Neues Rathaus, Hannover, von Stefan Fuchs (Pixabay.com)
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Deutschland Tour 2019

Am 29. August startet die 1. Etappe der Deutschland Tour in Hannover. Grand Tour Feeling gibt es schon am Tag zuvor, bei der Präsentation der Teams vor der eindrucksvollen Kulisse des Neuen Rathauses mitten in Hannover.

Fahrer

717 Kilometer in 4 Tagen durch vier Bundesländer. Die Deutschland Tour macht dieses Jahr halt in Hannover, Halberstadt, Marburg, Göttingen, Eisenach und Erfurt. 132 Fahrer aus 22 Teams, davon 15 World Tour Teams gehen an den Start. Mit dabei reichlich Prominenz, so starten unter anderem Julian Alaphilippe, Emanuel Bichmann, Remco Evenepoel, Geraint Thomas, Richie Porte, Pascal Ackermann, Andre Greipel, Nils Politt, Simon Geschke, Caleb Ewan und Vincenco Nibali bei der Deutschland Tour. Aber auch abseits der World Tour Teams warten interessante Namen wie Dominik Bauer und Jonas Rutsch auf uns.

Übertragung

Die Deutschland Tour lässt sich am besten vor Ort erleben, wer es aber nicht an die Strecke schafft kann sich die Rennen zum Teil auf ARD, ZDF und komplett auf Eurosport ansehen. Die ARD zeigt die 1. und 3. Etappe (ab 16:00 Uhr bzw. 16:15 Uhr) und das ZDF zeigt die 2. und 4. Etappe (ab 16:00 Uhr bzw. 14:00 Uhr). Eurosport 2 zeigt alle Etappen live von Start bis Ziel.

Jedermann Tour

Für alle die selber fahre wollen, startet am 1. September das Jedermannrennen in Erfurt. Wahlweise 64 oder 113 Kilometer und 550 oder 1450 Höhenmeter. Die kurze Strecke führt um die Drei Gleichen am Füße des Thüringer Wald. Die lange Strecke ist etwas anspruchsvoller und führt unter anderem auf 5 Kilometer und mit durchschnittlich 7% Steigung in den Wintersportort Oberhof.

Anmeldungen sind noch bis 27. August möglich. Das Startgeld beträgt 80 bzw. 90 Euro. Wer bis zum 18. August bucht spart noch 5 Euro auf das jeweilige Startgeld.

Links

Infos zur Jedermann Tour
Informationen Eliterennen
Roadbook

Münsterland Giro
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Münsterland Giro

Der 3. Oktober, Tag der Deutschen Einheit, Feiertag. Perfekt für ne Ausfahrt mit Freunden. Zufällig findet an diesem Tag der Münsterland Giro statt und da es im Münsterland ja sehr schön sein soll, hab ich mich mit den Jungs angemeldet.

4:30 Aufstehen, zwei Espresso, ne Banane und ein paar Nutella Brote. Radklamotten an und den Rest ins Auto packen. Um 5:25 hatten wir uns zur Abfahrt verabredet. Wir, das war das „L’Etape du Tour Kernteam“ plus Chris, Henning müsste leider aus Watt/Kg Gründen passen. 2 Autos, 4 Verrückte inklusive Fahrräder auf dem Weg nach Münster.

Nach dem wir unsere Startnummern abgeholt und alles ans Rad gedängelt hatten, standen wir um kurz nach 8 am Start. Um 8:25 starteten die Lizenzfahrer der Klasse A/B und wir durften 10 Minuten später auf die Strecke. Im Startblock trafen wir noch ein paar Bekannte Gesichter aus Düsseldorf und den üblichen Ausfahrten dort (Sunday Sunrise Ride, Facebook Radsport Gruppe, Schicke Mütze und Cycling Club Düsseldorf).

In unserem jugendlichen Leichtsinn gaben wir bei der Anmeldung einen Schnitt von 40Km/h an. Ein 40er auf fast 100 Kilometern ist noch keiner von uns gefahren. Aber man hörte die Aspekte vorher immer sagen, Münster ist schnell, sehr schnell. Unser Plan: einer schnellen Gruppe anschließen und die Tempoarbeit möglichst breit aufteilen.

