Artikel
0 Kommentare

#Festive500 Winterspaß

Was macht man zwischen Weihnachten und Neujahr? Richtig man fährt mal eben nach Belgien und am nächsten Tag wieder zurück. Eine Hand voll verrückter auf ihrem #Festive500 Abenteuer.

Tag 1 | 240 Kilometer | 1910 Höhenmeter

4:00, der Wecker klingelt, aufstehen!

Die am Vortag geschmierten Brote und eine Banane frühstücken, kurz ins Badezimmer, in die Radklamotten hüpfen und noch die letzten Kleinigkeiten verstauen und ab geht es, schließlich war mit Sebastian und Stefan „Fortuna Büdchen um 4:40 Uhr“ ausgemacht.

Vom Büdchen ging es direkt weiter durch die Stadt zum Graf-Adolf-Platz, dort trafen wir um 4:50 Uhr Janosch. Zu dritt ging es dann zur Fleher Brücke, den im Süden gestarteten Malte treffen.

Nach allgemeiner Anerkennung für diese verrückte Bereitschaft im Urlaub mitten in der Nacht aufzustehen oder wie der ein oder andere erst gar nicht ins Bett zu gehen, ging es dann um kurz nach 5 auf die Strecke nach Libramont, es warteten 240 Kilometer und 1910 Höhenmeter Winterspaß auf uns!

Die Maschinen für den Winterspaß 2019, #Festive500

Bei völliger Dunkelheit und leichtem Regen ging es höchst motiviert in Richtung Jülich. Die ersten Kilometer auf Teilen meiner beinahe täglichen Pendelroute und dann weiter über die Landstraßen und Wirtschaftswege des Rhein-Kreis-Neuss. Letztere waren aufgrund der letzten Tage noch leicht feucht. Im kleinen Gang ging es durch den Gravelspaß, Stefan mit seiner BMC Timemachine litt am meisten, Sebastian folgte gleich, beide ohne Schutzbelche und eher auf Asphalt „konfiguriert“, Janosch, Malte und ich waren mit unseren Winterrädern unterwegs,  Schutzblech und gefühlte Sicherheit im Schlamm dank Panaracer oder 4-Season ließen gleich mehr Mut frei. Nach 46 Kilometern stoppte der Tross an einer Abzweigung irgendwo bei Grottenherten, die Route sagte rechts, der Weg sagte, Badehose anziehen! Der Wirtschaftsweg stand auf der gesamten Breite in einer Länge von mindestens 10 Meter unter Wasser.

Der See von Grottenherten, Winterspaß 2019, #Festive500

Janosch und ich überlegten ob wir es wagen einfach durchzufahren, aber wir erinnerten uns noch an unsere Schwimmprüfung zum Seepferdchen, dort hieß es „Unbekannte Gewässer bergen Gefahren“. Während wir grübelten ging Malte, mit MTB Schuhen, übers Feld und versicherte der Untergrund sei fest. Wir folgten, aber mit 28mm Schluppen und Rennradschuhen hieß es bloß nicht absteigen, sonst kommt man nicht mehr ins Pedal. Eine Mischung aus Lachen und Fluchen schallte über die Felder.

Am See vorbei übers Feld, Winterspaß 2019, #Festive500

Am Forschungszentrum Jülich war der Gravelteil scheinbar beendet. Am Ende waren auch die Bremsbeläge von Malte. Aber zur Verteidigung die Beläge waren schon eine Weile drauf, der Matsch hat den Rest erledigt, aber er hatte vorsorglich schon Ersatz dabei. Mit der kurzen Pause zum Tauschen der Beläge kam uns der Sonnenaufgang entgegen und wir konnten mit etwas mehr Licht auf die restlichen 180 Kilometer.

Neue Bremsbeläge für Malte, Winterspaß 2019, #Festive500

Mit der Sonne kamen der Nebel und die ersten längeren Anstiege über einsame Landstraßen. Während der Anstiege suchte Stefan einen Punkt zum Umdrehen, aber es ging erstmal nur gerade aus. Nach 95 Kilometern stand seine Exit-Strategie. Schließlich war er schon seit 22 Uhr auf dem Rad unterwegs und wollte uns nur ein Stückchen bei unserem Winterspaß begleiten. Er drehte ab Richtung „nächster Fahrradladen“. Den Schlamm und ein starres Kettenglied wollte er nicht bis nach Düsseldorf mitnehmen (er fuhr am Ende 340 Kilometer).

