Neues Rathaus, Hannover, von Stefan Fuchs (Pixabay.com)
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Deutschland Tour 2019

Am 29. August startet die 1. Etappe der Deutschland Tour in Hannover. Grand Tour Feeling gibt es schon am Tag zuvor, bei der Präsentation der Teams vor der eindrucksvollen Kulisse des Neuen Rathauses mitten in Hannover.

Fahrer

717 Kilometer in 4 Tagen durch vier Bundesländer. Die Deutschland Tour macht dieses Jahr halt in Hannover, Halberstadt, Marburg, Göttingen, Eisenach und Erfurt. 132 Fahrer aus 22 Teams, davon 15 World Tour Teams gehen an den Start. Mit dabei reichlich Prominenz, so starten unter anderem Julian Alaphilippe, Emanuel Bichmann, Remco Evenepoel, Geraint Thomas, Richie Porte, Pascal Ackermann, Andre Greipel, Nils Politt, Simon Geschke, Caleb Ewan und Vincenco Nibali bei der Deutschland Tour. Aber auch abseits der World Tour Teams warten interessante Namen wie Dominik Bauer und Jonas Rutsch auf uns.

Übertragung

Die Deutschland Tour lässt sich am besten vor Ort erleben, wer es aber nicht an die Strecke schafft kann sich die Rennen zum Teil auf ARD, ZDF und komplett auf Eurosport ansehen. Die ARD zeigt die 1. und 3. Etappe (ab 16:00 Uhr bzw. 16:15 Uhr) und das ZDF zeigt die 2. und 4. Etappe (ab 16:00 Uhr bzw. 14:00 Uhr). Eurosport 2 zeigt alle Etappen live von Start bis Ziel.

Jedermann Tour

Für alle die selber fahre wollen, startet am 1. September das Jedermannrennen in Erfurt. Wahlweise 64 oder 113 Kilometer und 550 oder 1450 Höhenmeter. Die kurze Strecke führt um die Drei Gleichen am Füße des Thüringer Wald. Die lange Strecke ist etwas anspruchsvoller und führt unter anderem auf 5 Kilometer und mit durchschnittlich 7% Steigung in den Wintersportort Oberhof.

Anmeldungen sind noch bis 27. August möglich. Das Startgeld beträgt 80 bzw. 90 Euro. Wer bis zum 18. August bucht spart noch 5 Euro auf das jeweilige Startgeld.

Links

Infos zur Jedermann Tour
Informationen Eliterennen
Roadbook

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Rund um Köln 2019

8.15 Uhr, Startblock A, warten auf den Start

Sonntag 2. Juni 8.45 Uhr, Köln, es liegt Wettkampfduft in der Luft. Zusammen mit Ricardo rolle ich in den Startblock A, der halbe Block ist schon voll. Alle sind heiß und warten auf den Start um 9.30 Uhr. Im Block treffen wir noch Pierre, eine Rennbekanntschaft von der Tour de Energie und dem Erftstadt-Venn Radmarathon. Wir quatschen uns warm bis es pünktlich um 9.30 Uhr los geht.

Klack klack, piep piep, sssssssss… Schuhe klicken ein, Radcomputer starten die Aufzeichnung, die Ketten summen. Vollgas… ich glaub die ersten sind schon über den Rhein, da kachelt das Feld mit 60 Km/h in Richtung Deutzer Brücke. Die Passage unter dem Maritim Hotel wird Rücksichtsvoller durchfahren als vermutet und auch der restliche innerstädtische Teil über Schienen und vorbei an Kreisverkehren wird sicher passiert. Das immer wieder Aufschließen nach solch Hindernissen spüre ich in den Beinen und denke, zur Hölle noch 100 Kilometer.

Bei Kilometer 23 geht es scharf links in die erste Bergwertung, den Altenberg hoch. Spätestens hier teilt sich das Feld in weitere Gruppen. Ricardo und ich haben den Anstieg schon vorab als den Ort unserer Trennung definiert. Bei der Testrunde genau einer Woche vorher war er schon 40 Sekunden schneller und auch heute sollten es 43 Sekunden werden.

Die Belohnung für solche Anstiege folgt direkt. Die 5 Kilometer lange Abfahrt bringt einen ohne wilde Kamikaze-Oberrohrlagen auf mehr als 70 Kilometer pro Stunde. Bei bekannter und gesperrter Strecke ohne böse Überraschungen.

