Artikel
0 Kommentare

Rund um Köln 2019

8.15 Uhr, Startblock A, warten auf den Start

Sonntag 2. Juni 8.45 Uhr, Köln, es liegt Wettkampfduft in der Luft. Zusammen mit Ricardo rolle ich in den Startblock A, der halbe Block ist schon voll. Alle sind heiß und warten auf den Start um 9.30 Uhr. Im Block treffen wir noch Pierre, eine Rennbekanntschaft von der Tour de Energie und dem Erftstadt-Venn Radmarathon. Wir quatschen uns warm bis es pünktlich um 9.30 Uhr los geht.

Klack klack, piep piep, sssssssss… Schuhe klicken ein, Radcomputer starten die Aufzeichnung, die Ketten summen. Vollgas… ich glaub die ersten sind schon über den Rhein, da kachelt das Feld mit 60 Km/h in Richtung Deutzer Brücke. Die Passage unter dem Maritim Hotel wird Rücksichtsvoller durchfahren als vermutet und auch der restliche innerstädtische Teil über Schienen und vorbei an Kreisverkehren wird sicher passiert. Das immer wieder Aufschließen nach solch Hindernissen spüre ich in den Beinen und denke, zur Hölle noch 100 Kilometer.

Bei Kilometer 23 geht es scharf links in die erste Bergwertung, den Altenberg hoch. Spätestens hier teilt sich das Feld in weitere Gruppen. Ricardo und ich haben den Anstieg schon vorab als den Ort unserer Trennung definiert. Bei der Testrunde genau einer Woche vorher war er schon 40 Sekunden schneller und auch heute sollten es 43 Sekunden werden.

Die Belohnung für solche Anstiege folgt direkt. Die 5 Kilometer lange Abfahrt bringt einen ohne wilde Kamikaze-Oberrohrlagen auf mehr als 70 Kilometer pro Stunde. Bei bekannter und gesperrter Strecke ohne böse Überraschungen.

Viel Erholung gibt es nicht, in Sand wartet die nächste Bergwertung. Während wir uns dieser stellten und über Kuchen philosophierten, fragt ein Kind seine Mutter, „sind das die letzten“. Im Nachgang verriet mir mein Arbeitskollege der ebenfalls in Sand an der Strecke stand das wir wohl die 3. größere Gruppe waren. Seine Unterstützung am Streckenrand lässt mich das Laktat in den Beinen vergessen.

Motiviert geht es hoch zu Schloss Bensberg. Das 100m Kopfsteinpflaster Stück drücke ich im Sitzen hoch. Nicht mein Belag, aber zu kurz um sich lange damit zu befassen. Ein paar weiter Wellen, bevor es in den Wald nach Forsbach geht. DasTempo fällt etwas, Riegel hier, Gel dort… etwas trinken. Bei den 32 Grad lässt es sich hier im schattigen Wald sehr gut aushalten. Der Versuch das Tempo wiederanzuziehen gelingt mir nicht, alleine davon ziehen will ich schließlich aber auch nicht. Es sind ja noch 70 Kilometer zu fahren.

Nach dem Waldstück geht es wieder in die Sonne, es geht wieder bergauf. Aus „Hoffnungsthal“ nach „Lüghausen“ ob die Namen was zu sagenhaben? Am „Verpflegungsposten“ werden Trinkflaschen gereicht. Ich schnapp mir eine. Endlich was zu trinken. Manch einer schüttet sich das Zeug auf Kopf und Trikot, Flaschen werden durchs Feld gereicht man leidet zusammen, man „säuft“ zusammen.

Die Strecke nimmt Kurs auf bekanntest Terrain. Hinter Herkenrath geht es wieder auf den schon gefahrenen Abschnitt über Sand nach Schloss Bensberg. Kurz vor dem Anstieg zum Schloss stürzt ein Fahrer in einer schnellen, scharfen Linkskurve schwer. Sofort eilt ein Polizist und ein Zuschauer zur Hilfe. Glück im Unglück kein anderer wird mitgerissen.

Wieder Kopfsteinpflaster, diesmal allerdings mehr Verkehr, so dass ich etwas langsamer hinauf klettere. Wie auch am Rest der Strecke stehen die Zuschauer am Rand und feuern uns an, nicht wenige werden von außerhalb mit Trinken versorgt, ich leere die vorhin aufgenommene Trinkflasche und hab jetzt noch vielleicht 200ml für die lezten 30 Kilometer.

Vielleicht liegt es wieder am Wald nach Forsbach, mich zieht es nach vorne. Die Gruppe folgt, mit Tempo 42 geht es zurück nach Köln. Hätte ich geahnt das der Wind… aber gut „Finale“ die letzten Kilometer, der letzte Schluck Wasser und nach der Severinsbrücke auf der Zielgeraden die letzten Körner raushauen…

03:16:45 Geschafft!