Kurz darauf erreichten wir vor Lammersdorf mit 560 Metern den höchsten Punkt des Tages. In Lammersdorf begann die Vennbahn, überwiegend flach oder moderate Anstiege von 1-2% und schöner Asphalt warteten zusammen mit Chris auf uns. Chris kam aus Aachen, wartete schon eine ganze Weile auf uns und fror sich ordentlich den Arsch ab. Wieder zu fünft ging es weiter nach Monschau.

In Monschau lockte uns ein Schild „Monschau Cafe“ von der Vennbahn, angelockt von warmen Kaffee stürzten wir uns hinunter bis auf den Marktplatz von Monschau. Im Café Kaulard gab es Apfelstrudel, Kakao mit Sahne, mehrere Kännchen Kaffee, Suppe und Strom für die diversen Wahoo’s und Lezyne 1300XXL Mega Blaster Booster Lampen. Vorsorgen für das, was da noch kommt.

Kaffeestopp Cafe Kaulard, Monschau, Winterspaß 2019, #Festive500

Pünktlich um 12:00 Uhr ging es weiter, zurück hoch auf die Vennbahn. Die Hälfte war geschafft, also noch 120 Kilometer. Bei gleicher Reisezeit, wären wir aktuell um 19:30 Uhr im Hotel. Auf der Bahn rollte es fluffig, immer gerade aus. Um 14:00 erreichten wir nach 165 Kilometern St. Vith. Auf Empfehlung von Christian machten wir ein Kuchenstopp okay, es wurden mehrere Puddingteilchen und für jeden eine Frikadelle im Brötchen aber der Titel der Tour heißt ja auch Winterspaß und nicht Le Tour de Hungerast.

Gestärkt und immer noch motiviert ging es auf die letzten 75 Kilometer, 3 Stunden, wenn es gut läuft. Dieser optimistische Gedanken sollte nach kurzer Fahrt zerstört werden, Platten vorn schallte es aus dem Gruppetto. Janosch hatte sich irgendwas eingefangen. Während er den Platten behob, erreichte Malte die Nachricht vom Magen-Darm Alarm zu Hause. Ein Weg schnell zurück nach Düsseldorf gab es nicht. Also weiter… 50 Kilometer to go!

Die Dunkelheit holte uns wieder ein, aber mit Licht für einen ganzen Flughafen rollte es sich weiter gut. In Luxemburg machten wir noch einen kurzen Stopp an einer Tankstelle, füllten unsere Trinkflaschen auf und gönnten uns noch einen Riegel für die letzten knapp 30 Kilometer.

In Bastonge war der Radweg sogar beleuchtet und fuhr am Denkmal zur La Doyenne, „Lüttich Bastonge Lüttich“ vorbei. Sebastian wollte ein Foto mit sich machen, schließlich hatte er eine Laufveranstaltung abgesagt und es kam die Vermutung der „Mitläufer“ hoch, er drückt sich nur und sitzt auf dem Sofa. Als er dann ein Foto gemacht hatte, wollte der Rest auch ein Foto. So „vertrödelten“ wir dann noch 10 Minuten für den guten Zweck plus ein paar weitere Minuten damit Janosch seine SPD-SL Cleats vom Hundekot befreien konnte. Die letzten Kilometer führten auf kleineren Landstraßen durch Belgien. Kurz vorm Ziel in Libramont stoßen wir auf gesperrte Straßen. Es fand wohl ein Nachtlauf statt. Aber wir durften die Absperrung passieren und feuerten jeden Läufer mit „Allez allez!“ an. Generell war der Tag in Belgien sehr Radfahrer freundlich, abgesehen von der recht guten Infrastruktur, waren auch der Großteil der Autofahrer wohl gestimmt, Überholabstand ist in Belgien wohl selbstverständlich, zu mindestens wurde man sehr selten knapp überholt.

Nach 16 Stunden um 20:45 Uhr hatten wir das Hotel „L‘ Amandier“ gefunden. Tag 1 geschafft! 264 Kilometer, 2.127 Höhenmeter, 11:25 Stunden Fahrzeit.

