gab!

Zahlen des Tages (Teil 1)

  • 84 Kilometer
  • 387 Höhenmeter
  • 2:32 Fahrzeit
  • 2:34 Gesamtzeit
  • 25,1km/h
  • 1392km von 3800 (37%)

Teil 2 folgt…

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NC4K – Tag 5, Leg day

Donnerstag 28.07.2022

War das eine Arbeit die Sachen die per Post nach Berlin sind in die vorhandenen Taschen zu packen. Ein paar zivile Sachen unter anderem die Schuhe musste ich zurück lassen. Lieber ne warme Jacke als Straßenschuhe!

Alex und ich frühstückten noch zusammen und dann hieß es für mich Abfahrt! Wieder alleine weiter! Dickes Danke an Alex für die 700km Motivation, jemanden zum quatschen oder auch Mal nicht 🙂 Windschatten…

Heute auf den Programm ein lockerer Tag „Leg day“, kaum Höhenmeter und nur 200 Kilometer. Damit die Beine sich Mal erholen können. Fähre nehm ich dann Freitag früh entspannt, statt Donnerstag Nacht noch am Hafen ankommen zu müssen.

Berlin ist übrigens die Hölle (oder schrieb ich das schon?). Von der Wohnung ging es zum Brandenburger Tor auf die Route zurück und dann raus aus Berlin. Ich glaub das waren Mal eben 20km!

Außerhalb wurde es dann angenehmer, Radwege, ruhige Straßen, kleine Ortschaften und viel Landschaft.

Leider gab es auch schlechte Radwege mit Wurzelsalat und viel Passagen mit Kopfsteinpflaster, grobes Kopfsteinpflaster! Da kann man dann nur über den Gehweg. Auch sehr schmal und auch nicht ideal zu fahren. Wer so was als offiziellen Radweg ausruft ist da selbst nie lang!

Wetter war windig, bin Recht früh auf Armlinge umgestiegen und hab die beinah den ganzen Tag angelassen.

Ein Stopp beim Bäcker, 3 Kuchen ein Kaffee gegen die Müdigkeit. Die meldete sich Mal wieder. Im Radio lief auch eine Meldung und zwar von so Bekloppten die 4000 Kilometer mit dem Rad fahren. Mega cool, das die da im Radio drüber berichten.

30 Kilometer vor meinem Tagesziel Teterow, fuhr ich auf einen Franzosen #cap174 auf, er sprach so gut Englisch wie ich Französisch aber mit Händen und Füßen verständigten wir uns. Beinah 20 Kilometer spendete ich ihn Windschatten. Er selbst sagt irgendwann es tut ihm leid er schafft es im Wind nicht. War mir egal, ich hatte eine Motivation nicht die Beine hangen zu lassen. Perfekt! Muss ja eh in die Richtung ob da einer hinter mir ist oder nicht.

Nach 205 Kilometer erreichte ich Treptow, schnell das Rad abstellen, einkaufen und was essen. Der Grieche neben an gab noch ein Ouzu und ne kleine Flasche Wein aus (die ich nicht Mal halb getrunken habe). Duschen, bissl Social-Media, Telefonieren mit den Liebsten daheim und zack ist es wieder spät!



Per Zufall gesehen ich muss morgen spätestens um 6 Uhr in Rostock sein und nicht wie ich dachte erst um 7 Uhr. Mist… Schnell alles zurecht gepackt, warme Jacke raus, Handschuhe… angesagt sind nur 8 Grad am Morgen. Wecker auf 2:30 Uhr gestellt. „Dein Wecker klingelt in 2 Stunden und 50 Minuten“… Gute Nacht!

Zahlen des Tages
212 Kilometer
566 Höhenmeter
8:12 Fahrzeit
9:25 Gesamtzeit 25,8 Km/h

1331km von 3800km (35%)

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NC4K – Tag 4, all night long

Viel unterwegs, wenig Zeit für die üblichen Blog Beiträge, also nicht wundern wenn es was dauert, die Texte kurzer sind. Bilder fehlen vielleicht auch Mal, da hab ich dann nicht so gutes Internet… Kommt aber alles als Nachtrag!