Viel Erholung gibt es nicht, in Sand wartet die nächste Bergwertung. Während wir uns dieser stellten und über Kuchen philosophierten, fragt ein Kind seine Mutter, „sind das die letzten“. Im Nachgang verriet mir mein Arbeitskollege der ebenfalls in Sand an der Strecke stand das wir wohl die 3. größere Gruppe waren. Seine Unterstützung am Streckenrand lässt mich das Laktat in den Beinen vergessen.

Motiviert geht es hoch zu Schloss Bensberg. Das 100m Kopfsteinpflaster Stück drücke ich im Sitzen hoch. Nicht mein Belag, aber zu kurz um sich lange damit zu befassen. Ein paar weiter Wellen, bevor es in den Wald nach Forsbach geht. DasTempo fällt etwas, Riegel hier, Gel dort… etwas trinken. Bei den 32 Grad lässt es sich hier im schattigen Wald sehr gut aushalten. Der Versuch das Tempo wiederanzuziehen gelingt mir nicht, alleine davon ziehen will ich schließlich aber auch nicht. Es sind ja noch 70 Kilometer zu fahren.

Nach dem Waldstück geht es wieder in die Sonne, es geht wieder bergauf. Aus „Hoffnungsthal“ nach „Lüghausen“ ob die Namen was zu sagenhaben? Am „Verpflegungsposten“ werden Trinkflaschen gereicht. Ich schnapp mir eine. Endlich was zu trinken. Manch einer schüttet sich das Zeug auf Kopf und Trikot, Flaschen werden durchs Feld gereicht man leidet zusammen, man „säuft“ zusammen.

Die Strecke nimmt Kurs auf bekanntest Terrain. Hinter Herkenrath geht es wieder auf den schon gefahrenen Abschnitt über Sand nach Schloss Bensberg. Kurz vor dem Anstieg zum Schloss stürzt ein Fahrer in einer schnellen, scharfen Linkskurve schwer. Sofort eilt ein Polizist und ein Zuschauer zur Hilfe. Glück im Unglück kein anderer wird mitgerissen.

Wieder Kopfsteinpflaster, diesmal allerdings mehr Verkehr, so dass ich etwas langsamer hinauf klettere. Wie auch am Rest der Strecke stehen die Zuschauer am Rand und feuern uns an, nicht wenige werden von außerhalb mit Trinken versorgt, ich leere die vorhin aufgenommene Trinkflasche und hab jetzt noch vielleicht 200ml für die lezten 30 Kilometer.

Vielleicht liegt es wieder am Wald nach Forsbach, mich zieht es nach vorne. Die Gruppe folgt, mit Tempo 42 geht es zurück nach Köln. Hätte ich geahnt das der Wind… aber gut „Finale“ die letzten Kilometer, der letzte Schluck Wasser und nach der Severinsbrücke auf der Zielgeraden die letzten Körner raushauen…

03:16:45 Geschafft!

Fertig!

Ich gönn mir erstmal zwei Kölsch Fassbrausen auf Ex… Zucker, Wasser… Da geht auch dieses Brackwasser. Ricardo ist 6 Minuten vor mir ins Ziel. Wir plaudern ein wenig über das Rennen, während der ein oder andere noch im Zielbereich zusammenbricht und machen uns dann auf den Heimweg.

Was ein Event, super Strecke, tolle Stimmung auf und an der Strecke, nur die Wasserversorgung war bei den Temperaturen mäßig.
Am Ende reichte es insgesamt (Männer) für Platz 200/975, Altersklasse Masters 1 (Männer) für Platz 73/236.

Mein Rennen in Zahlen:

3 Gels, 2 Liter Wasser,
122 Kilometer*, 1140 Höhenmeter
37,4 Km/h*, 223 Watt


https://www.strava.com/activities/2417012000

( * die offizielle Zeitnahme sagt 127km und 38,7km/h, unklar warum)

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Rund um die Kö 2019

Allez allez… am 16. Juni findet die 49. Austragung des Düsseldorfer Radklassiker „Rund um die Kö“ statt. Düsseldorfs letzte lokale Radrennveranstaltung war etwas in die Jahre gekommen aber 2018 wurde das Event durch die Schicke Mütze wieder in die Community gepushed. Auch 2019 ist das Team Rund um die Schicke Mütze wieder ganz vorn dabei und stellt zusammen mit dem Cycling Club Düsseldorf, dem SG Radschläger, Life-Is-A-Ride ein Radsportspektakel der Extraklasse auf die Beine.