Statistik Tag 1/2, Winterspaß 2019, #Festive500

Wir durften die Räder im gefliesten Konferenzraum abstellen. Erstmal ankommen, duschen und dann mal sehen, was es zu essen gibt. Nachdem Malte das halbe Pizza Hut Menü online ordern wollte gab es die Meldung „zu spät, es wird nicht mehr geliefert“, also ab in Jogginghose raus in die Kälte und den Kram abholen. Leider fanden wir den Pizza Hut nicht bis 22 Uhr, so raubten wir den Burger-Laden um die Ecke aus. Die Bedienung staunte nicht schlecht als wir für über 80 Euro vollgepackt bis oben hin da aus dem Laden marschierten. Zurück im Hotel wurde gemeinsam gegessen, der nächste Tag grob geplant und dann ging es ab ins Bett.


Tag 2 | 270 Kilometer | 1930 Höhenmeter

06:00 Uhr der Wecker klingelt, anziehen, grob zusammenpacken und ab zum Frühstück. 5 Radfahrer unter sich, der Rest schlief vermutlich noch. Am Frühstück lag es auf jeden Fall nicht, das war überragend. Brot, Baguette, Brötchen, Müsli, Obst, diverse Brotaufstriche, Wurst, Käse und Saft, Kaffee, Espresso…. wir nahmen reichlich, vor allem Espresso! Nach dem Frühstück wurde der Rest gepackt, die Räder gesattelt hier und da noch eine Kette gepflegt und um 8:00 klickten die Schuhe wieder in die Pedale.

Auf dem Plan standen heute 270 Kilometer Winterspaß. Malte wollte nach 40 Kilometer in Chanxhe abzweigen und in Aachen vorbei, um dort den Zug zu nehmen, so dass er früher zu Hause bei Frau und Kind ist und sich dort dem Thema „Magen Darm“ annehmen kann. 

Aus Libramont ging es erstmal bergauf der Sonne entgegen bzw. nach Osten, die Sonne war noch nicht zu sehen, aber es war ausreichend hell, so dass Positionslicht reichte.

Zum Start bergauf, Winterspaß 2019, #Festive500

Bergauf war auch das erste Kapitel des Tages, zwar sparten wir uns die Wirtschaftswege-Fango Packung und rollten auf feinster Landstraße. Wir hatten sogar kurz das Gefühl wir fahren auf der Autobahn, aber es war doch nur die Nationalstraße N89. Allerdings ging es ständig hoch und wieder runter. Die ersten 34km sammelten wir schon 480 Höhenmeter. In Rochefort war die Routenführung nicht ganz klar, wir machten kurz Halt, gönnten uns ein Riegel, eine Banane oder etwas Gymnastik und ich nutzte die Pause um meine Hinterradbremse nach zu justieren, damit der Hebelweg des Bremsgriffs nicht so weit ist und das Bremsgummi wieder sauber auf der Felge bremst. Gestärkt, mit Plan wo es lang geht und dem Gefühl nicht mehr ins Leere zu greifen, rollte es sich gleich wieder viel entspannter.

Von Rochefort ging es runter von der breiten Landstraße durch den Wald hoch – was auch sonst – im Anstieg öffnete sich der Wald und ermöglichte uns einen herrlichen Blick über die Ardennen. Selbst die Sonne blinzelte mal durch die Wolken.

Nach 63 Kilometern erreichten wir Hotton, dass Peleton schrie nach Kaffee und so machten wir im Cafe „La Jacquemart“ Pause. Diverse Kakaos und Kaffees stürmten unseren Tisch, als Großkunde gab es lustige Mützen gratis und wer, wenn nicht wir mit Janosch als Vertreter der Schicken Mütze sagten da nicht nein.

Schicke Mützen, Winterspaß 2019, #Festive500

63 Kilometer und 864 Hōhenmeter standen auf dem Tacho, und noch 210 Kilometer und etwa 800 Hōhenmeter zu fahren. Mensch muss das Ende der Tour flach sein. Doch wir änderten die Route kurzerhand um, um Malte nicht allein zu lassen und folgten seine „Quick & Dirty“ Route (rot). Anstatt über Lüttich und Maastricht ging es über Vierviers und Henri-Chapelle nach Aachen (noch 90km) und dann weiter nach Düsseldorf (noch 175km).