Vom Start an ging es flott los, 54kmh und mehr im dichten Pulk, Konzentration war gefragt. Bremst einer bremsen alle, es stinkt nach Gummi. Eine Trinkflasche rollt durchs Feld, aber alle sind aufmerksam und bleiben auf dem Rad.

Am ersten „Anstieg“ nahm das Tempo abrupt ab und die Gruppe riss in zwei Teile. Ricardo hat sich taktisch klug vor dem Anstieg in eine gute Position gefahren und war in der vorderen Gruppe. Chris, Malte und ich hingen im Verfolgerfeld. Nach dem Anstieg sortierte sich die Gruppe und „Lokomo-Malte“ guckte vorne mal nach dem Wind.

Malte und der Wind, beide Vorne. Die Tempoarbeit war nicht gerade gut organisiert, es gab gelegentlich mal ein Wechsel, aber in der Regel nahm das Tempo ab sobald Malte aus dem Wind ging. Mit der Zeit bildete sich ein Feld von circa 20 Fahrern, welches durch das Münsterland rollte.

An den Anstiegen, hatte ich das Gefühl, fiel das Tempo enorm. Vielleicht lag es daran, dass die Jungs mit den dicken Beinen in der Regel etwas mehr Gewicht dabei haben und keine Bergziegen sind. Mir lagen die moderaten Steigungen und so ging es wie von alleine nach vorne. Nach dem Anstieg hinter Darup (ca. 36km) erreichte ich den „Gipfel“ ohne das Feld, abgehängt quasi aus versehen. Völlig alleine vorne im Wind macht das ganze kein Sinn, dann lieber ein Feld im Rücken dem der Windschatten etwas bringt. Ich verpflegte mich und kämpfte mit dem drecks PowerBar Energize Riegel, der nicht aus der Packung wollte. Der Riegel verlor am Ende und das Feld fing mich wieder ein. Malte und die anderen Maschinen übernahmen wieder die Kontrolle.

An Kilometer 40 führte ich die Gruppe durch Billerbeck, die Straße ging leicht bergauf, irgendwann fuhr ich raus, aber ich täuschte mich, da kam keiner. Die Gruppe war zurückgefallen. Ich dachte kurz daran den zweiten Riegel auszupacken, aber nach dem Desaster mit dem ersten Riegel verzichtete ich. Ich drehte mich um, nahm raus, hatte was von Profi rumgepimmel… Es dauerte etwas bis das Feld ran rollte. Aber auch dieses Mal stellte sich Malte wieder nach vorne in den Wind.

Chris war genial, wir fuhren immer mal wieder nebeneinander oder hintereinander oder er rollte an mir vorbei und rief nur laut in bester Laune „Was geht Ginooo“. Immer wieder frische Motivation.

40 Kilometer vor dem Ziel meldeten sich meine Waden. Das war wohl die Strafe für das Einstellen der Nahrungsaufnahme. Kack PowerBar Energize Riegel. Ich versuchte mich am Ende des Feldes zu erholen, aber der Kurs war verwinkelt und jede Kurve zog das Feld weit auseinander und es kostete enorm Kraft wieder ans Feld ran zu fahren.

Bei Kilometer 75, hatte Malte initiiert einen Ausreißversuch zu starten. Ich war irgendwie mit mir beschäftigt, konzentriert mich darauf keinen Krampf zu bekommen und kam nicht rechtzeitig nach vorne. Malte und ein Mitfahrer flüchteten und fuhren eine kleine, bei den Windverhältnissen, fiese Lücke raus. Ich dachte *fuck* da musst du mit. Es dauerte etwas bis ich nach vorne kam um dann mit Vollgas hinter her zu gehen. Es sah erst so aus als gingen zwei, drei mit, aber sicher war ich mir nicht. Eine scharfe Linkskurve, maximal durchfahren und dann richtig Druck und der Abstand wurde geringer, allerdings hatten die beiden vorne schon raus genommen. Malte sah mich kommen, rief mir motivierend zu und so waren wir zu dritt. Vorne, wie gehabt Malte. Allerdings gemeinsam mit dem Dritten im Bunde in perfekter Tempoarbeit. Ich durfte mich zwei Runden erholen und dann auch nach vorne. Fühlte sich nach dem Sprint und den Krampfproblemen gar nicht so schlimm an wie erwartet. Aber urplötzlich war auch das Feld wieder da.