Mittwoch 27.07.22

Heute ging es von Freudenberg nach Berlin. Es ging gleich mit Höhenmetern los. Juhuuu! Nicht!

Es war ein ewiges auf und ab, dazu gab es in Tschechien teilweise richtig schlechte Straßen. Einige Abfahrten konnte man nur langsam runter, da geht die Anstrengungen für den Anstieg quasi spaßlos verloren.

Gegen Abend waren wir auf der Suche nach einem Restaurant und einer Unterkunft letztere weniger dringend. Gut gegessen fährt es sich auch durch. Die Pizzaria unserer Wahl, lag etwas abseits der Route und als wir dort waren war schon Feierabend.. der gute Mann hat 30 Minuten früher schluss gemacht, weil nix los war. Blöd für uns. Da blieb uns nur der REWE als Quelle (der hatte noch auf!)

Also „Street food“ und dann weiterfahren und abwarten wie es läuft!

Um Mitternacht zog Regen auf, Regen wir stellten uns unter mehreren Tannen verbrachten. Aus den 15 Minuten laut Regenradar würde über eine Stunde. Nach dem Regen war es gefühlt eiskalt auf der Rad. Da sehnt man sich nach Anstiegen!
Rettungsdecke unters Trikot und
strampeln bis es warm wird!

Insgesamt kamen wir erstaunlich gut durch die Nacht. In Begleitung von Fuchs, Jgel und Wild war auch immer was Aufmerksamkeit gefragt. Gegen 5 Uhr legten wir uns eine Stunde auf ne Wiese. Herrlich ich war direkt eingeschlafen. Nach der Stunde ging es weiter. Es war bitter kalt und ganz schön weit bis zu einer Ortschaft mit Frühstück. Mittags müssten wir noch Mal schlafen, also kurz stoppen hinkehen und dann weiter.

In Berlin ging es erst an der Wohnung von der lieben Fritzi vorbei, zum Brandenburger Tor. Dann zu einem Freund von Fritzi ein Paket mit den warmen Sachen abholen und wieder in die Wohnung. Über feinstes Kopfsteinpflaster – unfahrbar! Berlin ist das totale Chaos. Besonders wenn man sich nicht auskennt. Schrecklich vorallem nach 500 Kilometer.

Angekommen gab es noch für jeden je eine Portion Pizza und Nudeln. Kühles Bier und Beine ausstrecken.

Zahlen des Tages
505km
4422hm
23:35 Fahrzeit,
33:53 Gesamtzeit
21,4km/h

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NC4K – Tag 3, Hopfen-Hügel

Heute ging es von München Richtung Norden, ohne Ziel. Mal sehen wie weit Alex und ich kommen.

Aus München raus war easy, ging besser als gedacht immer schön mit einem durchgehenden (meistens) Radweg. Die Sonne knallte schon ordentlich, Schatten war seltenes Gut.

Hinter Freisingen wurde es ländlicher und mehr und mehr Hopfenfelder standen am Rand der Strecke. Umgeben von lauter Hopfen ging es auch ständig rauf und runter. Die Hügel schon ordentlich steil, 12… 14%.. alles dabei. Quasi Starkbier. Aber dafür gab es auch schöne Abfahrten zur Belohnung.

Mittagspause gab es in Elsendorf, auf der Suche nach etwas zu trinken hat Alex ein Edeka gefunden, kurz ein Edeka geplündert, Schuhe aus und entspannen. Perfekt!

Nach Elsdorf ging es hügelig weiter, vermehrt auf Landstraßen aber der Verkehr hielt sich in Grenzen. Alles ganz gut zu fahren, bis auf zwei kleine Baustellen aber bevor wir uns auf die Umleitung einließen einfach weiter fahren!

Sie stecke zog sich, ich merk die Tage zuvor und auch da Mehrgepäck (Alex hatte nur noch Ersatzklamotten mitgebracht, ich hatte meine ja im Zug vergessen).

Das letzte bestimmt 20 Kilometer lange Stück führte über eine ehemalige Eisenbahntrasse. Statt Asphalt gab es zwar nur leuchten Schotter dafür aber auch nur leichte Steigerungen.