Zurück auf den Rädern folgte in gewohnter Manier ein reges auf und ab durch Belgien. Nur die Witze wurden konstant flacher. Motivationsschub gab uns ein nicht angeleinter eifriger Wachhund der sein Grundstück auch bis auf die Landstraße verteidigte. Den Letzten beißen die Hunde, also Druck aufs Pedal! Zeitweise hatte man das Gefühl man fährt durch klein Amerika, überall hingen amerikanische Flaggen an den Häusern, wahrscheinlich die Reste der Alliierten. Bei Kilometer 90 wurde es dreckig, aber gut die Route hieß schließlich auch „Quick & Dirty“, was Malte verspricht hält er auch. In Ferion führte uns die Route an der Ourthe entlang, schöner Radweg allerdings hörte dieser einfach auf und wurde zum Trail. Malte lief voraus, dank MTB Schuhe sicher im Gelände, aber trotzdem weg… Der Deal war er guckt und kommt zurück, er kam und kam nicht, Mountainbiker passierten uns und wir grübelte ob wir einfach fahren sollten oder nicht. Doch da klingelte das Telefon, Malte sagte der Weg sei nix, direkt am Fluss, sehr schmal und sehr schlammig. Umdrehen war angesagt, während Janoschs Gravelherz blutete, atmete Sebastian mit seinen Slicks auf. Über die Landstraße ging es dann flott zu Malte, der Weg führte wieder am Fluss entlang, aber auf festem Untergrund. Mal sehen wie lang.

Gerade als man sich an den flachen Streckenverlauf entlang des Flusses gewöhnt hatte, führte die Route vom Fluss weg und es folgten wieder knackigen Anstiege. Der erste in Chanxhe führte immer steil hinauf, ich lockte die Jungs hinter mir mit, „es wird nicht flacher“ und eine Kehre weiter rief ich „Graaaavel„. So ging es auf grobem Schotter-Waldweg-Mix die letzten Teile des Anstiegs hoch. Eine Mischung aus Lachen und Weinen begleitete uns dabei.

Nach dem Anstieg folgte ein weiterer allerdings ganz einfach auf Asphalt. Aber es sollte nicht der letzte gewesen sein. Nach 115 Kilometern stoppten wir in Louveigné, Toilette, Trinken auffüllen und weiter. Janosch haderte noch mit seinem Luftdruck im Vorderrad. Vielleicht war das letzte Gravelstück doch zu wild? Es dämmerte, Malte machte Druck, wollte er doch nicht zu viel Zeit in der Pause verlieren, die er am Ende später bei der kranken Familie sein wird. Der Plan etwas Richtiges zu essen wurde bis Aachen geschoben. Nachvollziehbar, aber das Gruppetto war angespannt.

In Vierviers ging es erst durchs tiefste Ghetto und dann auf einem nicht enden wollende Anstieg durch die gehobenen Straßen der Stadt. Es wurde flotter, Malte wollte nach Hause, ich persönlich sah da noch 110 Kilometer auf dem Tacho. So sah es auch Janosch, Christian war die letzten Tage noch fett krank und nicht in bester Form und Sebastian war das Tempo auf seiner ersten Ausfahrt dieser Länge einfach zu hoch und so einigten wir uns die Gruppe zu trennen, anstatt weiter zu zerfahren. Malte, Christian und Sebastian in Team Aachen und Janosch und ich im Team Düsseldorf.

Janosch und ich verabschiedeten uns, drückten auf Tempo bis Kelmis kurz vor der Grenze. Dort entschlossen wir uns beim Italiener „La Pasteria“ eine Ladung Pasta zu essen, quasi letzte Pause vor Düsseldorf. Wir studierten draußen noch die Karte, da passierte uns Team Aachen schon wieder. Während ich was zu essen bestellte, kümmerte sich Janosch um sein Vorderrad. Der Besitzer des Restaurants, ein Grieche, war sehr freundlich und als er erfuhr was wir vor uns und vor allem hinter uns hatten, spendierte er uns zwei Espressi.

Abendessen, Winterspaß 2019, #Festive500

17:55 Uhr, gestärkt ging es auf die letzten 90 Kilometer. Team Aachen meldete sich gerade mit einem Foto aus dem Zug. Wir quälten uns durch Aachen und fanden uns irgendwann auf einem Trassen ähnlichem Radweg wieder, von da an ging es überwiegend auf kleineren Straßen und Wirtschaftswegen weiter. Hier mal ein Hund, da mal ein Fußgänger, an der Kreuzung mal ein Auto. Wir führen nebeneinander durch die Nacht. Viel Quatschen und wenig belgischer Kreisel. Das kostet extra Kraft, aber ist aber extra gesellig und schließlich machen wir das hier ja alles zum Spaß.