Beim nach hinten „Kreiseln“ sagte eine Mitfahrerin noch zu mir, sie würde gern mithelfen, das vorne fairer gewechselt wird, aber sie könne nicht mehr. Ich sagte, ich auch nicht. Lachte und ließ mich weiter zurück fallen, bis ich am Ende des Feldes war. Hungrig, aber immer noch auf Kriegsfuß mit dem Riegel, versuchte ich es mit Trinken. Half nicht. Es riss eine Lücke auf, drei vier Fahrer, ich ging aus dem Sattel versuchte zurück an die Gruppe zu kommen. Das Begleitmotorrad im Nacken. Ich hatte das Gefühl wenn es mich überholt bin ich weg. Die Straße ging wieder leicht bergauf, meine Chance. Ich schaffte es zurück ans Feld. Im Feld frage ich mich dann, was war so schwer, hier roll ich ja nur.

Die Abfahrt war wie die anderen auch eher gemäßigt, ich hatte das Gefühl, niemand wollte nach vorne. Es wurde sogar gebremst! Verrückt, aber wir hatten ja Lokomo-Malte!

Nach Münster rein, nahm das Tempo wieder zu, die Absperrgitter zeigten quasi an, ihr habt es gleich geschafft. Ich glaube alle außer Malte versuchten noch mal alles. Kurz vorm Ziel hat sich bei einem Fahrer neben mir eine Mülltüte im Schaltkäfig verfangen und um die Kassette gewickelt. Gefährliches Ding, aber er hat sehr gut reagiert und das Rad Sturzfrei zum Stehen bekommen.

Malte, Chris und ich trudelten mit wenigen Sekunden Abstand ins Ziel. Nur Ricardo kam mit fast 7 Minuten weniger „weit“ vor uns an.

NameZeitPlatzPlatz AK-WertungGeschwindigkeit
Ricardo02:20:57772940,44km/h
Chris02:26:551184038,80km/h
Gino02:26:571214138,77km/h
Malte02:27:011304338,77km/h

Im Ziel angekommen, tauschten wir noch unsere Eindrücke aus, gönnten uns ein isotonisches Kaltgetränk, eine Ladung Pasta und machten uns dann auf den Weg zurück nach Düsseldorf.

Fazit:

Der Münsterland Giro ist eine gut organisierte Veranstaltung in der „Nachbarschaft“. Start, Ziel, Startnummernausgabe, Parkmöglichkeiten (gratis) alles nah beieinander und gut organisiert. Auf der Strecke merkt man das noch ein Grand Tour Rennen folgt, viel Polizei, alles gut ausgeschildert und abgesperrt. Vor Gefahrenstellen warnen Streckenposten mit Flaggen und durch Pfeifen und Begleitmotorräder und Polizei sichern das Feld von hinten. Das Rennen selbst ging sehr flott los und aufgrund des großen Fahrerfeldes musste man gerade am Anfang besonders aufmerksam sein. Insgesamt verlief das Rennen sehr gesittet, für die gute Teamarbeit sollte man aber sein eigenes Team mitbringen, es fährt halt doch der größte Teil sein „eigenes“ Rennen.

Aber auf jeden Fall: Nachahmung empfohlen 😉

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UCI Straßenrad-WM in Innsbruck

Am 23. September eröffnen die weiblichen Profis die Straßenrad-WM in Innsbruck. 8 Tage kämpfen Junioren, Nachwuchs und die Elite in Einzelzeitfahr und Straßenrennen um die Regenbogentrikots. Zum letzten Mal steht auch das Mannschaftszeitfahren auf der Liste.