In Amberg wollten wir nach eine Unterkunft in etwa 20 Kilometer Entfernung suchen, war aber nicht klar ob wir dann dort noch was zu essen bekommen. Auch hatte uns das Gewitter mittlerweile eingeholt und es fing an zu tröpfeln. Also schnell gucken was in der Nähe ist und so haben wir schon nach 200 Kilometer gestoppt. Dafür mit leckeren Essen und sicherem Schlafplatz.

Morgen steht Tschechien auf dem Programm, nach 100 Kilometern passieren wir die Grenze und haben dann 60 Kilometer Tschechisches Pflaster unter den Reifen… Ziel sind ca. 220/250 Kilometer… Lugau oder Limbach-Oberfrohna

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NC4K – Tag 2, München ich komme

Nach umfangreichen Frühstück in der empfehlenswerten Pension Gabl  ging es um 8 Uhr auf die Strecke, in Pfunds waren die Straßen noch leicht nass, ein paar Wolken hingen auch noch am Himmel. Perfekt für den Start, so wird man nicht gleich gegrillt.

Kurz vor Landeck gönnte ich mir eine Pause an der Tankstelle, das Einkaufen am Vortag fiel ja aufgrund der schon geschlossenen Geschäfte aus und dieses Mal wollte ich mehr essen. Ich traf noch zwei Mitstreiter und wir tauschten uns ein wenig über das was noch ansteht aus.

Die ersten Kilometer waren flach, rollte sich ganz gut aber die Anstieg kamen… nach und nach. An der Fernpass Straße 171 in Imst war die Routenführung nicht so klar, hab daher eine extra runter Höhenmeter eingesammelt.

Genau wie die Sonne. Zwischen den Tälern staute sich teilweiser die Hitze und wenn es dann noch hoch geht, läuft die Suppe nur so runter. Der Anstieg des Tages wartete hinter Telfs bei Kilometer 84 auf uns. 8 Kilometer, 8% bei 8kmh ne Stunde hoch fahren. Mit Gepäck und nur einer Trinkflasche! Die anderen Fahrer kämpften sich auch hoch. Mir lief die Suppe nur so runter. Kein Schatten weit und breit. Aber was will man machen 😉

Nach der Abfahrt, fand ich in Leutasch ein Fußballplatz mit Trinkwasser. Kurz die Flaschen auffüllen, etwas trinken und Wasser übers Gesicht. Bei dem Wetter ist jeder Brunnen ejne Pflicht-Stopp.

Der Plan war mehr zu essen, also richtige Pause kurz vor Mittenwald nach etwa 100 Kilometer. Es gab Salat mit Maishandl und ein alkoholfreies Weizen. Herrlich… Nur weiter muss man ja auch… Mist fühlte sich fast wie Urlaub an.

Kurz hinter der Mittagspause ging es über die Grenze nach Deutschland. Merkt man beinah nicht. Nur die Route führte jetzt eher auf der Landstraße als auf den Radwegen (vermutlich zu grausam). Nach etwas Landtraße ging es über eine kleiner Straße vorbei am Walchensee „die Karibik Bayerns“. Wunderschön.

Vor Bad Tölz stoppte ich an einem Brunnen. Wie gerade jeden Brunnen mitnehmen. Eine Rennradfahrerin machte ebenfalls Pause, wir kamen ins Gespräch. Sie wunderte sich über die vielen vollgepackten Rennradfahrer. Wir quatschten ein wenig, lustiger Zufall sie wohnte eine Zeitlang in Düsseldorf. Die Welt ist klein 😉

Ein Blick auf die Höhenmeter sagten da kommt noch was, 60 Kilometer und noch circa 600 Höhenmeter na dann, noch ein, Ei, ein paar Nüsse und ein Gel! Ausgewogene Ernährung!

Es rollte sich ganz gut, parallel tauschte ich mit Alex, der von Koblenz nach München mit dem Rad unterwegs war, via WhatsApp aus, wann wer wo ist. Es schien als hätte ich die besser Strecke. Um so näher man an München kam um so besser rollte es. Ein kleiner fieser Anstieg wartete noch in Schäftlarn etwa 20 Kilometer vor München. Im Anstieg wurde ich von einem Rennradfahrer überholt und hing mich probt hinten dran. Motivation!