Das Programm

Amateur-Rennen

09.00
BDR Amateur-Rennen über 65 Runden, Anmeldung…

Offene Stadtmeisterschaft

11.00 1. Vorlauf
12.15 2. Vorlauf
13.35 Viertelfinale 1
14.30 Viertelfinale 2
16.00 Halbfinale
17.45 Finale

Verfolger Team Rennen, es treten immer 2 Teams á 4 Fahrer gegeneinander an. In insgesamt 14 Rennen á 3 x 1,1km wird das schnellste Team ermittelt. Anmeldung…

Petit Départ Finale

11.45 Jahrgänge 2009/2010
13.00 Jahrgänge 2007/2008
Die Kinderrennserie die im Rahmen des Grand Départ ins Leben gerufen wurde trägt auf der Kö das Finale der Jahrgänge 2007/2008er und 2009/2010 aus.

Laufradrennen

14.05
Locker lustiges 250m Laufradrennen für Kinder unter 5 Jahren. Anmeldung…

Fixed Gear Crit

15.00
Wie auch schon 2016 und 2018 laden die Jungs vom team lifeisaride zum Fixed Gear Crit. Mit Bahnrädern ohne Bremsen und Schaltung wird mit Tempo 50 über die Kö geballert. Anmeldung…

Frauenrennen

16.30
BDR Elite Frauen / Senioren 4 Rennen, Anmeldung…

Der Rahmen

Michael Scheibenreiter und Stefan Schwander legen die passenden Beats unter das Renngeschehen, Woyton, Uerige und Bäckerei Schüren sorgen für das leibliche Wohl und auf einer kleinen Ausstellermeile gibt es noch was für die Finger.

Der Radmoment

Mein „Radmoment“ wird die offene Stadtmeisterschaft sein, zusammen mit drei bekloppten gehen wir als Team „Die 4 Ballermänner“ an den Start und werden versuchen das Event mitzugestalten, ein paar Läufe zu überstehen und eine riesengroße Party mit euch allen zu feiern!

Weitere Details und Links auf der Webseite der „Schicken Mütze

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Cycling World 2019

Nach dem erfolgreichen Start 2017 und der gelungenen Wiederholung in 2018 findet auch dieses Jahr wieder die Cycling World in Düsseldorf statt. Ab jetzt ist es somit Tradition, dass sich einmal im Jahr feinste Radkultur auf dem hippen Areal Böhler sammelt. Auf 14.000 Quadratmetern heißer Stoff rund um das Fahrrad, egal ob Carbonrenner, Edelstahl, Lastenrad, FatBike oder Citybike es ist für jeden was dabei.

Neben einer langen Liste von Austellern gibt es auch ein deftiges Rahmenprogram, lifeisaride Fixedgear Crit, Biehler-Cyclingword-Cyclocross-Challenge, Cargobikecup, Cyclingworld Awards, Maren Schink „Mein Weg von der Couch aufs Rad“, Philipp Hympendahl – FotoaustellungWonderful losers – Film Session, Klassikerausfahrt, Pucky Kids Bike Parcours, Womens Ride by Schicke Mütze…. und und und…

Kommt einfach vorbei!

23. März und 24. März, 10-18 Uhr,
Areal Böhler, Hansaallee 321 40549 Düsseldorf

Tagesticket 10€
Wochenendticket 15€
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Münsterland Giro
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Münsterland Giro

Der 3. Oktober, Tag der Deutschen Einheit, Feiertag. Perfekt für ne Ausfahrt mit Freunden. Zufällig findet an diesem Tag der Münsterland Giro statt und da es im Münsterland ja sehr schön sein soll, hab ich mich mit den Jungs angemeldet.

4:30 Aufstehen, zwei Espresso, ne Banane und ein paar Nutella Brote. Radklamotten an und den Rest ins Auto packen. Um 5:25 hatten wir uns zur Abfahrt verabredet. Wir, das war das „L’Etape du Tour Kernteam“ plus Chris, Henning müsste leider aus Watt/Kg Gründen passen. 2 Autos, 4 Verrückte inklusive Fahrräder auf dem Weg nach Münster.

Nach dem wir unsere Startnummern abgeholt und alles ans Rad gedängelt hatten, standen wir um kurz nach 8 am Start. Um 8:25 starteten die Lizenzfahrer der Klasse A/B und wir durften 10 Minuten später auf die Strecke. Im Startblock trafen wir noch ein paar Bekannte Gesichter aus Düsseldorf und den üblichen Ausfahrten dort (Sunday Sunrise Ride, Facebook Radsport Gruppe, Schicke Mütze und Cycling Club Düsseldorf).