Manschaftszeitfahren

  • Frauen Elite, Sonntag 23. September, 10:10 – 12:05 Uhr (54,5 km, 152 Hm)
  • Herren Elite, Sonntag 23. September, 14:40 – 17:05 Uhr (62,8 km, 427 Hm)

Einzelzeitfahren

  • Juniorinnen, Montag, 24. September, 10:00 – 12:00 Uhr (20 km, 192 Hm)
  • Männer U23, Montag, 24. September, 14:30 – 17:00 Uhr (27,8 km, 262 Hm)
  • Junioren, Montag, 25. September, 10:00 – 12:45 Uhr (27,8 km, 262 Hm)
  • Frauen Elite, Montag, 25. September, 14:30 – 16:45 Uhr (27,8 km, 262 Hm)
  • Männer Elite, Montag, 26. September, 14:00 – 17:15 Uhr (52,8 km, 654 Hm)

Straßenrennen

  • Juniorinnen, Donnerstag, 27. September, 09:00 – 11:30 (Rundkurs, 1 Runde, 71,7 km, 975 Hm)
  • Junioren, Donnerstag, 27. September, 14:30 – 19:00 (Rundkurs, 2 Runden, 132,4 km, 1.916 Hm)
  • Männer U23, Freitag, 28. September, 12:00 – 17:30 (Rundkurs, 4 Runden, 179,9 km, 2.910 Hm)
  • Frauen Elite, Samstag, 29. September, 12:00 – 17:00 (Rundkurs, 3 Runden, 156,2 km, 2.413 Hm)
  • Männer Elite, Sonntag, 30. September, 09:30 – 17:15 (Rundkurs, 6 Runden, 258,8 km, 4.670 Hm)

Übertragung

Eurosport überträgt die Straßenrad-WM live im kostenpflichtigen Eurosport Player und auf den Sendern Eurosport 1 und 2 (Tagsüber Live von der Straßenrad-WM und Abends die Zusammenfassung).

Kader

Der BDR schickt den folgenden Kader zur Straßenrad-WM:

Elite Männer
  • Emanuel Buchmann (Bora-hansgrohe), Straße
  • Marcus Burghardt (Bora-hansgrohe), Straße
  • Nico Denz (AG2R La Mondiale), Straße
  • Simon Geschke (Team Sunweb), Straße
  • Paul Martens (Lotto-NL Jumbo), Straße
  • Maximilian Schachmann (Quick Step-Floors), Straße & Zeitfahren
  • Tony Martin (Katusha-Alpecin), Zeitfahren
U23 Männer
  • Patrick Haller (Heizomat –rad-net.de), Straße
  • Max Kanter (Sunweb Development), Straße & Zeitfahren
  • Lennard Kämna (Team Sunweb), Straße & Zeitfahren
  • Jonas Rutsch (Lotto-Kern Haus), Straße
  • Florian Stork (Sunweb Development), Straße
  • Georg Zimmermann (Tirol Cyclin Team), Straße
Junioren
  • Pirmin Benz (RSG Offenburg-Fessenbach), Straße
  • Felix Engelhardt (RSC Kempten), Straße
  • Jakob Geßner (RSC Turbine Erfurt), Straße & Zeitfahren
  • Kim-Alexander Heiduk (RSV Öschelbronn), Straße
  • Michel Heßmann (RSV Unna), Straße & Zeitfahren
  • Marius Mayrhofer (RSC Linden), Straße
Elite Frauen
  • Charlotte Becker (Hitec Products), Straße
  • Lisa Brennauer (Wiggle High 5), Straße
  • Kathrin Hammes (Trek-Drops), Straße
  • Lisa Klein (Canyon SRAM Team), Straße & Zeitfahren
  • Clara Koppenburg (Cervelo Bigla), Straße
  • Liane Lippert (Team Sunweb), Straße
  • Trixi Worrack (Canyon SRAM Team), Straße & Zeitfahren
Juniorinnen
  • Ricarda Bauernfeind (RSG Ansbach), Straße
  • Katharina Hechler (RSV Edelweiß Oberhausen), Straße
  • Dorothea Heitzmann (RSC Turbine Erfurt), Straße & Zeitfahren
  • Hannah Ludwig (RSV Stahlross Wittlich), Straße & Zeitfahren
Titelbild: 20.04.2018, Innsbruck, AUT, Tour of the Alps, Österreich, 5. Etappe, von Rattenberg nach Innsbruck (164,2 km), im Bild das Fahrerfeld am Olympia Climb // the riders at Olympia climb during 5th stage from Rattenberg to Innsbruck of 2018 Tour of the Alps in Innsbruck, Austria on 2018/04/20. EXPA Pictures © 2018, PhotoCredit: EXPA/ Reinhard Eisenbauer
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Deutschland Tour – Rückblick