Nach dem Anstieg erstmal Energie-Drink und Eis an der Tankstelle. Die Shell scheint der Treffpunkt für Rennradfahrer zu sein mehrere Gruppen hielten dort. Der Tankwart kannte die Münchener Rennrad Schickeria offensichtlich.

Nach München rein führe es herrlich an der Isar entlang. Hunderte Menschen genossen das Wetter. Nur mitten in München wird es dann als fremder etwas wuselig. Großstädte sind immer chaotisch!

Den Marienplatz erreichte ich aber sicher nach beinah 12 Stunden, davon etwas über 9 im Sattel. Das Team von NorthCape4000 war auch da, so gab es sogar ein Stempel und ein Foto. Yeaah!

Ab ins Hotel, Alex war noch unterwegs. Einchecken, duschen, Füße hoch! Heute hat der Hintern ganz schön gelitten. Mal sehen wie es morgen wird. Nachdem Alex ankam, noch eben was einkaufen und dann war es auch schon reichlich spät.

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NC4K – Tag 1, Endlich geht es los

Um 8 Uhr rollten wir los. Ich fuhr die ersten 100 Kilometer mit Francesco (#cap200). Insgesamt schlängelten sich etwas über 300 Fahrer über die kleinen aber feinen Radwege von Rovereto Richtung Trient.

Die ersten 100 Kilometer nach Bozen waren quasi flach. Die Sonne klemmte hinter den Wolken, es wurde daher nicht so heiß wie erwartet. Nur der Wind war grausam. Volle Kanne Gegenwind. Aber das Grupetto war trotzdem ordentlich am „ballern“. Ob das gut geht?

Nach und nach zerlegten sich die großen Gruppen, der eine hält an um Trinkflaschen zu füllen, der andere will was Essen kaufen oder man nimmt einfach raus weil man noch ein paar Körner für die Anstiege aufheben will.

Francesco (#cap20) verlore ich am Brunnen, dafür fand ich Aleksander (#cap138) zu zweit rollten wir entspannt ein Stück zusammen, wurden von einer Gruppe eingeholt und verloren uns dann alle wieder in Meran. Und so lief es dann immer wieder, eine Gruppe aus drei, vier Leuten. Einmal hängt man sich dran, einmal lässt man sie druch.


Hinter Meran, in Algund ging es kurz und knackig bergauf, die Sonne scheinte mittlerweile auch wieder. Oben kurz die Trinkflasche ausfüllen und noch Mal ne Runde Sonnencreme.

Meine Mittagspause an einem Imbiss habe ich der Hygiene wegen ausfallen lassen. Es gab nur eine Cola als Alternative, die ist wenigstens verpackt. Im Anschluss führte die Route in eine Baustelle. Ein kleiner Umweg und weiter ging es!

Die Route zum Reschenpass war sehr schön, abseits der Hauptstraßen auf überwiegend Radwegen.  Allerdings machte die Sonne früher Feierabend und ein Gewitter löste sie ab.

Der Nieselregen ließ sich noch ertragen aber als das Gewitter so richtig los ging, war natürlich kein Unterschlupf weit und breit um mal kurz zu stoppen und die Regenjacke über zu wwerfen

Als ich die Jacke an hatte war das Trikot schon komplett nass. Aber mit Jacke ging es dann. Mit etwas Hitze durch die teilweise steilen aber kurzen Anstiege und der Sonne (kam noch Mal raus) trockeneten die Sachen wieder Recht schnell.

Vom Reschenpass ging es auf die Norbertshöhe keine Nebenstraße aber man kam gut hoch. Runter noch besser. Sehr schöne Abfahrt, nicht besonders anspruchsvoll, einfach gut zu fahren.

In Pfunds bog ich ab und machte meine erste Pause. Schuhe aus, Bier an!

Netto 213 Kilometer und 2030 Höhenmeter. Mit Anfahrt zum Start und dem Umweg aufgrund der Sperrung waren es 220 Kilometer.

Der Supermarkt in Pfunds machte kurz nach meiner Ankunft zu, daher direkt unter die Dusche, etwas die Beine hochlegen und dann zum Italiener „Va Benne“ ein alkoholfreies Weizen, ein größer Thunfisch Salat und ein Teller Pasta. Die Speicher müssen schließlich gefüllt werden.