In unserem jugendlichen Leichtsinn gaben wir bei der Anmeldung einen Schnitt von 40Km/h an. Ein 40er auf fast 100 Kilometern ist noch keiner von uns gefahren. Aber man hörte die Aspekte vorher immer sagen, Münster ist schnell, sehr schnell. Unser Plan: einer schnellen Gruppe anschließen und die Tempoarbeit möglichst breit aufteilen.

Vom Start an ging es flott los, 54kmh und mehr im dichten Pulk, Konzentration war gefragt. Bremst einer bremsen alle, es stinkt nach Gummi. Eine Trinkflasche rollt durchs Feld, aber alle sind aufmerksam und bleiben auf dem Rad.

Am ersten „Anstieg“ nahm das Tempo abrupt ab und die Gruppe riss in zwei Teile. Ricardo hat sich taktisch klug vor dem Anstieg in eine gute Position gefahren und war in der vorderen Gruppe. Chris, Malte und ich hingen im Verfolgerfeld. Nach dem Anstieg sortierte sich die Gruppe und „Lokomo-Malte“ guckte vorne mal nach dem Wind.

Malte und der Wind, beide Vorne. Die Tempoarbeit war nicht gerade gut organisiert, es gab gelegentlich mal ein Wechsel, aber in der Regel nahm das Tempo ab sobald Malte aus dem Wind ging. Mit der Zeit bildete sich ein Feld von circa 20 Fahrern, welches durch das Münsterland rollte.

An den Anstiegen, hatte ich das Gefühl, fiel das Tempo enorm. Vielleicht lag es daran, dass die Jungs mit den dicken Beinen in der Regel etwas mehr Gewicht dabei haben und keine Bergziegen sind. Mir lagen die moderaten Steigungen und so ging es wie von alleine nach vorne. Nach dem Anstieg hinter Darup (ca. 36km) erreichte ich den „Gipfel“ ohne das Feld, abgehängt quasi aus versehen. Völlig alleine vorne im Wind macht das ganze kein Sinn, dann lieber ein Feld im Rücken dem der Windschatten etwas bringt. Ich verpflegte mich und kämpfte mit dem drecks PowerBar Energize Riegel, der nicht aus der Packung wollte. Der Riegel verlor am Ende und das Feld fing mich wieder ein. Malte und die anderen Maschinen übernahmen wieder die Kontrolle.

An Kilometer 40 führte ich die Gruppe durch Billerbeck, die Straße ging leicht bergauf, irgendwann fuhr ich raus, aber ich täuschte mich, da kam keiner. Die Gruppe war zurückgefallen. Ich dachte kurz daran den zweiten Riegel auszupacken, aber nach dem Desaster mit dem ersten Riegel verzichtete ich. Ich drehte mich um, nahm raus, hatte was von Profi rumgepimmel… Es dauerte etwas bis das Feld ran rollte. Aber auch dieses Mal stellte sich Malte wieder nach vorne in den Wind.

Chris war genial, wir fuhren immer mal wieder nebeneinander oder hintereinander oder er rollte an mir vorbei und rief nur laut in bester Laune „Was geht Ginooo“. Immer wieder frische Motivation.

40 Kilometer vor dem Ziel meldeten sich meine Waden. Das war wohl die Strafe für das Einstellen der Nahrungsaufnahme. Kack PowerBar Energize Riegel. Ich versuchte mich am Ende des Feldes zu erholen, aber der Kurs war verwinkelt und jede Kurve zog das Feld weit auseinander und es kostete enorm Kraft wieder ans Feld ran zu fahren.

Bei Kilometer 75, hatte Malte initiiert einen Ausreißversuch zu starten. Ich war irgendwie mit mir beschäftigt, konzentriert mich darauf keinen Krampf zu bekommen und kam nicht rechtzeitig nach vorne. Malte und ein Mitfahrer flüchteten und fuhren eine kleine, bei den Windverhältnissen, fiese Lücke raus. Ich dachte *fuck* da musst du mit. Es dauerte etwas bis ich nach vorne kam um dann mit Vollgas hinter her zu gehen. Es sah erst so aus als gingen zwei, drei mit, aber sicher war ich mir nicht. Eine scharfe Linkskurve, maximal durchfahren und dann richtig Druck und der Abstand wurde geringer, allerdings hatten die beiden vorne schon raus genommen. Malte sah mich kommen, rief mir motivierend zu und so waren wir zu dritt. Vorne, wie gehabt Malte. Allerdings gemeinsam mit dem Dritten im Bunde in perfekter Tempoarbeit. Ich durfte mich zwei Runden erholen und dann auch nach vorne. Fühlte sich nach dem Sprint und den Krampfproblemen gar nicht so schlimm an wie erwartet. Aber urplötzlich war auch das Feld wieder da.