Fertig!

Ich gönn mir erstmal zwei Kölsch Fassbrausen auf Ex… Zucker, Wasser… Da geht auch dieses Brackwasser. Ricardo ist 6 Minuten vor mir ins Ziel. Wir plaudern ein wenig über das Rennen, während der ein oder andere noch im Zielbereich zusammenbricht und machen uns dann auf den Heimweg.

Was ein Event, super Strecke, tolle Stimmung auf und an der Strecke, nur die Wasserversorgung war bei den Temperaturen mäßig.
Am Ende reichte es insgesamt (Männer) für Platz 200/975, Altersklasse Masters 1 (Männer) für Platz 73/236.

Mein Rennen in Zahlen:

3 Gels, 2 Liter Wasser,
122 Kilometer*, 1140 Höhenmeter
37,4 Km/h*, 223 Watt


https://www.strava.com/activities/2417012000

( * die offizielle Zeitnahme sagt 127km und 38,7km/h, unklar warum)

Artikel
0 Kommentare

10 Geschenke für Weihnachten und so…

Advent, Advent! Ohje… richtig Weihnachten nähert sich mit großen Schritten! Noch keine Geschenke? Überhaupt keine Idee? Vielleicht ein Rollentrainer oder ein Powermeter? Zu teuer? Im folgenden 10 Geschenke bis 100 Euro, mit denen ihr euch oder eure Radsportkollegen/innen auch nach Weihnachten noch eine Freude machen könnt.

Zeitschrift Tour 01/2019 5,20€

Test, Technik, Profis, Tourenszene, Fitness, Training, Touren und vieles mehr ab 19. Dezember am Kiosk perfekt um sich durch die Tage zu lesen.

Buch Velominati, Die Regeln 14,80€

Der Kodex für Radsportjünger. 95 Regeln manche lustig manche nicht zu missachten, schön verpackt in netten Geschichten aber natürlich auch in einer Übersicht zum auswendig lernen 😉

Buch Rennradwerkstatt für Profis 24,90€

Neubau, Wartung, Reparatur gut bebildert und erklärt. Perfekt zum Nachschlagen. Aber auch Grundlagen a la „Was brauch ich am Werkzeug in meiner Rennradwerkstatt“ finden Platz im Buch. [shop]

Zubehör, HideMyBell Regular 36,95€

Praktische Halterung für den Fahrradcomputer und Klingel in einem. Optional lässt sich auch ein Adapter für das GoPro System kaufen. „HideMyBell“ gibt es jetzt auch in der „fi mount“ Version für Aero Lenker (46,95€). [shop]

Werkzeug, Silca Italian Army Knife Venti 39,76€ (45 USD)

20 Tools in einem Griff. Das Venti von Silca ist vollgepackt mit dem wichtigsten Fahrradwerkzeug uns lässt so auch größere Reparaturen unterwegs zu. [shop]

Bekleidung Grip Grap Race Aqua 39,95€

Der Schuh für über den Schuh. Dünnes, leichtes, elastisches Material liegt eng am Schuh, schützt vor Wind und Wetter. Ausreichend reflektierende Prints sorgen für die notwendige Sichtbarkeit in den dunklen Tagen. [shop]

Werkzeug SKS Rennkompressor 49,95€

Seit 50 Jahren im Straßenradsport. Der SKS Standkompressor bringt bis zu 16 bar aufs Gummi und macht es mit jedem, egal ob Sclaverand, Schrader oder Dunlop. [shop]

Event Skoda Velodom 2019 68km 59,00€

Ein Startplatz für den Skoda Velodom besser bekannt als „Rund um Köln“. Als Frühbucher spart man bis zu 20€ und zahlt für die 68 Kilometer Runde bis zum 31. Dezember nur 59€. [shop]

Reifen Continental Grand Prix 5000 S II 62,90€

14 Jahre war der Grand Prix 4000 treuer Begleiter vieler, nun gibt es einen Nachfolger, 10g leichter, 20% bessere Pannenschutz, 12% weniger Rollwiderstand und auch als Tubeless Variante zu haben. [shop]

Beleuchtung Knog PWR Trail 84,95 €

Die Knog PWR Trail kann als Powerbank und Lampe verwendet werden. Dabei ist es egal ob man die Lampe lieber am Lenker oder auf dem Helm trägt. In den 6 verschiedenen Modis bringt die PWR Trail bis zu 1000 Lumen auf die Straße und macht die Nacht zum Tag. Neben den festen Modis kann man individuellen Leuchtmodi per Konfigurationssoftware einfach selbst erstellen… [shop]

War das richtige Geschenk nicht dabei?

Radklamotten anziehen, Lieblingsmensch packen eine Runde aufs Rad und dann bei der lokalen Espressotanke ein Espresso genießen, geht auch das ganze Jahr 😉