Es wurde eisig, der Wind kam von vorne, wir scherzten uns durch die Nacht und drückten uns über die Hügel. Einen nach dem anderen, es rollte sich gut wirklich schnell waren wir aber nicht. Umso näher man nach Düsseldorf kam umso bekannter werden einem die Städte auf den Straßenschildern. Bedburg, Grevenbroich, Neuss-Holzheim, Düsseldorf. Jawohl zu Hause noch den Schlenker am Landtag vorbei. Team Düsseldorf, Finisher Foto um 22:00 Uhr! Jetzt nur noch nach Hause.

Auf der Fischer Straße trennte ich mich dann von Janosch und fuhr die letzten paar Kilometer alleine nach Hause. Nach 242 Kilometern, 2473 Höhenmeter und 10:36 Fahrzeit war es geschafft. Zu Hause!

Statistik Tag 2/2, Winterspaß 2019, #Festive500

Taschen abladen, Rad abspritzen, bei den besten Nachbarn der Welt eine selbst gemachte Pizza abholen, Duschen und ins Bett fallen!

Pizza, Winterspaß 2019, #Festive500

Was ein Tag. Danke ans Grupetto!

Artikel
0 Kommentare

Rund um die Kö | Offene Stadtmeisterschaft

… ein Laktatspektakel auf der Prachtmeile im Herzen von Düsseldorf.

Unser Team „Die 4 Ballermänner“ hat sich am Freitag zum 1.Training getroffen und dieses mit einem „oh Gott oh Gott“ beendet. So ging es mit dem „dabei sein ist alles“ Gedanken in den ersten Vorlauf bei der offenen Stadtmeisterschaft im Rahmen von Rund um die Kö.

Ein Team wie aus dem Lostopf... so scheint es, Rund um die Kö 2019
Muss noch jemand zum Bäcker?

Vorlauf

Schlechte Kommunikation, große Lücken… die Stimmung war nicht besonders gut, sind wir schon ausgeschieden oder kommen wir über die beste Zeit noch weiter? Wir mussten zittern bis alle Rennen durch waren, doch dann war das Glück auf unserer Seite und wir konnten uns über die beste Zeit noch für das Viertelfinale qualifizieren. Yeah!

Dixsept 04:50 vs 5:00 Die 4 Ballermänner

Mut zur Lücke... so scheint es, Rund um die Kö 2019
Mut zur Lücke?

Viertelfinale

Wir nutzten die Pause um zum einen die Kids beim Petit Départ anzufeuern, mit Freunden und Familie ein wenig zu Fachsimpeln und natürlich auch um mal unsere Strategie zu definieren. Der Plan: Rechtzeitig durch „Kürzer“ Rufe das Tempo zu reduzieren um nach den Kurven die Lücken nicht wie im Vorlauf aufreißen zu lassen. Um 14 Uhr ging es an den Start. Nach drei Runden und einer Zeit von 04:57 hieß es Halbfinale!!!

Atemlos 4:59 vs 4:57 Die 4 Ballermänner

Spaß muss sein..., Rund um die Kö 2019
Man kennt sich, man grüßt sich!

Halbfinale

Nach den Fixed Gear Crit – welches vom Düsseldorfer Luca Bröcher gewonnen wurde, mussten wir gegen Porno al Forno ran. Umfangreich mit Koffein gedopt und höchst motiviert durch die Aussicht aufs Finale ging es in das 3. Rennen. Trotz Polizeibulli auf der Strecke reichte es am Ende für den Sieg!

Porno al Forno 5:12 vs 4:53 Die 4 Ballermänner

Purer Kampf, Rund um die Kö 2019

Finale

Fiiiiiinaaaale ohoho… was ein Tag. Was eine Überraschung, auf jeden Fall für uns. Wir haben es ins Finale geschafft. Das „cool runnings“, bunt zusammengewürfelte Team gegen die starken Jungs von Dixsept. Man kennt sich, im 1. Vorlauf ging es schon gegeneinander auf die Strecke. Wir versuchten unsere Strategie noch anzupassen und auch das wieder auffahren mit „Da“ rufen zu kommunizieren, so dass direkt wieder Druck auf die Kette gegeben werden kann.