Fazit, der Tag war nicht so Nerven aufreibend wie gestern! Es war interessant die Leute kennenzulernen, man hat immer was zu quatschen aber, ja anstrengend war es auch.

Morgen

Morgen stehen 226 Kilometer und 1990 Höhenmeter auf dem Programm, Anstiege des Tages wird der Buchener Sattel in Telfs sein, nach 86 Kilometer warten 8km mit durchschnittlich 7,4% Steigung auf mich.

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NC4K – Tag 0 | Warum ich nicht Bahn fahre

23:24 ging der Zug ab Düsseldorf, tatsächlich wurde es 10 Minuten später. Den reservierten Platz hab ich schnell aufgeben und mich direkt zum Rad gestellt, was sich so gerade eben verstauen ließ. Bis München auch ohne Kommentar.

Der Versuch im Zug zu schlafen gestaltete sich schwierig, hier Mal zwei Stündchen, da ne Stunde aber natürlich nix richtiges. Immer Gewusel, ständig Durchsagen oder übermotiviert fröhliche Kontrollöre die einen wach kontrollieren.

Um 6:24 erreichte der Zug München. Gute Stunde bis der Anschlusszug nach Rovereto fuhr. Strecken, bisschen gehen und ein Kaffee & Croissant und dann stand der Zug auch schon parat.

Wie im Zug nach München war auch der Einstieg wieder spannend, wo kann das Rad hin, nervt es keinen. Gibt es Probleme mit dem Zugbegleiter? Glück gehabt, mein Sitzplatz war im gleichen Wagon wie das Fahrradabteil.

Der zweite Abschnitt von München nach Rovereto schien entlos aber um 12:17 sind wir doch noch angekommen (Planmäßig)

Kaum ist der Zug weg, merke ich mir fehlt eine Tasche…fuck! Die Tasche mit allen kurzen Klamotten für auf dem Rad. Oh mein Gott! Rad zusammen bauen, restliche Taschen füllen und erstmal ins Hotel.

Mit leeren Taschen zur Expo der Veranstaltung, ein Kollege von Northwave könnte mir mit einem Trikot und einer Hose aushelfen und auch gleich ein Radladen empfehlen.

Kurz die Startnummer eingesammelt, aufs Rad durch Rovereto zu „Tettamanti“ sehr netter Laden. Familienbetrieb. Neue Handschuhe, ein paar Socken und vor allem eine Tasche.

Im Laden sprach mich Gulian an, er kennt jemanden bei der Bahn er versuchte was zu erreichen, aber der Zug würde von der ÖBB geführt, daher muss ich dort nach meinem Gepäck suchen. Auf dem Weg zum Briefing traf ich Gulian zufällig wieder, er half mir eine Reflex-Weste aufzutreiben und führte mich zu einem Radladen eines Bekannten „Adhoc-Lab“ und ich wurde fündig.

16:05 beim Briefing, italienische Pünktlichkeit aber ich hab alles was ich brauche für die Tour morgen.

Beim Briefing war es schwer die Augen offen zu halten… Aber bevor das Bett wartet, schnell das Rad packen, ein paar Kleinigkeiten für die Fahrt an Essen kaufen und Abendessen muss auch sein. Pizzatag! Beim Essen noch ein von heute bekanntes Gesicht kennengelernt, Francesco und uns gemeinsam auf morgen eingestimmt.

Heute war ein sehr langer, chotischer, anstrengender Tag. Ich hoffe wenn ich morgen auf die Rad sitze wird es einfacher!

Der Plan für morgen, von Rovereto nach Pfunds. 213km, die ersten 100 nahezu flach und dann kommen am Ende insgesamt trotzdem 1920 Höhenmeter auf den Tisch. Wetter mit 34 Grad sommerlichen warm 🤪

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Radmomente beim Radmonument „Lüttich-Bastonge-Lüttich“

Lüttich-Bastonge-Lüttich, eines der Radsport Monumente, auch „La Doyenne“ genannt ist das älteste noch ausgetragene Eintagesrennen. Seit 1892 kämpfen sich die Radprofis durch die wunderschöne Landschaft der wallonischen Ardennen.