Beim nach hinten „Kreiseln“ sagte eine Mitfahrerin noch zu mir, sie würde gern mithelfen, das vorne fairer gewechselt wird, aber sie könne nicht mehr. Ich sagte, ich auch nicht. Lachte und ließ mich weiter zurück fallen, bis ich am Ende des Feldes war. Hungrig, aber immer noch auf Kriegsfuß mit dem Riegel, versuchte ich es mit Trinken. Half nicht. Es riss eine Lücke auf, drei vier Fahrer, ich ging aus dem Sattel versuchte zurück an die Gruppe zu kommen. Das Begleitmotorrad im Nacken. Ich hatte das Gefühl wenn es mich überholt bin ich weg. Die Straße ging wieder leicht bergauf, meine Chance. Ich schaffte es zurück ans Feld. Im Feld frage ich mich dann, was war so schwer, hier roll ich ja nur.

Die Abfahrt war wie die anderen auch eher gemäßigt, ich hatte das Gefühl, niemand wollte nach vorne. Es wurde sogar gebremst! Verrückt, aber wir hatten ja Lokomo-Malte!

Nach Münster rein, nahm das Tempo wieder zu, die Absperrgitter zeigten quasi an, ihr habt es gleich geschafft. Ich glaube alle außer Malte versuchten noch mal alles. Kurz vorm Ziel hat sich bei einem Fahrer neben mir eine Mülltüte im Schaltkäfig verfangen und um die Kassette gewickelt. Gefährliches Ding, aber er hat sehr gut reagiert und das Rad Sturzfrei zum Stehen bekommen.

Malte, Chris und ich trudelten mit wenigen Sekunden Abstand ins Ziel. Nur Ricardo kam mit fast 7 Minuten weniger „weit“ vor uns an.

NameZeitPlatzPlatz AK-WertungGeschwindigkeit
Ricardo02:20:57772940,44km/h
Chris02:26:551184038,80km/h
Gino02:26:571214138,77km/h
Malte02:27:011304338,77km/h

Im Ziel angekommen, tauschten wir noch unsere Eindrücke aus, gönnten uns ein isotonisches Kaltgetränk, eine Ladung Pasta und machten uns dann auf den Weg zurück nach Düsseldorf.

Fazit:

Der Münsterland Giro ist eine gut organisierte Veranstaltung in der „Nachbarschaft“. Start, Ziel, Startnummernausgabe, Parkmöglichkeiten (gratis) alles nah beieinander und gut organisiert. Auf der Strecke merkt man das noch ein Grand Tour Rennen folgt, viel Polizei, alles gut ausgeschildert und abgesperrt. Vor Gefahrenstellen warnen Streckenposten mit Flaggen und durch Pfeifen und Begleitmotorräder und Polizei sichern das Feld von hinten. Das Rennen selbst ging sehr flott los und aufgrund des großen Fahrerfeldes musste man gerade am Anfang besonders aufmerksam sein. Insgesamt verlief das Rennen sehr gesittet, für die gute Teamarbeit sollte man aber sein eigenes Team mitbringen, es fährt halt doch der größte Teil sein „eigenes“ Rennen.

Aber auf jeden Fall: Nachahmung empfohlen 😉

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Rund um die Kö

1968 fand das Radrennen „Rund um die Kö“ zum ersten Mal statt.
Radrennen? Düsseldorf? Königsallee? Ernsthaft?

Ja! Auch heute findet noch einmal im Jahr „Rund um die Kö“ statt. Dieses Jahr geht es am 23. September mit dem Rad auf die weltbekannten Luxusmeile mitten in Düsseldorf, wo sonst nur die schönen und reichen flanieren und der Sohnemann gerne mal Papas 500PS 4 Liter Boxer durchpustet. Mit dem Finale der Kinderrennserie Petit Depart, den 4 Kriterium Rennen der verschiedenen Altersklassen, zwei Derny-Rennen und einem Fixed Gear Rennen kommt reichlich Druck aufs Pedal.