Top Fahrer, top Etappen, top Rennen. Die Deutschland Tour war ein schöner Neuanfang. Sicherlich keine Tour für Handfeste Sprinter dafür das Profil zu sehr „Klassiker“. Viele Anstiege wenn auch keine Alpe d‘Huez oder Col du Tourmalet aber genug um das Feld zu zerlegen. Nach den Anstiegen verfolgte man spannend ob der persönliche Favorit sich wieder an die Spitzengruppe ran kämpfen kann und musste oft bis zum Zielstrich warten ehe man sicher sagen konnte wer die Etappe für sich entscheiden kann. Herrlich!

photo finish schachmann deutschland tour

Ob flach oder nicht, es war wunderschön anzusehen wie die Profis auf den Rennrädern durchs Land rollten. Der Radsport wurde wieder gefeiert und wie sagte man im ZDF, „wann sieht man Deutschland denn mal so aus der Luft“. Genauso ist es, tolle Aufnahmen aus der Luft, viele interessante Dinge rund um die Orte an der Strecke und immer wieder beste Bilder vom Radsport, denn darum ging es schließlich!

Duetschland Tour Luftaufnahme ASO/Sportschau

Nach 4 spannenden Zieleinfahrten gab es am Ende 4 mal Podium für die Deutschen Fahrer:

  • 1. Etappe, 2. Platz, Pascal Ackermann (BOH)
  • 2. Etappe, 1. Platz, Maximilian Schachmann (QST)
  • 3. Etappe, 2. Platz, Nils Politt (TKA)
  • 4. Etappe, 1. Platz, Nils Politt (TKA)

Auch die Gesamtwertung nach 4 Etappen kann sich sehen lassen, Schachmann und Politt auf dem Podium vor Bardet und Dumoulin:

deutschland tour 2018 classification (final)

Abgesehen von Punkten, Zeiten und Wertungstrikots waren alle Beteiligten; Fahrer, Teams, Journalisten, Fans, Sponsoren und der Veranstalter begeistert von der Deutschland Tour. Neben den Profirennen fanden noch zahlreiche weitere Rennen statt, vom Laufradrennen für Kinder von 2 bis 4 Jahren, über das Nachwuchsrennen für Kinder von 5 bis 15 Jahren bis zum Jedermann-Rennen war für alle Altersklassen etwas dabei. Auch neben der Strecke wurde ein großes Rahmenprogramm angeboten und lockte zahlreiche Leute an die Strecke.

Claude Rach, (Deutschland-Chef ASO, Veranstalter der Deutschland Tour) sagte bereits nach der 3. Etappe das nach diese Renaissance der Deutschland Tour weitere Austragungen für mindestens 10, vielleicht auch 20 Jahre gesichert seien und wir uns auf zukünftige und längere Deutschland Rundfahrten freuen dürfen.

©MarcelHilger
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Die Deutschland Tour startet…

Es geht los, die Deutschland Tour startet heute in Koblenz! Nach Zehn Jahren ohne deutsche Rundfahrt ist es wieder so weit. 22 Mannschaften mit je 6 Fahrern kämpfen um den Tour Sieg, mit dabei unter anderem die deutschen Fahrer Pascal Ackermann, Marcel Sieberg, Marcel Kittel und Andre Greipel. Aber auch die internationalen Fahrer kommen einem bekannt vor, Geraint Thomas, Tom Dumoulin, Romain Bardet.

Die Teams

22 Mannschaften aus 13 Ländern. 11 UCI WorldTeams, 6 UCI Professional Continental Teams, 5 UCI Continental Teams:
Deutschland Tour die Teams

Die Strecke

Vom 23. bis 26. August geht es auf 4 Etappen durch den Südwesten Deutschlands. Die Deutschland Tour führt auf ca. 740 Kilometern von Koblenz über Bonn, Trier, Merzig und Lorsch nach Stuttgart.