„Lüttich-Bastonge-Lüttich Challenge“

Hobbyfahrer und Fahrerinnen können bereits einen Tag vor den Profis auf der nahezu identischen Strecke belgischen Radsport erleben. Das Ganze, ist aufgrund der nicht gesperrten Straßen als RTF und nicht als Rennen zu verstehen, aber das macht es keineswegs schlecht.

Auf dem Plan stehen bekannte Anstiege wie „Côte de Stockeu“ oder „Côte de la Redoute“. Insgesamt findet man nur 11 so genannte „Hellinge“, doch eigentlich geht es ständig auf und ab. Am Ende kommt man auf der 255 Kilometer langen Strecke auf 4200 Höhenmeter.

Die so genannte „Lüttich-Bastonge-Lüttich Challenge“, das war auch für meine Kumpels und mich das Ziel. Radmomente beim Radmonument „Lüttich-Bastonge-Lüttich“ was passte denn besser? Noch vor Corona hatten wir uns entschieden, „La Doyenne“ das müssen wir mal unter die Reifen nehmen und uns für 2020 angemeldet. Dann kam Corona dazwischen aber am vergangenen Wochenende war es endlich so weit, es ging nach Belgien.

Vorspiel

Autobahnschild "Lüttich" (Liége), Anfahrt zu Lüttich-Bastonge-Lüttich

„Banneux“ der Startort für die Hobbyfahrer ist keine 1,5 Stunden von Düsseldorf entfernt. Wir entschieden uns trotzdem ein Tag vorher anzureisen um für den Start am Samstag um 6:30 Uhr nicht mitten in der Nacht aufstehen zu müssen – man wird ja nicht jünger.

Auf dem 8 Kilometer Weg von der Ferienwohnung in Theux zur Startnummernausgabe gewannen wir schon mal einen Eindruck von der Landschaft und den Straßen… ein ständiges Hoch und Runter bringt es auf der kurzen Strecke auf über 200 Höhenmeter: Willkommen in „Belgien“

Zurück in der Ferienwohnung, ging es noch mit Alex und Ricardo eine Runde aufs Rad, die Beine warm fahren. Großartige Landschaft bei bestem Wetter und der letzten Sonne. Traumhaft!

Während wir die Landschaft genossen, erholte sich Stefan in der Badewanne. Er kam von seiner 5-tägigen BE-NE-LUX Tour mit über 800 Kilometern in den Beinen schon leicht warmgefahren in Belgien an.

Hennig kam passend zum Abendessen in der Ferienwohnung an. Wir aßen etwas, machten die Räder fertig, legten alles bereit und ließen den Abend gemütlich ausklingen. Und zack war der nächste Tag! „in 4 Stunden und 17 Minuten klingelt der Wecker“ na dann gute Nacht!

Lifeisaride "LiAR" Leopard Trikot meets Leffe Bier, Warm-Up Lüttich-Bastonge-Lüttich
LiAR… life is a ride… life is a leffe!

Hauptgang

Die Nacht war kurz und keiner war so wirklich froh jetzt aufs Rad zu dürfen aber nach Kaffee und einer Kleinigkeit zum Frühstück zwang sich die Gruppe gegenseitig (das können wir am besten). Jetzt also die gleiche Strecke zum Start wie gestern nur auf dem Rad. Motivation machte sich breit und es rollte sich ganz gut. Alex preschte vor, Hennig war noch an seiner Weste beschäftigt und so sprengte sich die Gruppe schon vor dem Start. Am Start mussten wir zur Strafe in der Kälte auf Hennig warten, der wie wir in dem Moment festelllten, auch der einzige war, der gestern nicht schon Bekanntschaft mit dem Startbereich gemacht hat.

Um 06:42 Uhr ging es auf die Strecke. Die Sonne stieg so langsam über die Hügel und das Feld rollte in Richtung Süden. Bis Bastonge wollten wir nicht übertreiben, schließlich wartet ein Großteil der Hellinge erst dahinter. Unser kleines Team rollte gut zusammen, die Fahrweise des Felds war etwas gewöhnungsbedürftig, bergauf wurde man überholt und die gleichen Leute bremsten dann aber nahezu ab, wenn der Anstieg geschafft war. Unser Moment draufzuhalten und sich für den Anstieg zu belohnen.