Abseits der Strecke gibt der Veranstalter SG Radschläger und das Grupetto der Schicken Mütze ordentlich Gas um aus dem leider nicht mehr so präsenten Event eine große Party werden zu lassen. Bisher sieht es gut aus…

.. aber damit der Laden so richtig rappelt, kommt an die Strecke des 1100m langen Rundkurs. Feuert die Jungs und Mädels kräftig an und seit Teil der großen Party!

Rund um die Kö – Großer Preis der Stadtsparkasse Düsseldorf
Sonntag, 23. September 2018,
von 09:00 bis 18:00 Uhr.
Königsallee Düsseldorf

Die Veranstaltung bei Rad-Net [link]
Die Schicke Mütze über „Rund um die Kö“ [link]
Facebook „Rund um die Kö“ [link]

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Deutschland Tour – Rückblick

Top Fahrer, top Etappen, top Rennen. Die Deutschland Tour war ein schöner Neuanfang. Sicherlich keine Tour für Handfeste Sprinter dafür das Profil zu sehr „Klassiker“. Viele Anstiege wenn auch keine Alpe d‘Huez oder Col du Tourmalet aber genug um das Feld zu zerlegen. Nach den Anstiegen verfolgte man spannend ob der persönliche Favorit sich wieder an die Spitzengruppe ran kämpfen kann und musste oft bis zum Zielstrich warten ehe man sicher sagen konnte wer die Etappe für sich entscheiden kann. Herrlich!

photo finish schachmann deutschland tour

Ob flach oder nicht, es war wunderschön anzusehen wie die Profis auf den Rennrädern durchs Land rollten. Der Radsport wurde wieder gefeiert und wie sagte man im ZDF, „wann sieht man Deutschland denn mal so aus der Luft“. Genauso ist es, tolle Aufnahmen aus der Luft, viele interessante Dinge rund um die Orte an der Strecke und immer wieder beste Bilder vom Radsport, denn darum ging es schließlich!

Duetschland Tour Luftaufnahme ASO/Sportschau

Nach 4 spannenden Zieleinfahrten gab es am Ende 4 mal Podium für die Deutschen Fahrer:

  • 1. Etappe, 2. Platz, Pascal Ackermann (BOH)
  • 2. Etappe, 1. Platz, Maximilian Schachmann (QST)
  • 3. Etappe, 2. Platz, Nils Politt (TKA)
  • 4. Etappe, 1. Platz, Nils Politt (TKA)

Auch die Gesamtwertung nach 4 Etappen kann sich sehen lassen, Schachmann und Politt auf dem Podium vor Bardet und Dumoulin:

deutschland tour 2018 classification (final)

Abgesehen von Punkten, Zeiten und Wertungstrikots waren alle Beteiligten; Fahrer, Teams, Journalisten, Fans, Sponsoren und der Veranstalter begeistert von der Deutschland Tour. Neben den Profirennen fanden noch zahlreiche weitere Rennen statt, vom Laufradrennen für Kinder von 2 bis 4 Jahren, über das Nachwuchsrennen für Kinder von 5 bis 15 Jahren bis zum Jedermann-Rennen war für alle Altersklassen etwas dabei. Auch neben der Strecke wurde ein großes Rahmenprogramm angeboten und lockte zahlreiche Leute an die Strecke.

Claude Rach, (Deutschland-Chef ASO, Veranstalter der Deutschland Tour) sagte bereits nach der 3. Etappe das nach diese Renaissance der Deutschland Tour weitere Austragungen für mindestens 10, vielleicht auch 20 Jahre gesichert seien und wir uns auf zukünftige und längere Deutschland Rundfahrten freuen dürfen.

©MarcelHilger
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Die Deutschland Tour startet…

Es geht los, die Deutschland Tour startet heute in Koblenz! Nach Zehn Jahren ohne deutsche Rundfahrt ist es wieder so weit. 22 Mannschaften mit je 6 Fahrern kämpfen um den Tour Sieg, mit dabei unter anderem die deutschen Fahrer Pascal Ackermann, Marcel Sieberg, Marcel Kittel und Andre Greipel. Aber auch die internationalen Fahrer kommen einem bekannt vor, Geraint Thomas, Tom Dumoulin, Romain Bardet.