Der Aspahlt auf der Kö brannte. In einem heißen Kampf auf drei Runden reichte es am Ende nicht. 3 Sekunden… wir überlegten kurz Henning als unseren Juristen loszuschicken, aber dann akzeptierten wird die knappe Niederlage, organisierten uns ein leckeres Bier und einigten uns einfach das Dixsept 2020 Zweiter wird und wir Erster, zu mindestens einseitig.

Wie im ersten Vorlauf, Dixsept, Rund um die Kö

Die 4 Ballermänner 4:51 vs 4:48 Dixsept

Siegerehrung & Tombola

BIER, Rund um die Kö 2019
Endlich Bier!

Nach dem Rennen ging es zur Siegerehrung, ein bisschen Ruhm und ein leckeres Tröpfchen Wein für die Ballerei. Den Wanderpokal haben wir schon mal genau anvisiert. Zu dem Überraschenden Ergebnis kam noch das Losglück bei der Tombola hinzu, so räumte Henning noch ein Laufradsatz und Irena einWahoo Kicker Rollentrainer ab.

Fazit

Insgesamt ein langer, aber erfolgreicher Tag auf der Kö! Zwischen den Rennen zur Stadtmeisterschaft wurde ordentlich Rahmenprogramm geboten, Laufradrennen, Fixed Gear Crit, Amateurrennen, Petit Départ, Curry Wurst, Craft Bier, Shopping Meile…. nur die Hüpfburg fehlte 😉

Danke an die Zuschauer, Freunde, Familie und den ganzen Support vom Streckenrand, die Organisatoren rund um Schicke Mütze, SG Radschläger Düsseldorf und Cycling Club Düsseldorf!

Wir freuen uns auf 2020 bis dahin „allez chic klack bling go!“

Artikel
1 Kommentar

Rund um die Kö 2019

Allez allez… am 16. Juni findet die 49. Austragung des Düsseldorfer Radklassiker „Rund um die Kö“ statt. Düsseldorfs letzte lokale Radrennveranstaltung war etwas in die Jahre gekommen aber 2018 wurde das Event durch die Schicke Mütze wieder in die Community gepushed. Auch 2019 ist das Team Rund um die Schicke Mütze wieder ganz vorn dabei und stellt zusammen mit dem Cycling Club Düsseldorf, dem SG Radschläger, Life-Is-A-Ride ein Radsportspektakel der Extraklasse auf die Beine.

Das Programm

Amateur-Rennen

09.00
BDR Amateur-Rennen über 65 Runden, Anmeldung…

Offene Stadtmeisterschaft

11.00 1. Vorlauf
12.15 2. Vorlauf
13.35 Viertelfinale 1
14.30 Viertelfinale 2
16.00 Halbfinale
17.45 Finale

Verfolger Team Rennen, es treten immer 2 Teams á 4 Fahrer gegeneinander an. In insgesamt 14 Rennen á 3 x 1,1km wird das schnellste Team ermittelt. Anmeldung…

Petit Départ Finale

11.45 Jahrgänge 2009/2010
13.00 Jahrgänge 2007/2008
Die Kinderrennserie die im Rahmen des Grand Départ ins Leben gerufen wurde trägt auf der Kö das Finale der Jahrgänge 2007/2008er und 2009/2010 aus.

Laufradrennen

14.05
Locker lustiges 250m Laufradrennen für Kinder unter 5 Jahren. Anmeldung…

Fixed Gear Crit

15.00
Wie auch schon 2016 und 2018 laden die Jungs vom team lifeisaride zum Fixed Gear Crit. Mit Bahnrädern ohne Bremsen und Schaltung wird mit Tempo 50 über die Kö geballert. Anmeldung…

Frauenrennen

16.30
BDR Elite Frauen / Senioren 4 Rennen, Anmeldung…

Der Rahmen

Michael Scheibenreiter und Stefan Schwander legen die passenden Beats unter das Renngeschehen, Woyton, Uerige und Bäckerei Schüren sorgen für das leibliche Wohl und auf einer kleinen Ausstellermeile gibt es noch was für die Finger.

Der Radmoment

Mein „Radmoment“ wird die offene Stadtmeisterschaft sein, zusammen mit drei bekloppten gehen wir als Team „Die 4 Ballermänner“ an den Start und werden versuchen das Event mitzugestalten, ein paar Läufe zu überstehen und eine riesengroße Party mit euch allen zu feiern!

Weitere Details und Links auf der Webseite der „Schicken Mütze