Der erste Verpflegungspunkt kam bereits nach 33 Kilometer. Wir gönnten uns eine Kleinigkeit und bevor wir ins Plaudern verfielen, machte Henning Druck und es ging weiter. Gut so! In Beffe, nach etwa 50 Kilometern, lag ein Radfahrer auf dem Boden am Streckenrand, vermutlich ein Epileptischer Schock, wir stiegen von den Rädern guckten ob wir den zwei weiteren bereits zur Hilfe eilenden Radfahrern helfen konnten. Externe Hilfe zu rufen war ein großer Akt. Weder der Notruf noch die Organisation sprach englisch und die Französischkenntnisse auf unserer Seite reichten auch nicht aus. Erst zwei Handwerker die zufällig mit dem Autovorbei kamen konnten weiterhelfen.  Als der Radfahrer wieder zu sich kam und die Hilfe verständigt war stiegen wir etwas mitgenommen auf die Räder und ließen ihn mit den 2 anderen Radfahrern wieder alleine. Spätestens jetzt waren alle wach.

Nach gut 3 Stunden Fahrzeit waren wir in Bastogne, 30er Schnitt. Überraschend flott, auch wenn ich das Gefühl hatte die richtigen Beine liegen noch in der Wohnung und schlafen. Alex wartete bereits, er hatte den Unfall nicht mitbekommen da er vorher schon etwas Vorsprung hatte. Wieder hieß es neu verpflegen, wieder mahnte Hennig zur Weiterfahrt. Wieder hatte er recht, war es doch bitter kalt dort im Wind rum zu stehen.

Unterwegs sieht man neben der traumhaften Landschaft immer wieder zwei drei Autos die hinter Gruppen aus 10 bis 20 Rädern hängen und sehr geduldig warten bis der Anstieg vorbei ist um dann die Gruppe zu überholen. Manches mal aber auch nicht, weil bergab das Rennrad dann doch schneller ist.

2 von 11 Hellinge hatten wir geschafft, 1300 von 4200 Höhenmetern. Irgendwann hatten wir Alex verloren aber das gute an Lüttich-Bastonge-Lüttich ist, an jedem Verpflegungspunkt kann man sich wieder zusammenfinden. So auch am 3. Punkt in Gouvy bei Kilometer 120. Hier gab es sogar Nudeln! Großartig! Die Pause hier wurde etwas länger, Alex war aufgebraucht, ich hatte meine Beine immer noch nicht gefunden und die Idee abzukürzen fand ich direkt hervorragend. So trennten wir uns von Ricardo, Stefan und Henning. Gönnten uns noch eine Waffel und machten uns dann zu zweit auf den Weg. Motiviert bis in die Haarspitzen, dass wir ja quasi schon zu Hause sind.

Wir folgten weiter der offiziellen Route und gönnten uns noch 4 Hellinge unter anderem den Côte de Stockeu (1km, 12,6% Steigung, max. 24%) an dessen Gipfel sich ein Denkmal zu Ehren von Eddy Merckx befindet. Mit 5 Siegen ist er der Rennfahrer, der Lüttich-Bastonge-Lüttich am häufigsten gewonnen hat. Im folgt u.a. Alejandro Valverde mit 4 Siegen und Fred De Bruyne  mit 3 Siegen. Nach der Abfahrt folgte unser letzter Verpflegungspunkt. Zeit für eine Waffel! Bei Kilometer 180 wichen wir von der Route ab, Spa…rten uns so den Anstieg „Côte du Rosier (4,6km, 5,6%, max. 19%)“ zwischen Francorchamps und Spa. Dafür ging es direkt durch Spa, allerdings nur durch und nicht „ins“ Spa. In Spa stießen wir wieder auf die original Strecke bogen aber gleich wieder ab und kehrten der Strecke gänzlich den Rücken. Unser Lüttich-Bastonge-Lüttich war somit schon nach 200,4 Kilometern und 3300 Höhenmetern in Theux zu Ende.