Deutschland deine Tour, Strecke 2018

Die Etappen

Um 11.45 startet die Deutschland Tour am Deutschen Eck. Nach 8 neutralisierten Kilometern geht es in Renntempo nach Bonn. 157 Kilometer, zwei Sprintwertungen (Nassau, Neustadt) und eine Bergwertung (Hohn) warten mit den ersten Punkten für die Fahrer.

Deutschland Tour, Etappe 1, Profil

 

Die zweite Etappe der Deutschland Tour startet am Freitag um 10:40 in Bonn und führt wieder zurück in den Süden, nicht zurück nach Koblenz, sondern nach Trier. Auf den 196 Kilometern wird das Fahrerfeld an zwei Sprintwertungen (Niederadenau, Thomm) und über 4 Bergwertungen geführt (Klausen, Auf Zummet, Naurath, Korlingen). Nach 25 Kilometer wartet hinter Altenahr ein Bahnübergang auf, mal sehen ob die Bahn pünktlich oder das Feld hier gestoppt wird.

Deutschland Tour, Etappe 2, Profil

Die dritte Etappe der Deutschland Tour folgt sogleich. Am Samstag den 25. August geht um 11:55 Uhr von Trier weiter nach Merzig. Eigentlich nur 50 Kilometer aber nicht für die Profis. Die Route führt zunächst vorbei an Merzig, über Schlenker wird das Saarland abgefahren, 2 Sprintwertungen (Dillingen, Hilbringen) und 5 Bertwertungen (Saarhölzbach, 2x Nohn, 2x Mettlach), bis die 177 Kilometer voll sind und die Jungs sich auf den 600 Meter langen Zielgrade noch mal richtig ins Zeug legen können.

Deutschland Tour, Etappe 3, Profil

Die vierte und letzte Etappe der Deutschland Tour startet am Sonntag den 26. August in Lorsch und führt nach Stuttgart. Den Transfer von Merzig nach Lorsch (180 Kilometer) müssen die Profis am Samstag noch auf sich nehmen, aber im Teambus und nicht auf den Rennhobel. Um 12:00 Uhr geht es in Lorsch auf die längste Etappe der Deutschland Tour. 207 Kilometer, 2 Sprintwertungen (Neckargemünd, Stuttgart) und 3 Bergwertungen (Ursenbach, Wilhelmsfeld und Herdweg). Bevor es in Stuttgart tatsächlich zu Ende ist führt die Strecke auf den letzten 25 Kilometern als Rundkurs zwei Mal über die Ziellinie. Alle guten Dinge sind jedoch drei 😉

Deutschland Tour, Etappe 4, Profil

Die Deutschland Tour im TV

Etappe 1, 23.08. im SR, HR, WDR und SWR jeweils von 14:00 bis 16:00

Etappe 2, 24.08. im SR, HR, WDR und SWR jeweils von 14:00 bis 16:00

Etappe 3, 25.08. im ZDF von 15:30 bis 16:50

Etappe 4, 26.08. in der ARD von 15:40 bis 17:25

Zusätzlich zu den deutschen Sendern, zeigt Eurosport täglich zwei Stunden von der Deutschland Tour (Eurosport 1 und 2) und die letzte Etappe komplett (Eurosport 2)

Die Deutschland Tour vor Ort

Wer die Gelegenheit nutzen möchte und sich das Spektakel live und in Farbe anschauen möchte (kann ich wärmstens empfehlen!), der findet im offiziellen Roadbook zur Deutschland Tour alle wichtigen Details zum nachlesen, unter anderem findet man dort z.B. alle Durchfahrzeiten und Details zu den Start/Zielbereichen. Beachtet das es gerade in den Start und Zielorten etwas voller sein wird und dass die Strecke für die Autos gesperrt sein wird, d.h. eventuell kommt man aus dem Parkhaus nicht mehr so einfach raus oder nicht so einfach zum Bäcker wie sonst 😉

Brügelmann hat für Radsport begeisterte oder jene die es noch werden möchten einen Guide geschrieben welcher die wichtigsten Punkte die es bei so einem „Rennrad-Live-Spektakel“ wie die Deutschland Tour zu beachten gilt, schön visualisiert zusammenfasst.