Die Teams

22 Mannschaften aus 13 Ländern. 11 UCI WorldTeams, 6 UCI Professional Continental Teams, 5 UCI Continental Teams:
Deutschland Tour die Teams

Die Strecke

Vom 23. bis 26. August geht es auf 4 Etappen durch den Südwesten Deutschlands. Die Deutschland Tour führt auf ca. 740 Kilometern von Koblenz über Bonn, Trier, Merzig und Lorsch nach Stuttgart.


Deutschland deine Tour, Strecke 2018

Die Etappen

Um 11.45 startet die Deutschland Tour am Deutschen Eck. Nach 8 neutralisierten Kilometern geht es in Renntempo nach Bonn. 157 Kilometer, zwei Sprintwertungen (Nassau, Neustadt) und eine Bergwertung (Hohn) warten mit den ersten Punkten für die Fahrer.

Deutschland Tour, Etappe 1, Profil

 

Die zweite Etappe der Deutschland Tour startet am Freitag um 10:40 in Bonn und führt wieder zurück in den Süden, nicht zurück nach Koblenz, sondern nach Trier. Auf den 196 Kilometern wird das Fahrerfeld an zwei Sprintwertungen (Niederadenau, Thomm) und über 4 Bergwertungen geführt (Klausen, Auf Zummet, Naurath, Korlingen). Nach 25 Kilometer wartet hinter Altenahr ein Bahnübergang auf, mal sehen ob die Bahn pünktlich oder das Feld hier gestoppt wird.

Deutschland Tour, Etappe 2, Profil

Die dritte Etappe der Deutschland Tour folgt sogleich. Am Samstag den 25. August geht um 11:55 Uhr von Trier weiter nach Merzig. Eigentlich nur 50 Kilometer aber nicht für die Profis. Die Route führt zunächst vorbei an Merzig, über Schlenker wird das Saarland abgefahren, 2 Sprintwertungen (Dillingen, Hilbringen) und 5 Bertwertungen (Saarhölzbach, 2x Nohn, 2x Mettlach), bis die 177 Kilometer voll sind und die Jungs sich auf den 600 Meter langen Zielgrade noch mal richtig ins Zeug legen können.

Deutschland Tour, Etappe 3, Profil

Die vierte und letzte Etappe der Deutschland Tour startet am Sonntag den 26. August in Lorsch und führt nach Stuttgart. Den Transfer von Merzig nach Lorsch (180 Kilometer) müssen die Profis am Samstag noch auf sich nehmen, aber im Teambus und nicht auf den Rennhobel. Um 12:00 Uhr geht es in Lorsch auf die längste Etappe der Deutschland Tour. 207 Kilometer, 2 Sprintwertungen (Neckargemünd, Stuttgart) und 3 Bergwertungen (Ursenbach, Wilhelmsfeld und Herdweg). Bevor es in Stuttgart tatsächlich zu Ende ist führt die Strecke auf den letzten 25 Kilometern als Rundkurs zwei Mal über die Ziellinie. Alle guten Dinge sind jedoch drei 😉

Deutschland Tour, Etappe 4, Profil

Die Deutschland Tour im TV

Etappe 1, 23.08. im SR, HR, WDR und SWR jeweils von 14:00 bis 16:00

Etappe 2, 24.08. im SR, HR, WDR und SWR jeweils von 14:00 bis 16:00

Etappe 3, 25.08. im ZDF von 15:30 bis 16:50

Etappe 4, 26.08. in der ARD von 15:40 bis 17:25

Zusätzlich zu den deutschen Sendern, zeigt Eurosport täglich zwei Stunden von der Deutschland Tour (Eurosport 1 und 2) und die letzte Etappe komplett (Eurosport 2)

Die Deutschland Tour vor Ort

Wer die Gelegenheit nutzen möchte und sich das Spektakel live und in Farbe anschauen möchte (kann ich wärmstens empfehlen!), der findet im offiziellen Roadbook zur Deutschland Tour alle wichtigen Details zum nachlesen, unter anderem findet man dort z.B. alle Durchfahrzeiten und Details zu den Start/Zielbereichen. Beachtet das es gerade in den Start und Zielorten etwas voller sein wird und dass die Strecke für die Autos gesperrt sein wird, d.h. eventuell kommt man aus dem Parkhaus nicht mehr so einfach raus oder nicht so einfach zum Bäcker wie sonst 😉

Brügelmann hat für Radsport begeisterte oder jene die es noch werden möchten einen Guide geschrieben welcher die wichtigsten Punkte die es bei so einem „Rennrad-Live-Spektakel“ wie die Deutschland Tour zu beachten gilt, schön visualisiert zusammenfasst.