Nachspiel

Während die anderen noch heldenhaft die Strecke zu Ende fuhren und sich noch mal 1000 Höhenmeter auf 55 Kilometer gaben, erholten wir uns schon von der Tour. Frisch geduscht und verpflegt empfingen wir dann die anderen drei, knappe zwei Stunden später. Gemeinsam ging es dann noch zu Pizza und Pasta nach Theux. Bevor wir den Abend auf dem Sofa bei belgischem Bier ausklingen ließen.

Nackte Zahlen

  • 1 . DNF
  • 200,4 Kilometer
  • 3327 Höhenmeter
  • 7:42:09 Bewegungszeit
  • 9:19:19 Gesamtzeit
  • 26,0 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit
  • 217 Watt gewichtete Leistung
  • 5.071 Kcal

Titelbild NorthCape4000
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NorthCape4000

Was ist das für ein Event?

NorthCape4000 ist ein „unsupported ultra mega long distance cycling“ Event… also lang beziehungsweise sehr lang Fahrrad fahren. Ziel ist das Nordkap „North Cape“, gestartet wird etwa „4000“ Kilometer südlich in Italien. Die Strecke gilt es ohne Unterstützung zu absolvieren. Alles was man braucht hat man am Rad oder besorgt man sich unterwegs. Kein Begleitfahrzeug, keine gesperrten Straßen, keine vom Veranstalter organisierten Verpflegungs- oder Übernachtungspunkte. Das Zeitlimit sind 21 Tage.

Der Veranstalter hat eine Route ausgearbeitet und begleitet das Rennen mit einem Team, welches Eindrücke von der Strecke sammelt und die schnellen Fahrer, die innerhalb von 14 Tagen ankommen, am Ziel persönlich empfängt.

Die Route ist eine Empfehlung, allerdings gibt es 4 Checkpoints die passiert werden müssen. Damit dies sichergestellt ist und auch kein Fahrer verloren geht, hat jeder ein GPS-Tracker der den Live-Standort mitteilt.

NorthCape4000 Checkpoints and Route

Die 2022er Ausgabe von NorthCape4000 startet in nicht mehr ganz 100 Tagen am 23. Juli in der Nähe vom Gardasee in Rovereto. 320 Starter machen sich von dort auf den Weg via München, Berlin, Stockholm und Rovaniemi bis zum Nordkap. Eine Herausforderung sondergleichen. Drei Wochen auf dem Rad quer durch Europa. Das Einzige was sicher ist, ist der Weg den man absolvieren will. Der Rest ist ungewiss… Wird es nass? Wird es kalt? Wo schläft man? Wie weit kommt man am Tag? Hält das Material? Hält der Hintern? Aber vielleicht ist es genau diese Ungewissheit die Menschen reizt, in der heutigen Zeit ist scheinbar alles planbar, wo bleibt da das Abenteuer?

Was zur Hölle hab ich damit zu tun?

Cover Tour Magazin 12/2021, Artikel NorthCape4000

Im Dezember 2021 blättere ich noch durch das TOUR Magazin und las den Bericht über die Teilnahme von Sara Hallbauer am NorthCape4000 und dachte geil, aber wie soll man das zeitlich zwischen Job und Familie in den Kalender bringen? Unmöglich! Dachte ich bis mich im Februar die Frage „Kennst du die Veranstaltung NorthCape4000?“ errichte. Nadine vom Hauptsponsor Northwave war auf der Suche nach jemandem der für Northwave von dem Event berichtet, einziger Haken… dieser „Jemand“ muss die 3800 Kilometer mit dem Rad fahren 😉.

Eine vielleicht einmalige Gelegenheit? Ich grübelte… googelte, wo ist das Nordkap? Wo ist Rovereto? 3800 Kilometer in 21 Tagen… sind ja nur 180 Kilometer pro Tag… Bekomm ich da frei? Was sagt die Familie? Ich hörte Podcast, las Blogs, schaute mir bei YouTube diverse Videos an mir wurde klar die Gelegenheit ist einmalig!

Unmöglich! Dank großartiger Unterstützung vom Chef aber auch zu Hause von der Cheffin 😉 sind alle Zweifel ausgeräumt und die Tour sowohl mit dem Job als auch mit der Familie vereinbar.

Ich bin dabei!