Den kompletten Guide könnt ihr euch direkt bei Brügelmann runterladen [zum Guide]


Titelbild © Marcel Hilger, Profil & Streckenplan © Deutschland Tour
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Deutschland deine Tour

Das letzte Rennen

2008 wurde die letzte Deutschland Tour ausgetragen. Durch die fehlende Zusage die kommende Austragung im Fernsehen zu übertragen scheiterte die Finanzierung und es fand keine weitere Deutschland Tour mehr statt.

Die Neuauflage

2018 nach 10 Jahren wird die Deutschland Tour neu aufgelegt. Vom 23. Bis 26. August geht es in 4 Etappen durch den Südwesten Deutschlands. Die Tour führt auf ca. 740 Kilometern von Koblenz über Bonn, Trier, Merzig und Lorsch nach Stuttgart.

Deutschland deine Tour, Strecke 2018 (c) Deutschland deine Tour1. Etappe 23.08.2018 Koblenz – Bonn 154 Kilometer, 1992 Höhenmeter
2. ‎Etappe 24.08.2018 Bonn – Trier 212 Kilometer, 2309 Höhenmeter
3. Etappe 25.08.2017 Trier – Merzig 177 Kilometer, 2856 Höhenmeter
4. ‎Etappe 26.08.2017 Lorsch – Stuttgart 200 Kilometer, 2822 Höhenmeter

Jedermannrennen

Für Hobbyfahrer findet am 26. August die Jedermann-Tour in und um Stuttgart statt. Auf zwei Strecken mit einer Länge von 65 Kilometer (700 Höhenmeter) und 111 Kilometer (1300 Höhenmeter) können Radsport begeisterte in die Pedale treten. Die kurze Strecke kann auch mit Tandem oder ganz ohne Zeitnahme gefahren werden und richtet sich an Einsteiger und gemütliche Trittfrequenzen. Die zweite Strecke richtet sich an ambitionierte Hobbyfahrer. Die Preise bewegen sich je nach Anmeldezeitpunkt, Stecke und Art zwischen 57 Euro und 92 Euro.

Deine Tour

Wie der Name schon anmuten lässt ist „Deutschland deine Tour“ nicht irgendwas „fremd“ organisiertes, die Tour bezieht die Radsportgemeinschaft bei der Auswahl des Logos, der Strecken und des Rahmenprogramms mit ein und möchte so den Zusammenhalt im Radsport in Deutschland nachhaltig stärken.

Weitere Details auf der „Deutschland deine Tour“ Webseite
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Giro d’Italia 2018

Am 4. Mai startet der 101. Giro d’Italia, los geht es in Jerusalem! Somit ist der Giro die erste große Rundfahrt die außerhalb von Europa startet.

Der Giro startet mit einem Einzelzeitfahren (9,7 Kilometer) durch Jerusalem. Etappe zwei und drei führen ebenfalls durch Israel.

Nach den drei Tagen geht es mit dem Flieger auf die 2000 Kilometer lange Reise nach Italien geht. Nach dem Ruhetage/Transfer geht es weiter von Catania in drei Etappen (4.-6. Etappe) durch Sizilien und dann den Stiefel hoch in die Berge, von Monte Zoncolan (14. Etappe) über Trento (16. Etappe) bis nach Cervinia (20. Etappe).

Die 21. und letzte Etappe wird in Rom gefahren. Auf einem Rundkurs geht es 10 mal durch die Stadt bevor die Jungs am Ende nach insgesamt 3.546 Kilometer  vom Hobel steigen.

Verfolgen können wir das Spektakel über Eurosport 1 jeden Tag live ab 13:15, Nachmittags ab 17:15 präsentieren Jonathan Edwards und Juan Antonio Flecha die Zusammenfassung der jeweiligen Etappe.

Strecke: http://www.giroditalia.it/eng/route/