Den kompletten Guide könnt ihr euch direkt bei Brügelmann runterladen [zum Guide]


Titelbild © Marcel Hilger, Profil & Streckenplan © Deutschland Tour
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Fietselfstedentocht

Noch beinahe 40 Tage dann geht’s zum zweiten Mal auf die Fietselfstedentocht, 235 Kilometer, durch 11 friesische Städte. Bei uns würde es in die Kategorie „RTF“ passen, vom Tandem über die klassische Gazelle bis zum Carbonrenner ist alles am Start. Gefahren von jung bis alt. Die Stimmung ist ausgelassen, fröhlich nicht nur auf den Fiets auch an der Strecke. Blaskapellen in manch einem Vorgarten heizen am Streckenrand Mitfahrer und Publikum ein. Eine Party auf 235 Kilometer. So war es letztes Jahr, so wird es wahrscheinlich auch dieses Jahr werden. Die Niederländer wissen wie Volksfest mit dem Fahrrad funktioniert!


Die Strecke ist flach aber der Wind ist hier der wahre Gegner. Die 235 Kilometer der Fietselfstedentocht führen durch Harlingen, Franeker, Holward, Dokkum, Leeuwarden, Bolsward, Sneek, Ijlst, Sloten, Oudemirdum, Stavoren, Hindeloopen, und Workum. Start und Ziel ist Bolsward.

Nach der netten Begegnung letztes Jahr, gehe ich auch 2018 mit den Elfstedenexperten aus dem Radforum an den Start. Das Los schickt uns um 5:16 auf die Strecke, mal sehen wann ich mich einer Fluchtgruppe anschließe.  Möge das Wetter mit uns sein!

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Le Etape du Tour… noch 100 Tage

Juli, Frankreich, Annecy… das Jedermannrennen auf einer original Etappe der diesjährigen Tour de France wartet auf 15.000 Teilnehmer. Noch 100 Tage und Malte, Ricardo, Henning und ich und ungefähr 14.996 Verrückten gehen an den Start. 4 Alpenpässe, einer mit Schotterabschnitt, Steigungen von 11,9% über 6 Kilometer, über 4000 Höhenmeter und 169 Kilometer und ich bin mittendrin!

Los geht es in Annecy, einmal fast komplett um den See von Annecy dann ins Hinterland. Nach gut 40 Kilometern erreicht man Thônes, wo mit dem Col de la Croix Fry der erste Anstieg wartet. 12,8 km, 6,8% durchschnittliche Steigung mit einer Maximalen von 9,3 Kilometern

Oben angekommen erwartet einen der herrliche Ausblick auf den Arravis Gebirgszug. Es folgen 20 Kilometer Abfahrt von 1480 runter auf 720 Metern über normal Null.
Genug Erholung für den zweiten Anstieg? Es wartet das Plateau de Glières: 6 Kilometer um wieder auf eine Höhe von 1390 Meter zu klettern. Die durchschnittlichen 11,2% Steigung müssen auf den letzten 1,5 Kilometern auf unbefestigter Straße erklimmt werden. Auf dem Gipfel ist dann auch schon fast Bergfest was die Etappendistanz betrifft, 80 von 169 Kilometern in den Beinen!

Nach anschließender Regenerationsfahrt auf etwa 50 flachen Kilometern (ein kleiner Hügel ist noch dabei) folgt der Col de Romme. 8,8 Kilometer mit einer durchschnittlichen Steigung von 8,9%. Die anschließenden 3 Kilometer Abfahrt zum Anstieg des Col de la Colombière führen an der letzten Verpflegungsstation vorbei. Gestärkt wartet dann der letzte Berg. der Col de la Colombière mit 7,5 Kilometern und 8,5% durchschnittlicher Steigung. Ist dieser geschafft geht es gemütlich die letzten paar Kilometer hinab ins Ziel nach Le Grand-Bornand.

Weil das bestimmt nicht genug ist wartet nach der L’Etape du Tour dann noch die Rückfahrt von Le Grand-Bornand nach Annecy (ca 30km) ins Hotel. Zu mindestens warm gefahren sollten wir dann ja sein 😉

Le Etape du Tour
Ein von der ASO organisiertes Jedermannrennen auf der Strecke einer Etappe der Tour de France.
Gefahren wird oft die Anspruchsvollste Etape der in dem Jahr zu fahrenden Tour de France.
Bis zu 15.000 Teilnehmer gehen an den Start. 
Zur Event Webseite